CARNAVAL

In der Frühe sind wir in Rio eingetrudelt, die Stadt meines Herzens. Es gab kurz etwas Stress, alle Schäfchen einzufangen, denn wir waren eine ziemlich grosse Berliner Truppe. Nach exzessivem Shopping für die outfits der nächsten Tage sind die anderen noch zu einem Bloco, während Angelo und ich die Ruhe vor dem Sturm genossen haben.
Und der Sturm kam. Sehr stürmig.
Fünf Tage quasi im glitzernden Fiebertraum, mit so viel Spaß aber auch verdammt anstrengend. Es hat sich gelohnt und im Nachhinein hätte man es wie immer noch mehr genießen sollen.
Die Wege trennten sich dann und Angelo und ich sind nach Nilópolis, endlich seine Familie überraschen, die nicht den blassesten Schimmer hatten, dass er kommen würde.
Ich habe dann noch ein bisschen Zeit in Rio selbst mit meinen Freunden verbracht (neben ein bisschen Touri auch einfach mal ein paar Erledigungen) und dann auch gemeinsam mit Angelo nochmal einige Zeit mit seinen Freunden (dich ich aber auch einfach sehr lieb gewonnen habe). Ein bisschen post Karneval mit Techno Bloco um 5 in der Frühe war auch dabei, sowie eine weitere Nacht bei Angelo’s Eltern, bevor es wieder in den Flieger nach Porto Seguro ging.

Pati Valley 2.0

In Lençois sind wir alle recht fertig angekommen und haben es gerade noch so geschafft, gemeinsam im süssen Stadtkern zu Abend zu essen.
Am nächsten Morgen ging es recht früh auch schon los zum Pati Valley Hike mit meinem Kumpel/Guide Rodrigo. Das Abenteuer begann direkt damit, einem verunglückten Auto aus dem Schlamm/Abgrund zu helfen und dann ging es offline für fast 3 Tage.
Dafür wurde die Seele aufgeladen. Mit einer munteren Truppe sind wir über Stock, Stein, Schlamm und haben wie auch vor zwei Jahren beste Aussichten und Natur genossen. Wir haben viel gelacht, manchmal geflucht, in den roten Flüssen gebadet und bei den Locals bestes Essen genossen.
Es war schön, das alles mit Angelo und Berliner Freunden zu teilen.
Dann haben wir post-hike noch eine Einführung in das Prinzip des Rodízio bekommen und unsere Bäuche mit Pizza vollgeschlagen.
Die Fahrt nach Salvador war dann einfach wieder viel Autozeit, aber mit der richtigen Gesellschaft geht auch das rum.
Der Abend in Salvador war vom Prä-Karneval geprägt und wurde mit Streetfood abgerundet, bevor es nach sehr kurzer Nacht schon wieder an den Flughafen nach Rio ging.

Itacaré

Wir sind in einem ziemlich wilden Ritt über Panama City, wo wir extrem guten baskischen Käsekuchen gegessen haben (don’t ask), unseren Coffein-Intake um 200% mit wahnsinnig gutem Café gesteigert haben (war nötig nach nur 3h Schlaf) und viel rumgelaufen sind/ kurz den Panamakanal ausgecheckt haben bis nach Salvador gelangt (mitten in der Nacht). Am Vormittag sind wir auch dort noch etwas spaziert und haben das Bahia-Comeback genossen, bevor wir über die Fähre (mit Drogenring-Festnahme) mit dem Mietwagen nach Itacaré gedonnert sind.
Dort haben wir Maike & Jiotis bei Caipirinha und Moqueca (was auch sonst???) getroffen. Berlin Reunion!
In Itacaré, wo ich mich immer zuhause fühle, waren wir viel an verschiedenen Stränden (dank Mietwagen diesmal auch flexibel), einmal auch surfen (habe im Wasser alle meine alten Surflehrer getroffen), haben insgesamt eine richtig gute Zeit gehabt. Sonne und tolle Strände und das Meer – und obendrauf der gute Vibe von Bahia.
Zu viert ging es dann mit dem Auto 8h bis nach Lençois (mangels Autobahn und durch viele Speedbumps und tausend zu ünerholende Trucks dauert hier alles sehr lange). Als Highlight (Jiotis würde zustimmen!) gab es einen Stop in einer legendären Churrasceria.