Tag 2

Heute ging es nach einer Nacht voll seltsamer Träume und Schlafunterbrechungen sehr früh raus.
Beide Kinder haben heute Nacht ins Bett gemacht und das heißt: alles waschen, auch Sophia und Marco.
Weil gerade Läuse im Kindergarten umgehen, musste ich beide Kids vorsorglich einsprühen.
Zusammen mit Natalia wurden wieder beide zum „Kinder“ gebracht.
Danach bin ich mit Natalia etwas durch die Gegend gefahren und wir waren kurz im Botanischen Garten und in einem der unzähligen anderen Parks an einem Memorial.
Anschließend habe ich ein paar Sachen eingekauft. Ich kann im Grunde genommen kaufen, was ich möchte.
Ab morgen muss ich alleine mit den zwei Monstern klarkommen.
Ich bin noch sehr unsicher und weiß immer nicht, wo was ist. Ich hoffe, ich kann mich schnell einleben.
Im Moment bin ich noch sehr verloren in dieser großen Stadt.

Melbourne

Ohne richtigen Schlaf und Zeitverschiebung bin ich am Flughafen angekommen.
Mein Gastpapa Alex hat mich in seinem Porsche abgeholt.
Melbourne war deutlich kälter als erwartet. In kurzer Hose hab ich richtig gefroren.
Beim Apartment angekommen, durfte ich auch den Rest der Familie kennenlernen.
Kathryn, meine Gastmama, Sophia (5) und Marco (3).
Auch meine Vorgängerin Natalia war dort, um mich innerhalb von 2 Tagen in die üblichen Abläufe einzuführen.
Wir haben die Kinder in den Kindergarten gebracht und dann hatte ihre ersteinmal Zeit, richtig anzukommen. Ich habe mich ein wenig eingerichtet (ich bekomme noch ein richtiges Zimmer, denn die Kinder ziehen zusammen) und auf die Couch im Loungeraum gelegt. Ich hab mir einen Film angesehen und kurz geschlafen, dann wurden die Kinder wieder abgeholt.
Ich bin mit ihnen in das hauseigene Schwimmbad gegangen.
Später gab es Abendessen und dann ging es ins Bett für sie.
Im Allgemeinen sind die zwei schon niedlich und lieb, allerdings können sie auch richtig anstrengend sein und sie hinterlassen überall Chaos.
Ich war froh, als beide endlich gebadet und im Bett waren.
Mal sehen, wie die nächste Zeit so wird.
Das Haus an sich hat eine perfekte Lage, direkt am Hafen und in Marschweite zum Central Buisness District. Es gibt hier ein Schwimmbad, einen Dachgarten und eine Gym und alles funtioniert über einen kleinen Chip (z.B. der Aufzug). Das Apartment befindet sich im 17. Stockwerk und bringt einen fantastischen Blick über den Melbourner Hafen und die Skyline mit. Vom einen Ende der Wohnung kann man die Sonne aufgehen und vom anderen Ende untergehen sehen.
Wenn ich mich nicht irgendwie sehr alleine fühlen würde, wäre alles perfekt.
Wir werden sehen, wie sich das entwickelt 😉

Eine neue Ära.

Nach einer sehr anstrengenden und ewig andauernden Diskussion mit dem Motorbike-Verleih haben wir zumindest einen Teil unserer Kosten erstattet bekommen.
Es ging ans Packen, den letzten balinesichen Sonnenuntergang ansehen, sich verabschieden.
Der letzte Teil ist mir besonders schwer gefallen.
Alleine im eiskalten Flieget sitzend habe ich die letzten Wochen noch einmal revue passieren lassen und bin traurig geworden, darüber dass diese Zeit nun vorbei ist.

Seminyak/ Kuta

Seminyak ist der Teil von Bali, an dem sich die etwas reicheren Bewohner ansammeln.
Dementsprechent tolle und luxuriöse Läden gibt es hier, durch die man bummeln kann, aber weniger etwas kauft.
Wir haben noch einmal mit einem gemieteten Roller einen Ausflug nach Kuta gemacht, wo wir uns zum Abschluss noch eine Massage und Kino gegönnt haben.
Allerdings hatte unser Roller einen Platten. Wie sich später herausstellte war der Reifen bereits einmal geflickt worden und an dieser Stelle wieder kaputt gegangen.
Als Touris wurde uns zwar echt nett von Balinesen am Straßenrand geholfen, die einen „Reifen-Arzt“ (so haben die es genannt) geholt haben, der mit Motorbike und Kompressor auf dem Beiwagen ankam, aber wir mussten auch den Touri-Preis behalten, der drei mal so hoch ist wie der eigentliche Preis.
Jetzt müssen wir das Geld beim Verleiher des Mopeds einfordern, was bestimmt nicht einfach wird.
Mein letzter Tag auf Bali ist angebrochen, mein letzter Tag in Begleitung meines Alleswiedergutmacher. Ich bin wirklich aufgeregt und gespannt, habe fast sowas wie Angst…
Ich hoffe einfach auf die australische Aussage: Everything will fall into the right place.