Roadtrip Adelaide – Geelong

Mittwoch sind wir dann 8 Stunden von Adelaide nach Port Fairy gefahren.
Interessanterweise gehen Levi und ich sich auch nach so vielen Stunden noch nicht auf die Nerven.
Wir haben einen Zwischenstopp in Mount Gambier und in Portland bei Hara gemacht und sind anschließend zu einem Kumpel von Levi gebraust.
Dessen Haus in Port Fairy ist einfach nur zuckersüß und wir haben bei meinem Lieblings-Pizzaladen ‚Coffin Sally’s‘ zu Abend gegessen.
Donnerstag ging es nach dem Frühstück mit Woody dann noch kurz nach good old Warrnambool.
Dort haben wir zu dritt einen Escape-Room gemacht und sind dann bis nach Geelong durchgescheppert.
Ich werde diese unendlichen Weiten Australiens so sehr vermissen…
Donnerstag hab ich dann Mal wieder gekocht und wir haben ein bisschen ‚Dark‘ gesuchtet.
Freitags habe ich dann endlich Mal wieder Jo gesehen und war mit ihr auf den ‚Mill Markets‘, einem Vintage Warenhaus in Geelong.
Nach einem kurzen Trip nach Torquay mit kleiner Surfsession bei Sonnenschein bin ich dann mit dem Zug zurück nach Melbourne.
Den Abend habe ich dann noch mit Nicola, Carly und Lara ein Footy-Spiel im krass beeindruckenden MCG Stadium besucht. Die Regeln hab ich noch immer nicht ganz durchschaut, aber das Event selbst war es wert -vor allem weil wir durch Carlys MCG-Mitgliedschaft richtig gute Plätze hatten 😉
Nach einem kurzen nächtlichen Spaziergang über die White Night (ein Lichterspektakel in der Innenstadt) und Jam-Donuts an der Flinders Street habe ich dann bei Lara übernachtet.
Nur noch 14 Tage!

Adelaide aka meet the Karschimkuses

Montag in der Frühe bin ich nach Adelaide zu Levi geflogen, der dort auf Heimaturlaub war.
Ich wurde direkt Mal in seine super liebenswerte Hippie-Familie eingeführt, wo immer mindestens ein weiterer Mensch und ein weiteres Tier neben der eigentlichen Familie Zuhause ist.
Wir sind Frühstücken gegangen und es war herrlich: alle in Levis Familie sind wahnsinnig herzlich.
Zusammen mit Levi hab ich dann seinen besten Freund besucht, Mount Lofty (höchster Punkt in Adelaide) ausgecheckt und in einer lokalen Brauerei in den umliegenden Weinbergen Pie gegessen.
Wir haben wie immer eine Tour durch sämtliche OP Shops gemacht und am Abend im Holzofen Flammkuchen gemacht.
Levis Familie wohnt in einer umgebauten Kirche, eigentlich ziemlich cool aber auch ein bisschen chaotisch!
Dienstags waren wir dann mit einer Freundin von Levi am Glenelg Strand Kaffee trinken und haben die Gegend ausgecheckt.
Wir waren auf den legendären Adelaide Markets und haben einen Abstecher nach Hahndorf gemacht, um einen von Levis Brüdern zu treffen.
Hahndorf ist ein deutsches Dorf, dass die komplette Bayernschiene fährt – ein bisschen bizarr.
Am Abend haben wir dann mit einem Cousin und noch ein paar Freunden Burger gegessen und ein Mario Kart- Tournament gespielt.

Wilson’s Prom

Freitags bin ich mit Luke Richtung südlichster Zipfel des australischen Festlands aufgebrochen.
Wilson’s Promontory wurde mir bereits mehrfach empfohlen und auch ich wollte dieses herrliche Fleckchen Erde bewandern.
Luke musste allerdings unterwegs noch ein paar Sachen an seinem vermieteten Haus reparieren und die Fahrt hat sich gezogen, sodass wir erst in der Dämmerung am Parkplatz im Nationalpark angekommen sind.
Tatsächlich war also der Plan, einen 4 Tages-Hike in etwas unter 2 Tagen zu machen.
Zusätzlich hat es am Abend ziemlich geregnet, sodass wir mit 10 Kilo auf dem Rücken und Stirnlampen durch die Dunkelheit und den Matsch gestolpert sind.
Den ersten Campingplatz haben wir dann direkt in das Lager für die Nacht umgewandelt und die Kälte mit tausenden Lagen Klamotten bekämpft.
Es ist allerdings schon ganz lustig, von einem Opossum mit Baby beäugt zu werden, während man den Essensbeutel mit einer Schnur am Dach der Rangerstation festbindet (selbiges Opossum hat auch die ganze Nacht randaliert und versucht, doch irgendwie unser Essen zu klauen).
Tag zwei hat dann deutlich weniger nass mit Blick vom Schlafplatz aufs Meer begonnen. Da wir aber wieder Mal ein bisschen langsamer waren als geplant -man muss die Sonne schon auskosten – haben wir kurzerhand den Plan des vollen Loops zum Leutturm umgeworfen und eine kürzere Route gewählt. Man braucht ja immer einen Grund, zurück zu kommen 😉
Die Natur hier umwerfend und das Wildlife geht gerne auf Tuchfühlung. Das Meer hat immer wieder durch die Bäume geglitzert oder am Strand in satten Farben gestrahlt.
Wir konnten sogar einem Seehund beim Surfen und einer Delfinschule beim fischen zusehen.
Weil uns 20 Kilometer mit Gepäck noch nicht genug waren, sind wir spontan noch 7 Kilometer an den Strand gerannt (wirklich jetzt!), um die Sonne kurz vor Untergang zu erwischen. Es hat sich gelohnt! Und wieder überall Sterne, die Milchstraße und Sternschnuppen. Ich werde es so vermissen.
Tatsächlich war der Wandertag auch dann noch nicht vorbei: wir haben beschlossen die Runde noch zu vollenden und weitere 7 Kilometer durch die Dunkelheit zurück zum Auto zu wandern und dort im Swag auf der Ladefläche zu schlafen um uns die morgendliche Wanderung zu ersparen und direkt nach Melbourne zu starten.

Definitiv ein magischer Ort!

Die Zeit rast…

Nach Tasmanien habe ich nochmal zwei Wochen in Melbourne verbracht:
Krankenhaus, arbeiten im Café, Spiel und Spaß in der vibrierenden Stadt.
Tatsächlich habe ich glaube ich mittlerweile sämtliche OP-Shops in einem Radius von 30km durchstöbert, war ein paar Mal Feiern und habe die kulinarischen Seiten Melbournes sehr ausgereizt. Mittlerweile bin ich ein kleiner Trivia-Night Profi geworden und hab einige Museen auch von innen gesehen.
Melbourne überrascht mich immer wieder: sei es die Installation des sonst in N.Y. beheimateten ‚Rain Rooms‘ oder spontane Open Stage mit wahnsinnig begabten und doch herrlich normalen Menschen aus dem Publikum im Pub.
Ich liebe es einfach, mit den lieben Menschen hier immer wieder neues zu entdecken und bin quasi keinen Abend Zuhause.
Es wird mir das Herz brechen, das alles gehen zu lassen.

Under Downunder

Diese Woche habe ich wie immer mit einer bunten Mischung aus Café, Freunden, Krankenhaus und gutem Essen verbracht. Ein Ausflug nach Geelong/Torquay mit Surfen war natürlich auch dabei.

Freitag Abend habe ich mich dann zusammen mit Lara aus Darmstadt in einen Flieger nach Hobart in Tasmanien gebracht. Tasmanien ist diese kleine Insel südlich von Australien – quasi under downunder.
Schon unsere Landung war ziemlich holprig -wegen des starken Windes mussten wir zweimal ansetzen.
Nachdem wir dann unseren Mietwagen eingesammelt haben sind wir in unser Hostel in Hobart gefahren und in die Betten gefallen.

Samstag früh ging es los mit den wunderschönen Salamanca Markets: Hand-Arbeiten, Nachhaltigkeit, leckeres Essen.
Anschließend sind wir mit dem Auto auf den Mount Wellington gefahren und wurden dort direkt Mal von einem Schneesturm überrascht. Krass und das in Australien?! Wir könnten fast nichts mehr sehen und kaum gerade laufen.
Anschließend sind wir ins MONA gefahren, eines der coolsten Museen für Kunst, in denen ich je war.
Definitiv einen Besuch wert.
Den Abend haben wir mit schön essen gehen und Research über Hikes in der Gegend ausklingen lassen…

Sonntag ging es dann über den winzigen Ort Richmond mit Bakery Stop zur Fähre zu Maria Island, von der aus wir Wale, Seehunde und Delfine sehen konnten.
Auf dieser kleinen Insel sind wir dann den Bishop & Clerk Track gelaufen. Leider konnten wir nicht ganz zum Gipfel kraxeln, weil wir die letzte Fähre um 3:30 erwischen mussten, aber es hat sich trotzdem gelohnt: endlose Weite, viel Grün, überall wilde Wombats (die süßesten Fellkugeln ever) und Kangaroos.
Mit der Sonne im Gesicht sind die doch eher kühlen Temperaturen auch aushaltbar. Die wunderschöne Ostküste Tasmaniens sah in das rosane Licht der untergehenden Sonne wunderschön aus, sodass ich hier nochmal im Sommer herkommen möchte.
Übernachtet haben wir in der klitzekleinen Siedlung Bichone, von der wir bis heute nicht wissen, wie man sie ausspricht.

Montags sind wir in der Frühe zum ‚Blowhole‘ gelaufen, wo das Meer durch ein Loch im Felsen bei Seegang in die Höhe geschleudert wird.
Den Rest des Tages haben wir im sonnigen Freycinet Nationalpark verbracht.
Der Hazard Beach Circuit hat dabei die meiste Zeit des Tages gefüllt. Wir haben den Delfinen in der Whineglass Bay zugeschaut und einen ganz normalen Montag im Winter mit den nackten Füßen im Sand genossen.
Nach einem kurzen Stop bei Sleepy Bay und einem Leuchtturm sind wir zurück nach Hobart und es uns noch einmal richtig gut gehen lassen (ich glaube ich mache in Deutschland einen Desertplace auf!!), bevor es zurück an den Flughafen ging.

Tasmanien hat mich nicht enttäuscht!