Boipeba & Morro de Sao Paolo

Gut, dass wir in Trancoso nochmal ordentlich und gemütlich geschlafen haben, denn über Porto Seguro ging es dann mit dem „Nacht“bus ab 17:00 bis 4 uhr morgens nach Valença. Da haben wir dann kurz an der Bushaltestelle gegammelt, denn das erste Boot nach Boipeba sollte erst um 10 gehen. Angelo hat dann herausgefunden, dass es auch eine andere Verbindung gibt, sodass wir dann zwei Stunden im Regen mit einem undichten Bus bis an einen Bootssteeg gewackelt sind und etwas nass mit dem Boot auf die Insel Boipeba übergesetzt sind. Dort angekommen hat es so stark geregnet, dass wir zunächst in einem Café Unterschlupf gesucht haben und ein Frühstück genossen haben. Was macht man mit einem so regnerischen Tag auf einer Insel? Richtig, das Beste draus. Wie sind etwas durchs Dorf gedaddelt, haben Kaffee getrunken, eine sehr gute Massage genossen und ich war noch bei der Pediküre. Und am Abend war es auch langsam trocken. Nach einer Runde Gym konnten wir sogar etwas rumlaufen und den „Marktplatz“ genießen.
Nach Moqueca zum Frühstück haben wir einen kleinen Marsch zum anderen Ende der Insel genossen, dem Strand Mereré. Wir sind tauchen gegangen, seit über einem Jahr mal wieder, nachdem es auf den Corn Islands nicht geklappt hatte. Es war jetzt nicht die beste Sichtweite unterwasser, aber es war toll, mal wieder die Schwerelosigkeit und Stille zu genießen. Ein paar coole Tiere haben wir trotzdem gesehen.
Weil in Brasilien die Uhren etwas anders ticken, sind wir recht spät aus dem Wasser und sind dann erstmal direkt am Strand geblieben. Es hat schon Vorteile mit einem Brasiliener und ungefähr nettesten Menschen der Erde zu reisen. Die Menschen hier sind sowieso zuckersüß, aber man hat uns einfach nach Öffnungszeiten des Restaurants noch einen privaten Tisch auf den Strand gestellt, uns Caipirinha mit bestem Cachaça gemixt (die wir in der Hängematte genossen haben), dann Kerzen auf den Tisch gestellt (zwecks der Romantik) und eine der besten Moqueca jemals gekocht. Als dann noch der Mond aus dem Meer hervorgestiegen ist, habe ich mich mal wieder voll und ganz in Brasilien verliebt. Der Nightdive begann erst um 21:30 (oder nach brasilianischer Zeitrechnung eher um 22:30) auf dem Boot mitten im Meer wegen der Ebbe, dauerte bis 1 uhr morgens (aber dafür haben wir coole Meeresbewohner beobachten können) und nachdem wir um 2 dann endlich mit dem Quad nach Hause gefuhren wurden und mindestens 30 Moskitos gekillt haben (das ist kein Spass) konnten wir gegen 3 endlich schlafen.
Der nächste Morgen war daher etwas langsam, aber schon um die Mittagszeit ging es mit Boot und Jeep nach Morro de Sao Paulo. Die Sonne kam auch endlich wieder raus, also konnten wir in der Hitze bis in unser Hotel. Wegen der Gezeiten sind wir nach kurzem Açai-Snack direkt weiter und haben einen Walk nach Gamboa gemacht. Eventuell sind wir etwas spät los, denn gegen Ende mussten wir doch durch brusthohes Wasser waten. Dafür wurden wir mit einer kalten Kokosnuss belohnt und haben am Strand, auf das Bootstaxi wartend, Leute beobachtet. Zum zu wolkigen Sonnenuntergang haben wir es mit dem Boot zurück und an den Leuchtturm geschafft, wo es neben Livemusik auch möchtegern Models zu erleben gab.
Das Abendessen haben wir direkt am belebten Dorfplatz zu uns genommen und den Kindern beim Fußball zugesehen. Ich mag es hier einfach. Wir haben dann noch Nachtisch und die kleinen Stände genossen und müde ins Bett geplumpst.
Vor unserer Rückfahrt nach Salvador sind wir noch die vier Strände entlang gelaufen und haben Caipirinha aus der Kakaufrucht genossen.
Leider fuhr der Katamaran nicht, also mussten wir auf eine Boot-Bus-Boot Kombi ausweichen, die uns dann gegen Abend in Salvador einlaufen lassen hat.
Dort war ein Musikfestival in vollem Gange, was wir noch schnell mitgenommen haben. Dadurch haben wir zwar leider die Küche in einem von mir auserchorenen Restaurant verpasst, aber Angelo hat mit einem anderen verhandelt, sodass die uns noch schnell was gekocht haben. Held!
Dafür durfte ich ihn am nächsten Morgen noch in ein super süsses Café mitschleifen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert