Exploring the area

Diese Woche war fast ein bisschen aufregend in Warrnambool!
Ich war quasi jeden Tag Surfen (oder sagen wir Mal zumindest im Wasser ;)) und habe meinen Holidaypass im ortsansässigen Fitnessstudio genutzt.
Im Krankenhaus war es diese Woche leider noch ein bisschen langweiliger als letzte Woche…

Mittwochs kam dann Joanna aus Geelong zu Besuch und wir haben zusammen Port Fairy besucht und waren dort auf Griffith Island am Leuchtturm spazieren. Das Wetter war wirklich gut und wir sind viel draussen gewesen. Ich meine sogar, einen Wal gesichtet zu haben!
Donnerstag sind wir nach selbstgemachten French Toast Frühstück dann zu den Grampians gefahren, ein kleines Gebirge eine gute Stunde inland. Dort haben wir bei strahlendem Sonnenschein Mount Abrupt bestiegen und wurden fast vom Gipfel gepustet.
Im winzigen Hamilton auf dem Rückweg gab es sogar erstaunlich guten Kaffee.

Nach Jos Abschied freitags war ich mit einem der langsam wieder zurück kehrenden Medizinstudenten Surfen bei Logan’s. Als ich so im Wasser saß, ist plötzlich etwas gegen mein Knie gestossen und als ich hingeguckt hab‘, bin ich kurz in Panik verfallen. Es war ein Hai!
Mein Herz hat angefangen ziemlich zu rasen und ich hab ihm auf die Schnauze gehauen und geschrien. Der Gute hat genauso erschreckt geguckt wie ich und ausser einem blauen Fleck an der Hand ist nichts passiert. Die Locals im Wasser sind alle ziemlich entspannt geblieben und scheinbar war dieses etwa 1 Meter lange Exemplar eher ungefährlich. Trotzdem hab ich mich des Todes erschrocken!

Freitags bin ich dann zu meiner Freundin Hara nach Portland gefahren. Ich kenne sie von meinem letzten Australien Aufenthalt und wir hatten uns auch in Berlin schon Mal wieder gesehen.
Ich hab mich tierisch gefreut, sie zu sehen!
Und sie wohnt mit ein paar anderen Leuten in einem kleinen Schloss mit Meerblick.
Zusammen waren wir ein wenig in der Umgebung unterwegs beim Cape Nelson und bei einem Dinner mit Freunden von ihr.
Samstags hat es leider immer wieder ziemlich geschüttet. Wir sind nach einem Frühstück ausser Haus trotzdem zu Cape Bridgewater gefahren, einem kleinen Strand, an dem ich die Möven gejagt hab. Wegen des Regens sind wir dann leider nicht den Seal-Walk zu den Robben entlanggewandert, aber haben uns bei Wind und Regen zum ‚Versteinerten Wald‘ gewagt, in dem es ein bisschen aussieht wie auf dem Mars.
Ziemlich nass haben wir die zweite Hälfte des Tages dann lieber Indoor mit Tischtennis, Billiard und Zimtschnecken backen verbracht. Der Abend war dann dank Kamin und Film sehr gemütlich.

Heute (Sonntag) bin ich dann wieder zurück nach Warrnambool gefahren und hab noch schnell Nichola aus Geelong zum Brunch getroffen, die hier eine Freundin besucht hat. Anschließend bin ich spontan noch mit Vince Surfen gegangen und die Session war richtig gut, weil ich endlich Mal ein paar kleinere Wellen gesurft bin. Eventuell macht es doch Sinn, den Anfänger Surfspot (Simons Waterfront) aufzusuchen und hier zu üben 😉
Am Abend hab ich dann auch meine Mitbewohner kennengelernt. Allesamt Medizinstudenten uns allesamt sehr freundlich. Endlich kommt Mal ein bisschen Leben in die Bude!

Warrnambool

Warrnambool selbst ist auf jeden Fall sehr langweilig, gibt sich aber trotzdem allerhand Mühe ein hübsches und niedliches Städtchen zu sein.
Der Strand mit der Walbeobachtungs-Plattform ist echt schön, es gibt ein paar nette Läden und eine Handvoll gute Cafés.
Ich hab hier einen escape room gemacht, bin fast jeden Tag am und manchmal im Meer (der winterliche Wind verträgt sich nicht mit den surfbaren Wellen), war sogar golfen auf einer Farm und döse so durch mein Leben. In Port Fairy in der Umgebung war ich auch einen Nachmittag, eben alles sehr ländlich.
Im Krankenhaus sind zwar die meisten Leute nett aber es ist auch viel im Weg stehen angesagt. Das Patientenclientel ist definitiv ein anderes -viele Farmer, viel psychische Belastungen.
Das beste an meinen Zimmer hier ist der Blick in den Sternenhimmel – Milchstraße inklusive (der Sternenhimmel in Austausch ist einfach schöner).
Übers Wochenende war ich dann doch lieber in Melbourne und habe einige Freunde getroffen und war mit den Paramedic Mädels feiern.
Ich freu mich schon jetzt auf meine Zeit dort!

Great Ocean Road

Etwas verspätet habe ich Levis Haus verlassen und mich mit meinem voll gepckten Auto auf der Great Ocean Road entlang Richtung Warrnambool aufgemacht.
Ich hab einen Zwischenstopp in Lorne bei Kaffee und Kuchen gemacht und immer Mal wieder bei Lookouts gehalten. Die Great Ocean Road ist definitiv einr wunderschöne Strasse und von Teddy’s Lookout über die Apollo Bay sowie den Kenneth River, an dem man Koalas, jede Menge Kakadus und Papageien in freier Wildbahn sehen kann, über die zwölf Apostel bin ich ewig lange gefahren.
Bei Johanna Beach habe ich sogar Mal wieder wilde Kängurus gesehen und bin im Dunkeln erst im ländlich verschlafenen Warrnambool angekommen.

Meine Mitbewohner und alle anderen Studenten sind gerade ausgeflogen in ihren zwei Wochen Urlaub und so ist in dieser Stadt noch mehr ‚tote Hose‘ angesagt als ohnehin schon.
Mal sehen, was sich hier so machen lässt, um der Langweile Einhalt zu gebieten.

Long time No hear

Lang‘ lang‘ ist’s her seit meinem letzten Update und meine Zeit in Geelong ist mittlerweile schon quasi rum.
Ich habe Levi auf seine Europareise verabschiedet und seitdem das Haus und Auto für mich alleine.
Ich war zwar fast jeden Tag im Krankenhaus, hatte aber trotzdem ausreichend Zeit, das Leben zu genießen.
Dementsprechend war ich einige Male am Meer (Wetter und Wellen leider nicht besonders gut, daher hab ich dann doch lieber nur geguckt oder Kaffee getrunken).

Ich war mit Paige und Jo, zwei Paramedics klettern und Bürger essen, habe mein eigenes Auto von James bekommen (Hallo Mobilität!), immer Mal wieder Leute getroffen und war über das Wochenende campen mit Freunden „von damals“.
Wir hatten erstaunlich gutes Wetter, haben irgendwo im nirgendwo im Yarra Valley gecampt und zwei Nächte hintereinander ein sehr rauchiges Lagerfeuer gemacht. Es hat ziemlich viel Spaß gemacht: von Drohnen fliegen über Stockbrot lehren, Lagerfeuer-Trink-Spielen, Ausflügen zu Wasserfällen und Kaffees in der nächsten Ortschaft war alles dabei.
Ich hatte mir von Levi seinen Swag (=Kombi aus Matratze und Zelt mit dicker Plane) geliehen aber das Gestänge nicht mitgebracht, also die kalten Nächte in einer selbstgebauten Konstruktion aus der Hülle verbracht.
Wieder einmal auffällig ist, wie viel mehr Sterne man hier am Himmel entdecken kann. Wenn die untergehende Sonne durch die gigantisch hohen Bäume glitzert kann man gar nicht anders, als sich in dieses Land zu verlieben.
Montags hat es leider Mal wieder geregnet, sodass wir dann früher wieder Richtung Stadt aufgebrochen sind.

Meine letzte Woche in Geelong war ich noch ein paar Mal am Meer, habe ein bisschen Sonne genossen, war nochmal klettern, mit Jack/Nicola/Jo beim Pubquiz, mit Paige nochmal surfen und mit Nicola und Jo in einem weiteren Escape Room.
Heute ist Freitag und der letzte Tag im Krankenhaus für mich. Ich hab Zimtschnecken gebacken und werde heute Abend den Tag zusammen mit den anderen Studenten, die heute ihre letzte Klausur schreiben in der örtlichen Brauerei ‚Little Creatures‘ feiern.

Geelong & the area

Ich bin nach wie vor viel im Krankenhaus und lerne einiges, immer Mal in anderen Disziplinen.
Nebenzu war ich mit einigen Rettungssanitätern und Nicola aus der Klinik bei einem Pubquiz, habe einen escape room mit Levi geknackt (super cool!) und war mit einer anderen Studentin in einem Varieté mit mitternächtlicher heisser Schokolade.

Samstag bin ich mit Nicola in der Gegend um Ocean Grove, Bells Beach und Point Londsdale auf der Halbinsel am Meer gewesen mit vielen kleinen schönen Cafés und Läden.
Sonntag war ich dann noch mit Levi in Torquay am Strand mit gefühlt einer Millionen Hunden. Die Leute hier leben ein so fantastisches Leben 😉
Ich hab auch endlich mein repariertes Surfbrett wieder, das heisst bald geht es los!