Abgesehen von einem Gewitter heute nacht schlafen wir herrlich.
Nach dem Frühstück wagen wir ‚die Suche nach Long Beach‘. Und es soll auch bei einer reinen Suche bleiben…
Zuerst müssen wir einen Hang hochklettern und schon begehen wir einen marginalen Fehler: wir folgen anderen Leuten.
Dann folgt die Odysee im Djungel schlechthin.
So viele Abzweigungen, keine Schilder.
Wir wollen schon wieder zurück und neu anfangen bzw. jemanden fragen, sind fast am Anfang und treffen wieder Leute, die uns sagen es ginge dort lang (marginaler Fehler Nummer 2). Wir starten zu viert, werden schnell 7, dann 9, dann 11, dann 12. Wir treffen viele Verirrte und verlieren wieder welche. Wir probieren ALLE Pfade, die es gibt. Keiner ist der Richtige.
Nach 3 Stunden geben wir auf. Wir brauchen nochmal fast 2 bis wir wieder aus dem Djungel kommen.
Wenigstens müssen wir dort nicht übernachten…
Auf dem Weg den Hang runter treffen wir jemanden, der uns aufklärt, dass wir gleich am Anfang falsch gegangen sind! Fazit: manchmal sollte man seinen Instinkten vertrauen.
Völlig durchgeschwitzt, verkratzt und fertig versuchen wir uns einen Bus nach Thailand zu organisieren. Auch das dauert. Am Ende schaffen wir es nicht mehr an den Strand um die Ecke, bevor die Sonne weg ist.
Das Abendessen wird wieder bei Sigi bestellt, der nach ein wenig Wartezeit wieder zum Niederknien leckeres Essen zaubert.
Archiv des Monats: März 2015
Tag 55, Sihanoukville -> Koh Rong
Zuallererst müssen wir mal wieder mit Tuktukfahrern verhandeln. Im Endeffekt bezahlen wir weniger als die Hälfte des ursprünglich geforderten Preises…
Beim Warten auf die Fähre besorgen wir uns Frühstück und dann geht es mit dem Speedboat eine Dreiviertelstunde bis zur Insel Koh Rong.
Hier angekommen gibt es eine kurze Einführung über das Was uns Wo und dann pilgern wir bepackt bis oben hin über den Sand und suchen Unterkunft.
Nicht lange und wir haben auf einem kleinen Hügel (!) kleine Bungalows gefunden.
Dann geht es für uns erstmal direkt an den Strand: Police Beach.
Wir braten in der Sonne, holen ein wenig Schlaf nach und genießen das türkisblaue Meer.
Was ein Leben!
Es ist krankhaft heiß und man muss sich dauernd mal abkühlen (was auch relativ ist bei 25° Wassertemperatur).
Am späten Nachmittag tappen wir etwas salz- und sandverkrustet und leicht verbrannt von der krass intensiven Sonne zurück.
Wir informieren uns über Busse nach Koh Chang in Thailand, aber die fahren so doof, dass wir unseren Aufenthalt hier erstmal verlängern.
Abends essen wir bei Sigi’s. Das ist ein glatzköpfiger Thailänder, der im Alleingang seine Gäste in der offenen Küche bekocht. Es schmeckt bombastisch!
Hochgradig zufrieden wandern wir noch ein wenig am Meer entlang. Mit Sand unter den Füßen und dem Meeresrauschen im Hintergrund gibt es wirklich wenig, über das man sich jetzt beschweren könnte (sogar als Deutscher!)…
Tag 54, Ban Lung -> Phnom Penh -> Sihanoukville
Bastis Wecker klingelt warum auch immer zuerst eine Stunde zu früh (4.30!) und wir packen zusammen bis wir checken, dass wir noch eine Stunde länger schlafen können.
Als wir um 6 auf den Pickup zum Local Bus nach Phnom Penh warten stellen wir fest, dass die gestern noch hochschwangere Hündin des Hostels über Nacht ihre Babys bekommen hat. So süße Welpen!!!
Dann kommt das Tuktuk und bringt uns in zwei Fuhren an die Haltestelle.
Wir und 20 Locals besteigen den klimatisierten Bus.
Der erste Frühstücksstopp bringt fantastisch leckere gebackene Bananen im Reismantel.
Anfangs halten wir noch sehr oft, dann fährt der Bus über mehr oder weniger gute Straßen Richtung Hauptstadt und wirft nur noch ab und zu ein paar Leute raus.
Am späten Nachmittag kommen wir (mal wieder) in Phnom Penh an.
Wir versuchen einen Bus nach Sihanoukville zu klären, was sich angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit als schwieriger als gedacht erweist.
Wir bekommen Tickets für den Nightbus (2.30), tigern erstmal vor zum Fluß und spielen wir ein bisschen mit einem ‚kambodschanischem Kickding‘ bis der Magen knurrt.
Dinner gibt es auf der Rooftopbar.
Wir gönnen uns noch einen Kinofilm im Flicker Cinema.
„Killing Fields“ über Journalisten zur Zeit der Khmer Rouges ist zwar 30 Jahre alt aber beeindruckt trotzdem.
Nach free drinks treffen wir sogar nochmal kurz Julius in einer seiner Ladybars und dann bekommen wir unseren Pickup, der uns zum stundenlangen Warten an die Haltestelle bringt.
In mitten der Nacht kommt der Bus um die Ecke gerauscht und wir steigen ein und fallen todmüde direkt in den Schlaf (sleeping bus!).
Am Morgen kommen wir in Sihanoukville an.
Tag 53, Veun Sai
Heute morgen hat Judith unser Rudel verlassen, jetzt sind wir noch Basti, Til, Nico und ich.
Wir frühstücken schön, besorgen Proviant auf dem Markt (auf dem es toten HUND zu kaufen gibt!) und machen uns dann Richtung Veun Sai am Tonle San River auf.
Der Weg dorthin ist mit Abstand der krasseste, den wir bis jetzt hatten.
Zunächst wird die Straße zur „bumpy road“ und dann komplett zur roten Sandstrasse, auf der man nichts mehr sieht vor lauter aufgewirbeltem Staub und nur noch hin und her rutscht. Dann wird der Untergrund etwas fester, staubt aber immer noch höllisch.
In Veun Sai ist die Zeit stehen geblieben und wir werden mit großen Augen angestarrt trotzdem wir beim besten Willen nicht mehr weiß sind.
Den Dreck waschen wir im Fluss ab und liegen in der Sonne.
Am Nachmittag geht es durch die Cashew-Plantagen wieder nach Ban Lung (macht seinem übersetzten Namen „rote Stadt“ also alle Ehre). Wir schrubben die rote Schicht ab und gönnen uns ein kleines feines Abendessen.
Auf dem Weg zum Hostel kommen wir noch an einem heftigen Buschbrand vorbei (haben wir schon ab und zu mal gesehen aber noch nie so dolle).
Tag 52, Ban Lung
Heute schlafen wir mal aus! Um 7 wachen wir aber von alleine auf…
Wir schnappen und Motorbikes und erkunden die Wasserfälle in der Gegend. Der Weg dorthin führt uns über rote Sandstraßen durch Cashew- und Kautschuk Plantagen. Wir alle sind jetzt Rothäute durch den aufgewirbelten Staub.
Die Wasserfälle sind beide paradisisch und wir Baden und relaxen in der Sonne.
Schade, dass wir morgen Judith aus unserem Rudel verabschieden müssen.
Dann geht es weiter zum Kratersee (80m tief!). Hier springen wir mit Einheimischen vom Holzsteg und schwimmen umher.
Am Ende des Abends gönnen wir uns ein ausgiebiges Dinner am See…






