In der Frühe sind wir in Rio eingetrudelt, die Stadt meines Herzens. Es gab kurz etwas Stress, alle Schäfchen einzufangen, denn wir waren eine ziemlich grosse Berliner Truppe. Nach exzessivem Shopping für die outfits der nächsten Tage sind die anderen noch zu einem Bloco, während Angelo und ich die Ruhe vor dem Sturm genossen haben.
Und der Sturm kam. Sehr stürmig.
Fünf Tage quasi im glitzernden Fiebertraum, mit so viel Spaß aber auch verdammt anstrengend. Es hat sich gelohnt und im Nachhinein hätte man es wie immer noch mehr genießen sollen.
Die Wege trennten sich dann und Angelo und ich sind nach Nilópolis, endlich seine Familie überraschen, die nicht den blassesten Schimmer hatten, dass er kommen würde.
Ich habe dann noch ein bisschen Zeit in Rio selbst mit meinen Freunden verbracht (neben ein bisschen Touri auch einfach mal ein paar Erledigungen) und dann auch gemeinsam mit Angelo nochmal einige Zeit mit seinen Freunden (dich ich aber auch einfach sehr lieb gewonnen habe). Ein bisschen post Karneval mit Techno Bloco um 5 in der Frühe war auch dabei, sowie eine weitere Nacht bei Angelo’s Eltern, bevor es wieder in den Flieger nach Porto Seguro ging.
Archiv des Monats: Februar 2026
Pati Valley 2.0
In Lençois sind wir alle recht fertig angekommen und haben es gerade noch so geschafft, gemeinsam im süssen Stadtkern zu Abend zu essen.
Am nächsten Morgen ging es recht früh auch schon los zum Pati Valley Hike mit meinem Kumpel/Guide Rodrigo. Das Abenteuer begann direkt damit, einem verunglückten Auto aus dem Schlamm/Abgrund zu helfen und dann ging es offline für fast 3 Tage.
Dafür wurde die Seele aufgeladen. Mit einer munteren Truppe sind wir über Stock, Stein, Schlamm und haben wie auch vor zwei Jahren beste Aussichten und Natur genossen. Wir haben viel gelacht, manchmal geflucht, in den roten Flüssen gebadet und bei den Locals bestes Essen genossen.
Es war schön, das alles mit Angelo und Berliner Freunden zu teilen.
Dann haben wir post-hike noch eine Einführung in das Prinzip des Rodízio bekommen und unsere Bäuche mit Pizza vollgeschlagen.
Die Fahrt nach Salvador war dann einfach wieder viel Autozeit, aber mit der richtigen Gesellschaft geht auch das rum.
Der Abend in Salvador war vom Prä-Karneval geprägt und wurde mit Streetfood abgerundet, bevor es nach sehr kurzer Nacht schon wieder an den Flughafen nach Rio ging.
Itacaré
Wir sind in einem ziemlich wilden Ritt über Panama City, wo wir extrem guten baskischen Käsekuchen gegessen haben (don’t ask), unseren Coffein-Intake um 200% mit wahnsinnig gutem Café gesteigert haben (war nötig nach nur 3h Schlaf) und viel rumgelaufen sind/ kurz den Panamakanal ausgecheckt haben bis nach Salvador gelangt (mitten in der Nacht). Am Vormittag sind wir auch dort noch etwas spaziert und haben das Bahia-Comeback genossen, bevor wir über die Fähre (mit Drogenring-Festnahme) mit dem Mietwagen nach Itacaré gedonnert sind.
Dort haben wir Maike & Jiotis bei Caipirinha und Moqueca (was auch sonst???) getroffen. Berlin Reunion!
In Itacaré, wo ich mich immer zuhause fühle, waren wir viel an verschiedenen Stränden (dank Mietwagen diesmal auch flexibel), einmal auch surfen (habe im Wasser alle meine alten Surflehrer getroffen), haben insgesamt eine richtig gute Zeit gehabt. Sonne und tolle Strände und das Meer – und obendrauf der gute Vibe von Bahia.
Zu viert ging es dann mit dem Auto 8h bis nach Lençois (mangels Autobahn und durch viele Speedbumps und tausend zu ünerholende Trucks dauert hier alles sehr lange). Als Highlight (Jiotis würde zustimmen!) gab es einen Stop in einer legendären Churrasceria.
Corn Islands
Warum auch immer sind auf den Corn Islands keine Gewürzgurken gewünscht, jedenfalls darf man sie beim Einchecken nicht im Handgepäck haben.Angelo war etwas enttäuscht, wie „gross“ das Flugzeug war, ich würde sagen ich bin froh, dass es wenigstens 20 Personen transportiert und die Propeller nur am den Tragflächen sind. Start und Landung waren wackelig genug, aber es hat sich gelohnt. Bei strahlendem Sonnenschein sind wir direkt vom Flughafen auf ein Boot gehüpft und wurden karibisch mit Creol und guten Vibes empfangen. Die 30minütige Bootsfahrt war witzig aber sehr holprig und noch viel nässer. Aber little corn island ist ein Paradies. Wir sind zwei Kanadiern gefolgt, die uns während der Bootsfahrt mit Rum versorgt haben und ins gleiche „Hotel“ für 10 Euro die Nacht eingecheckt. Dann gab es mangels Lunch erstmal Fisch (für Angelo) und Happy hour direkt am Strand. Der Sonnenuntergang war ebenfalls spektakulär und mit der Aussicht auf Tauchen am nächsten Tag sind wir früh eingeschlafen. Der nächste Morgen begann leider mit Regen und nach einem hastigen Frühstück haben wir uns auf den Weg zur Tauchschule gemacht. Auf halber Strecke haben wir wegen der Sturmwarnung am Pier nachgefragt, wie es für den nächsten Tag mit Booten aussieht und eine sehr vage Aussage erhalten. Nach kurzem Hin und Her haben wir auf dem Absatz umgekehrt, unsere Rucksäcke geschnappt und sind auf das vermutlich letzte Boot für eine Weile gesprungen. Das war es erstmal mit Tauchen, aber wir konnten nicht riskieren, den Flug zurück nach Managua und dann dadurch den nach Brasilien zu verpassen. Die Bootsfahrt war auch wirklich nicht angenehm, mit Regen und sich über die Reeling übergebenen Menschen. Zurück auf Big Corn Island mussten wir das erstmal mit Kaffee & Kuchen kompensieren. Da alle unsere Pläne zerschlagen und das Wetter sehr stürmisch mit teilweise starkem Regen war, waren die nächsten Tage etwas unspektakulär. Wir sind sehr viel rumgelaufen, haben gekocht oder auswärts gegessen (und immer schön Kaffee & Kuchen), viel gegammelt. Die Island Gym war auch witzig und man kann sich wirklich gut vorstellen, wie schön es hier bei gutem Wetter ist. Die Leute sind im Vergleich zum Festland sehr viel karibischer, sprechen Creol und sehen auch anders aus. Mit dem kleinstmöglichen Flugzeug (was Angelo sehr gefreut hat) ging es dann zurück nach Managua.Auch hier haben wir unsere Zeit viel mit Rumlaufen, Gym, Essen/Café, Kino und ein paar Orte wie einen bekannten Park und den Puerto Allende abchecken verbracht. Heute hieß es dann den 3Uhr Flug nach Panama City zu nehmen, doch eine eher undankbare Zeit. Aber es war super schön und wir kommen gerne wieder, wenn Wellen-Saison ist.