Zurück in Kuta hat die Regensaison für ein paar Tage leider erstmal ihrem Namen alle Ehre gemacht.Ich musste dementsprechend um 5 Uhr in der Früh wie in nasses Häufchen Elend ins LMBK Surfcamp umziehen und direkt an der ersten Surfsession teilnehmen. Der erste Tag ging super schnell rum mit einer außergewöhnlich guten Massage und einer zweiten Surfsession. Am Nachmittag war dann auch Mel, die ich aus dem Surfcamp aus Uluwatu noch kenne, dort.Den 24. selbst haben wir mit zwei Surfsessions und leckerem Essen mit anderen aus dem Camp verbracht – Weihnachtsstimmung? Fehlanzeige!Genauso hat es sich eigentlich am 25. verhalten, bis auf dass ich leider das Weihnachtsessen wegen einer Lebensmittelvergiftung verpasst habe.Ansonsten haben wir die Tage on Kuta sehr entschleunigt mit viel surfen (und Bootfahren zu den Spots), essen, schlafen, lesen, Massagen und Yoga verbracht. Dabei ist auch das ein oder andere tolle Bild entstanden und wir haben quasi alle Restaurants durchprobiert.Leider heilen Wunden im Salzwasser extrem schlecht und mein Körper ist etwas lädiert.Für die zweite Hälfte hier hat sich sogar auch die Sonne wieder blicken lassen und wir konnten mit dem Roller nochmal die schöne Gegend erkunden. Insgesamt eine gute Zeit hier!Der nächste Stop sind die Gili Islands im Nordwesten von Lombok.
Monatsarchiv: Dezember 2022
Mt Rinjani
Dienstag frühs gab es wie immer einen Banana Pancake und dann wurde ich mit dem Roller und meinem kleinen Rucksack an einen anderen Ort gekarrt. Dort warteten schon 6 andere Wanderer aus den USA, China, Tschechien und Canada.Wir wurden weiter auf die Ladefläche eines Transporters verfrachtet und an den Startpunkt des Hikes gebracht – nicht ohne noch schnell einen „Medizinischen Test“ aka Puls und Blutdruckmessung zu bezahlen. Dann ging die Wanderung auch schon los. Mit Pausen und Verpflegung (was hier einfach alles sehr lange dauert) haben wir 7 Stunden durch grüne Landschaften, Stock & Stein, immer den Berg rauf hinter uns gebracht. An einigen Stellen konnten wir noch die Überbleibsel des Erdbebens 2018 deutlich sehen. Unser Guide war zu dem Zeitpunkt sogar gerade auf dem Berg und meinte, es hätte sich wie der Weltuntergang angefühlt.Ziemlich verschwitzt sind wir im Camp auf dem Kraterrand eingelaufen und haben noch etwas mit der Drohne eines Mithikers gespielt und hinter die Wolken gelunzt. Zum Sonnenuntergang hatten wir sogar Glück und die Wolckendecke hat sich ganz verzogen und einen sagenhaften Blick auf den glitzernden Kratersee mit kleinem, rauchenden Binnenvulkan und dahinter dem Kraterrand freigegeben.Es wurde schnell sehr kalt und die Nacht war sehr unangenehm. Der Wecker klingelte aber sowieso schon wieder um 2 Uhr in der Früh und der Hike zum Gipfel auf 3726m NN begann in der Eiseskälte.Der Hike selbst war wirklich kein Kinderspiel: Kälte, Dunkelheit und bei jedem Schritt ein Schlittern zurück haben sich angefühlt, als würde man keinen Meter vorankommen. Ungefähr 3 Stunden und 1100m ging das so. Irgendwann jedoch ging langsam die Sonne auf ich selbst habe es als erste der Gruppe (aber natürlich nicht als erste von allen) gerade passend zum Sonnenaufgang auf den Gipfel geschafft!Der Blick war sagenhafter, unter meinen Top 5 jemals. Man konnte bis zu den Gili Islands und den Mt Agung auf Bali schauen! Ich hab solange Bilder gemacht, bis mir die Finger abgefroren sind und auch alle anderen es geschafft hatten.Der Rückweg war sehr rutschig und es hat ständig irgendwelche Leute hingehauen – aber auch hier war der Blick noch wunderschön. Mit der Hälfte des Vulkans in den Schuhen haben wir es auch alle wieder zum Camp geschafft. Eine Runde Bananapancakes später haben wir uns von 2 Mitstreitern verabschiedet, die nur 2 Tage Wandern wollten und sind weitergezogen.Etwas ungewöhnlich sind die Pausen auf dieser Wanderung – seltsam getaktet und etwas ungleich aufgeteilt. Vom Kraterrand ging es 2 Stunden bergab bis an den Kratersee, wo wir in heißen Quellen baden durften. Ein bisschen gemufft haben die schon und ein paar waren echt brühend heiss.Nach dem Mittagessen ging es dann nochmal 3 Stunden wieder bergauf. Die meiste Zeit bin ich mit einem der Porter gelaufen. Der sprach kein Wort englisch und ich bin einfach nur beeindruckt: mit halb so langen Beinen, zwei riesigen Körben auf der Schulter und Flip-Flop sind die immer noch schneller als alle Wanderer.Leider hat es am Camp angekommen wieder angefangen zu regnen und wir haben uns quasi alle ins Zelt verkrochen und auch dort gegessen. Am nächsten Morgen sind wir auch in einer Pfütze aufgewacht, weil die Zelte nicht nur kaputte Reißverschlüsse hatten sondern auch nicht dicht waren. In unsere Plastikponchos verpackt sind wir nochmal drei Stunden durch den Djungel den Hang runter geschliddert mit merkwürdigen Pausen – dann war der Hike auch schon vorbei (bis auf eine 3stündige Fahrt zurück nach Kuta). Duschen und essen hatte natürlich oberste Priorität nach diesem Ausflug und dann musste ich nach etwas socialisen im Hostel auch ins Bett…
Kuta, Lombok, Part 1
Sonntag früh sind Ellie vom Boot, Daniel und ich dann mit dem Scooter nach Gerupuk gecruised, haben uns dort ein Surfbrett geliehen und einen der vielen Bootsfahrer bezahlt, uns an den Surfspot Gerupuk inside zu fahren. Dann ging es direkt ins Wasser. Der Break war leider sehr voll und mit vielen Anfängern und ihren Surflehrern belegt, was leider zu einem richtigen Gemetzel geführt hat – man hatte quasi nie eine Welle für sich alleine. Spaß gemacht hat es natürlich trotzdem!Wir haben sehr nett gefrühstückt und sind wieder nach Kuta. Eigentlich hab ich nur schnell einen Matcha geschlürft, dann bin ich gerade wieder zurück gefahren und habe Iran, eine Freundin eines Freunds für Session Nummer zwei getroffen. Gemeinsam mit anderen sind wir zu Gerupuk outside gefahren – leider von einer koreanischen Gruppe besetzt. Aber ich konnte mir doch ein paar Wellen schnappen und wurde mehrfach bei immer größer werdenden Wellen ordentlich gewaschen. Etwas erledigt bin ich nach Kuta zurück zur Massage.Am Abend haben sich dann einige vom Boot zum Margarita trinken, Mexikanisch essen und im Anschluss WM gucken zusammengetan. Daniel und die meisten anderen habe ich verabschiedet, weil sie am nächsten Tag nach Nusa Penida weitergereist sind.Heute in der Früh bin ich, um diversen offenen Stellen an meinen Beinen mal eine Salzwasserpause zu gönnen nicht surfen sondern zu einem Workout in der Gym gegangen und habe mich selbst zum ausgiebigen Frühstück ausgeführt.Danach bin ich mit Ellie ewig lange quer über die Insel mit dem Moped bis zu einem ‚Wasserfallpark‘ gefahren. Eigentlich wollten wir uns nur kurz zwei Wasserfälle (Stokel und Kelambu) ansehen, aber dann wurden wir von einem Guide 2 Stunden lang durch den Djungel geführt und wir haben insgesamt 5 Wasserfälle gesehen – allesamt mehr als schön!Etwas unter Zeitdruck sind wir durch Reisfelder und kleine Dörfer zurückgerast, weil ich um 16 Uhr am Hostel aufgesammelt werden sollte für meine Mount Rinjani Tour.Ich habe mir das Essen und Duschen verkniffen und gewartet, nur um mit einer halben Stunde Verspätung abgeholt zu werden. Die Fahrt nach Senaru war dann quasi einmal über die ganze Insel und sehr sehr kurvig.Verschwitzt, hungrig und müde bin ich in dem kleinen Dorf, was quasi nur als Getaway für die Vulkanwanderer dient, angekommen.
Bootstour Flores -> Lombok
Ich bin viel zu früh aufgestanden und an den Flughafen gefahren, um nach Flores, genauer Labuan Bajo zu fliegen.
Dort angekommen, habe ich einen halben Tag mit Wäsche, Organisation und mich von Café zu Café essen verbracht.
Dann ist Daniel angekommen und gemeinsam mit einem Mädel aus dem Hostel sind wir noch zu eine Cynote gefahren. Man musste mit einem übertrieben lauten Boot hinfahren, natürlich Eintritt zahlen aber wir hatten die Höhle ganz für uns und sind schwimmen gegangen.
Für den Sonnenuntergang sind wir auf einen kleinen Hügel gefahren und Flores hat seinem Namen als „Island of sunsets“ alle Ehre gemacht! Von Minute zu Minute wurde der Sonnenuntergang immer schöner – mit der Szenerie der vielen kleinen Inseln vielleicht einer der besten, die ich je gesehen habe.
Abends haben wir noch sehr lecker mehr oder weniger japanisch gegessen und dann ging es schon ins Bett, denn am nächsten Morgen sollte es früh zur Bootstour gehen.
Der Plan war eine viertägige Bootstour von Flores bis nach Lombok. Ich hatte nur gutes von der Tour gehört – allerdings in die andere Richtung. Leider war unsere Richtung nicht ganz so spektakulär (kein Schnorcheln mit Walhaien oder Mantas) und sehr viel von stundenlangen Bootsfahren geprägt.
Aber die Crew hat einiges wettgemacht und ist in den 4 Tagen zur Familie geworden.
Als erster Stop wurden wir auf Rinca Island im Rinca Village rausgelassen. Hier gab es erstaunlich viele Kinder. Wir wurden in eine Fledermaushöhle und zu einem Aussichtspunkt geführt, bevor es Lunch gab. Dann haben die Locals drei Tänze aufgeführt (nicht wirklich meins) und dann wurden wir mehr oder weniger gezwungen, mitzutanzen. Den Stop hätte ich sehr gerne gegen Walhaie und Mantas eingetauscht, aber okay.
Wir sind am Nachmittag noch schnorcheln gegangen und von der Reeling des Boots gesprungen.
Einen kurzen Stop gab es noch beim Strawberry Hill, einem kleinen durch Mineralien sehr Pink und Orange gefärbten Hügel.
Der Abend bot einen legendären Sonnenuntergang – der Himmel war voll von hunderten ausschwärmenden „Flying Foxes“, den Fledermäusen.
Die Nacht war der Horror. Es war viel zu heiss in der engen Kajüte, die ich mir mit Daniel geteilt habe und gefühlt habe ich bei zero Luftbewegung kein Auge zugetan.
Für den Sonnenaufgang am nächsten Tag haben wir auf der Padar Insel einen kleinen Hügel erklommen – die Aussicht vor der Ankunft sämtlicher Touristen war traumhaft. Am Strand hat dann sogar noch ganz weihnachtlich ein Rentier gemütlich vor sich hingekaut.
Im Fahrtwind des Boots gab es Banana Pancakes und es ging weiter zu den Komodor Islands, die von den Komor Dragons bewohnt werden. Diese Spezies wird echt riesig und ist auch für den Menschen nach einen gut sitzenden Biss tödlich.
Wir wurden nochmal am Pink Beach (ein bisschen rosa war der vielleicht) zum Schnorcheln rausgeworfen und das war tatsächlich sehr schön!
Im Anschluss haben wir 17 Stunden Bootsfahren teilweise schlafend, Karten spielend, lesend und über Nacht verbracht. Am Abend ist es nochmal bei einem aufziehenden Gewitter richtig schaukelig geworden.
Der dritte Tag begann mit einem kurzen Spaziergang und ein wenig Kletterei auf einen hübschen Wasserfall, inklusive Lianenschwingen.
Bei einem aufziehenden Gewitter wurde das anschließende Schnorkeln und auch das bei einer kreisrunden kleinen Isla Bola sehr kurz gehalten, sodass wir bereits am Nachmittag auf dem Boot ein wenig gefeiert haben, was dann abends bei Lagerfeuer am Strand noch weitergeführt wurde.
Die letzte Nacht war dementsprechend etwas kürzer – am nächsten Morgen sind wir bereits in Lombok angekommen.
Es ging nochmal 3 Stunden weiter bis nach Kuta im Süden der Insel, wo der Tag dann mit einer sehr malerischen Aussicht beim Yoga und leckerem Abendessen ausklang.
Mount Batur
Sonntag abend nach meiner Massage habe ich James und Daniel zum Dinner getroffen und wir haben unser sehr spartanisches Heim bezogen. Um 2 Uhr nachts klingelte auch schon der Wecker und es ging los zum Mount Batur sunrise trekking. Leider sehr viel beliebter als der Mount Agung sind wir begleitet von Scharen anderer Wanderer und einem Guide im Dunkeln den Berg hoch und haben während des Aufstiegs und auf dem Gipfel den Sonnenaufgang betrachtet. Es war zwar super schön, aber die Massen an Menschen dort oben haben leider sehr gestört. Ein paar Affen und über dem heissen Schwefel-Rauch gekochtes Eierfrühstück gab es auch.Wir sind zusammen mit unserer Guide dann den Berg wieder runter gerannt und haben uns vor den ganzen anderen zurück nach Ubud fahren lassen. Wir sind sehr müde und sehr hungrig zu einem Dayhang außerhalb Ubuds gefahren und das entpuppte sich leider als Reinfall: Eintritt und dann keine Möglichkeit, sich einfach wohin zu legen/setzen, ohne wieder sehr viel Geld auszugeben. Aber die umgebenden Reisfelder und der Pool waren sehr Instagram-würdig. Wir sind etwas enttäuscht zurück zum Hostel und während ich meinen Pass abgeholt habe sowie wieder in mein Spa untergetaucht bin, haben die Jungs etwas Schlaf nachgeholt.Nach einem gemeinsamen Abend habe ich mich von James verabschiedet, Daniel kommt mit auf die Bootstour von Flores aus.