Itacaré

Am Nachmittag bin ich in Itacaré angekommen – einfach mein happy place. Ich habe meine Sachen mit Açai Zwischenstopp ins Hostel getragen und direkt die Horden an Israelis bemerkt, was leider wirklich extrem anstrengend ist. Dann habe ich noch JP und eine Freundin von ihm für einen Sonnenuntergangscaipi in der Deck Bar getroffen, bevor ich zur Massage gegangen bin. Zum Abendessen haben wir uns wieder zusammengefunden, es ging aber früh ins Bett, da meine Tage hier durchs surfen immer früh beginnen.
Ich bin zur gleichen Surfschule wie letztes Jahr und tatsächlich sind die noch ein bisschen besser und professionell geworden.
Ich hatte eine richtig gute Zeit in Engenhoca und habe (teilweise mit Hilfe) einige Wellen bekommen. Hinterher wird alles per Videoanalyse auseinandergenommen, das hilft manchmal schon.
Ansonsten steht hier nachmittags immer gemeinsames Lunch/gutes Essen, mal Gym, mal Beauty, mal Yoga und Massage, mal Wäsche waschen/ Erledigungen auf dem Programm. Abends kann man die sicheren Strassen langflanieren und das Treiben beobachten. Dieser Ort ist einfach wunderbar (wobei ich schon denke, dass Surfen seinen Löwenanteil beiträgt). Die Strände sind auch super schön und nett, die Locals entspannt und das Essen überall gut. Wer möchte, kann sich auch im Nachtleben verlieren, aber dafür bin ich meistens zu müde – Höchstens ein bißchen Capoeira zusehen oder Samba genießen. Könnte hier durchaus länger bleiben!

Morro do Sao Paulo

Der Katamaran war entgegen allem, was man online so liest, nicht wirklich wild. Ich bin wohlbehalten auf Morro do Sao Paulo angekommen und habe mein ganzes Geraffel circa 25 Minuten (hatte mich leider etwas verlaufen, dafür gab es einen Açai Zwischenstopp) bis zum Hostel geschleppt. Autos gibt es hier keine, man kann sich jedoch einen Schubkarren mieten, in dem das Gepäck gekarrt wird. Ich zog es jedoch vor, meine Sachen selbst bis in das schöne Hostel inmitten des Urwalds zu tragen. Ich hatte super Glück und habe direkt eine Deutsch kennengelernt, mit der ich den Rest des Tages verbracht habe. Wir haben eigentlich Nonstop gequatscht. Nach einem kurzen Stopp an meiner Tauchschule waren wir noch am 1. Strand und haben den Sonnenuntergang mit Musik am Leuchturm genossen. Da Anna auch mindestens vegetarisch ist haben wir uns schnell auf Abendessen einigen können und aben mit den Füssen im Sand direkt am Meer dinniert.
Nach einem Caipi bin ich auch schon ins Bett, da mein Tauchgang am nächsten Tag aufgrund der Gezeiten schon um 6 begann. Mittlerweile liebe ich es fast, so früh wach zu sein. Besonders an Orten wie hier ist es dann noch sehr ruhig und eine ganz besondere Stimmung kommt auf. Nach 2 Tauchgängen, die gekrönt wurden durch eine Schildkröte, mehrere Muränen und Tintenfische, hatte ich zwar das vegane Frühstück im Hostel verpasst, aber schnell etwas gesnackt. Dann sind Anna, ein Freund von ihr und ich an den Praia Gamboa gelaufen – einfach so wunder wunder schön und entspannt. Man kann sich mit Ton einschmieren für gute Haut, kalte Kokosnüsse in der Hängematte schmecken lassen und wie wir bei Reggae Musik in der Sonne lesen.
Zurück ging es dann mit dem Bootstaxi und wegen grossem Hunger haben wir direkt wieder vegetarisches Essen aufgespürt. Abends erwacht hier der Marktplatz zum Leben: Verkäufer, Shops, Drinks, Capoera Shows – man kann gut schlendern.
Der Morgen heute begann mit einem Lauf bis an den 5. Strand, dadurch konnte ich mir auch den Teil der Insel mal ansehen. Nach dem sehr leckeren Frühstück im Hostel ging es dann auch schon wieder mit dem Boot nach Valença (schon krass, wie tot eine kleine brasilianische Stadt an einem Sonntag sein kann) und von dort mit dem Bus nach Itacaré – einem meiner Lieblingsorte vom letzten Jahr. Nach 30 mins mit vollstem Gepäck durch die Hitze laufend habe selbst ich mich etwas über die Klimaanlage im Bus gefreut.

Salvador

Ich bin quasi direkt an den Strand, um noch etwas vom Tag zu haben. Später waren wir noch in Cafe e Cana etwas zu Abendessen. Und sind durch das Centro Historico, was ich im letzten Jahr schon sehr hübsch fand. Wir haben uns noch kurz ein paar Leuten aus meinem Hostel in eine Samba-Bar angeschlossen. Ich liebe einfach Bahia für seine Vibes!Nachdem ich am nächsten Morgen früh im Gym war, habe ich mit Leo getroffen, den ich noch vom letzten Jahr kenne. Wir waren lecker frühstücken und am Strand. Auch in Stadtnähe ist das Wasser einfach wunderschön hier.Zum Mitagessen bin ich mit Gizem zur Bar da Monica, die ich letztes Jahr mega fand. Man muss mit dem Boot hinfahren und kann dort lecker Moqeca essen. Leider war es diesmal rappelvoll und wir haben ewig auf unser Essen gewartet – also nicht ganz so beeindruckend wie letztes Jahr. Im Anschluss haben wir noch Freunde von Gizem am Strand getroffen und am Abend sind noch einige Leute losgezogen in eine Bar, in der es Livemusik gab.Heute in der Früh habe ich etwas Sport gemacht und bin nun dezent verspätet und noch durch meinen Uberfahrer erschwert, der meinte alle Wege besser zu kennen als das Navi, zum Catamaran gehetzt, der mich nach Morro do Sao Paolo bringen soll.

Porto de Galinhas & Aracaju

Von Pipa aus mussten wir leider wieder viel Autofahren. Wir sind bis nach Porto de Galinhas gescheppert, einem kleinen Urlaubsort, der besonders bei Brasilianern beliebt ist. Dementsprechend hat er wieder eine Bummelmeile und diverse ramschige Shops. Wir haben eine Runde gedreht, Abendessen erbeutet und sind am nächsten Morgen zusammen am Strand joggen gegangen (eventuell etwas zu spät, die Hitze hat uns in die Knie gezwungen).Dann sind wir weiter bis nach Aracaju – einem größeren aber ähnlich aufgebautem Urlaubsort. Diese Tage waren eher ätzend und einfach nur viel Fahrerei.Von Aracaju aus haben wir vor unserer Endhaltestelle noch einen Stop in Praia do Forte gemacht, angeblich einer der schönsten Strände Brasiliens. Es war sehr nett, wir haben uns ausgiebig verpflegt und sind dann endlich in Salvador angekommen!

Pipa

Pipa ist ein extrem netter kleiner Strandort mit diversen Surfspots. Wir haben abends auf der belebten Strasse noch eine Runde gedreht und uns gleich wohlgefühl, bei Pizza, Caipirinha und dem Zuschauen der Skater. Es ist sicher auf den Strassen und eine gute Mischung zwischen Surfern und Strandurlaubern. Diverse Restaurants bieten jede Cuisine und Preisklasse. So sieht es auch mit den Unterkünften aus. Unsere war recht fancy aber günstig und der Besitzer (ein deutscher Auswanderer) hat uns gleich ins Herz geschlossen und uns ein kostenloses Upgrade in ein doppelt so grosses Zimmer mit Balkon gegeben und sich beim Frühstück immer mal zum Quatschen zu uns gesetzt. Wir haben direkt am ersten Tag mit dem Surfunterricht gestartet – und nichts macht mich bekanntlich glücklicher. Wir haben einen langsamen Tag am Praia Principal (eher überlaufen) genossen und ich war nochmal im Gym, bevor es zur Videoanayse ging. Ist immer sehr unterhaltsam. Surfen schlaucht aber immer auch und wir sind jeden Abend früh ins Bett (auch weil die Stunden teilweise zu unchristlichen Zeiten begannen).Am zweiten Tag im Paradies sind wir mit dem Auto zur Barracco do Chico gefahren und sind dort am Strand sonnenbaden und spazieren gewesen. Der kleine Trip aus Pipa raus lohnt sich auf jeden Fall für den wunderschönen, leeren Strand. Das vorgezogene Abendessen gab es bei Donna Branca, wo man sich am Brasilianischen Buffet so viel auftun kann, wie man will und trotzdem nicht viel bezahlt (und als Vegetarier genausoviel, wie wenn man sich Fleisch grillen lässt- willkommen in Brasilien)Am dritten Tag hatte Gizem morgens Stunde und ich erst mittags, also haben wir den Tag weitestgehend getrennt verbracht. Ich bin in der Früh mit aufgestanden und vom Stadtstrand zum Praia de Golfinos gejoggt (oder auch über Steine geklettert, was sowieso nur bei Ebbe möglich ist). Und siehe da: es tummelten sich wirklich ein paar Delfine in der Bucht! Ich bin noch weiter bis zum Strand am Tag davor gerannt und zurück. Dabei kam ich auch am Praia de Madeiro vorbei, wo Gizem gerade die Surfstunde hatte. Mit Kaffee und Pistazien Croissant ausgestattet habe ich es irgendwann nach Hause geschafft.Ich habe im Garten am Pool relaxed, bis meine Surfstunde an Lajao begann – dem Spot mitten in der Stadt. Die Stunde war dank Clara als Coach richtig gut und ich habe mehrfach Schildkröten gesehen. Am Nachmittag haben Gizem und ich noch unsere im Surfpaket beinhaltete Massage wahrgenommen und dann sind wir fast schon wieder ins Bett gegangen. Der letzte Tag an diesem lieben Ort, an dem wir uns schon wie zuhause fühlen, begann für mich schon um 4:30 – denn der Sunrise Surf am Praia do Amor sollte um 5 starten. Das Licht war sagenhaft und das Lineup leer, was womöglich an den nicht wirklich guten Wellen gelegen hat. Ich hatte trotzdem Spaß und quasi einen privaten Lehrer. Nach Dusche, Frühstück, Hängematte und Packen, war auch Gizem wieder da und wir haben uns schweren Herzens ins Auto gesetzt und sind über Joao Pessoa (mit Açai-Stop, nicht weiter erwähnenswert) bis nach Porto de Galinhas gefahren.