Morro do Sao Paulo

Der Katamaran war entgegen allem, was man online so liest, nicht wirklich wild. Ich bin wohlbehalten auf Morro do Sao Paulo angekommen und habe mein ganzes Geraffel circa 25 Minuten (hatte mich leider etwas verlaufen, dafür gab es einen Açai Zwischenstopp) bis zum Hostel geschleppt. Autos gibt es hier keine, man kann sich jedoch einen Schubkarren mieten, in dem das Gepäck gekarrt wird. Ich zog es jedoch vor, meine Sachen selbst bis in das schöne Hostel inmitten des Urwalds zu tragen. Ich hatte super Glück und habe direkt eine Deutsch kennengelernt, mit der ich den Rest des Tages verbracht habe. Wir haben eigentlich Nonstop gequatscht. Nach einem kurzen Stopp an meiner Tauchschule waren wir noch am 1. Strand und haben den Sonnenuntergang mit Musik am Leuchturm genossen. Da Anna auch mindestens vegetarisch ist haben wir uns schnell auf Abendessen einigen können und aben mit den Füssen im Sand direkt am Meer dinniert.
Nach einem Caipi bin ich auch schon ins Bett, da mein Tauchgang am nächsten Tag aufgrund der Gezeiten schon um 6 begann. Mittlerweile liebe ich es fast, so früh wach zu sein. Besonders an Orten wie hier ist es dann noch sehr ruhig und eine ganz besondere Stimmung kommt auf. Nach 2 Tauchgängen, die gekrönt wurden durch eine Schildkröte, mehrere Muränen und Tintenfische, hatte ich zwar das vegane Frühstück im Hostel verpasst, aber schnell etwas gesnackt. Dann sind Anna, ein Freund von ihr und ich an den Praia Gamboa gelaufen – einfach so wunder wunder schön und entspannt. Man kann sich mit Ton einschmieren für gute Haut, kalte Kokosnüsse in der Hängematte schmecken lassen und wie wir bei Reggae Musik in der Sonne lesen.
Zurück ging es dann mit dem Bootstaxi und wegen grossem Hunger haben wir direkt wieder vegetarisches Essen aufgespürt. Abends erwacht hier der Marktplatz zum Leben: Verkäufer, Shops, Drinks, Capoera Shows – man kann gut schlendern.
Der Morgen heute begann mit einem Lauf bis an den 5. Strand, dadurch konnte ich mir auch den Teil der Insel mal ansehen. Nach dem sehr leckeren Frühstück im Hostel ging es dann auch schon wieder mit dem Boot nach Valença (schon krass, wie tot eine kleine brasilianische Stadt an einem Sonntag sein kann) und von dort mit dem Bus nach Itacaré – einem meiner Lieblingsorte vom letzten Jahr. Nach 30 mins mit vollstem Gepäck durch die Hitze laufend habe selbst ich mich etwas über die Klimaanlage im Bus gefreut.

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