Beim Verlassen des Hotels, sind die Straßen kaum wiederzuerkennen: Es scheint als würde Da Nang tagsüber seine vietnamesische Seite herausholen. Jetzt sieht es hier schon viel mehr nach Asien aus, mit all den bunten Marktständen, dem Verkehr (man hupt hier so richtig gerne) und den vielen wuseligen Vietnamesen.
Wir streunern durch die Straßen und bestaunen die Stadt.
Der Besuch auf dem Einheimischen-Han-Markt ist interessant, jeder grüßt freundlich. Generell gibt es in dieser Statd kaum Touristen. Auch mal angenehm!
Der Con-Markt ist noch abgefahrener. Die Fleisch-Abteilung mit ihrem penetranten Verwesungsgeruch schlägt sogar angehende Mediziner in die Flucht und als wir dann noch zusehen, wie die Schädel von Wasserbüffeln enthirnt werden, werde ich endgültig zur überzeugten Vegetarierin. Irks!
Als wir mit vermutlich leicht verwirrtem Blick nach der Bushaltestelle für den Bus nach HoI An suchen, spricht uns ein Easy Rider an. Das sind Vietnamesen, die einem anbieten, mit dem Motorrad anstatt dem Bus zur nächsten Stadt zu fahren. So kann man anhalten wo man mag und bekommt noch ein paar Infos aus erster Hand.
Da die Tour nur geringfügig teurer als der Bus ist willigen wir ein.
Um 12 holen uns zwei Easy Rider vom Hotel ab und es geht auf dem viel bequemeren Gefährt als den üblichen Rollern los. 1. Halt: eine riesige, weiße und weibliche Buddha Statue auf einem Berg. Hier gibt es nebenbei noch einen chinesischen Tempel und einen umwerfenden Blick über das Meer (bekanntlich meine große Liebe).
Als einzige westliche Touristen werden wir häufig/ skeptisch beäugt.
Nächster Halt: China Beach. 30km Sandstrand, der gerade vom Tourismus erschlossen wird (erkennbar an sämtlichen Baustellen, die riesige Lixisresorts erwarten lassen). Mit Sand unter den Füßen und dem Meer, was die Zehen umspült kann man nicht anders als grinsen. Letzer Stop: Marble Mountains. Diese Marmorberge muss man eigenhändig (-füßig?!) erklimmen. Eine schnatternde Menge asiatischer Touristen begleitet und überfordert uns völligst. Oben auf dem Berg wird man mit Ausblick aufs Meer, kleinen Höhlen und Buddha-Statuen belohnt. Am Fuße des Berges reiht sich eine Bildhauerei neben der anderen auf. Wunderschöne Stücke nur leider nicht für den Backpack gemacht.
In einem Café machen wir einen Zwischenstopp für kalte Getränke. Nun fangen die Easy-Rider an, ihre Touren anzupreisen. War ja klar, dass sowas noch kommt!
Die Tour durch das bergige Inland und den Djungel abseits der viel befahrenen Wege klingt super und ist bestimmt jeden Dollar wert, aber leider zu teuer für unseren Geldbeutel. Etwas enttäuscht bringen unsere Fahrer uns zum Hong Cong Homestay in Hoi An.
Wir checken ein und gehen dann das kleine Städtchen erkunden. Da der Vietnam-Krieg die Altstadt verschont hat, ist es wunderschön hier. Häuser im französischen Kolonialstil reihen sich mit Lampinions geschmückt an einem Kanal auf, auf dem Boote und nach Einbruch der Dunkelheit auch Kerzen schwimmen. Viele reizende Läden sind fein rausgeputzt. Dementsprechend tummeln sich hier die Touris. Nachteil: man wird wieder nonstop angequatscht und jeder will einem was verkaufen, vor allem Maßanzüge und Schuhe. Die Geschäftstüchtigkeit schlägt uns eher in die Flucht, den es ist ziemlich nervig ständig vollgeschwallt zu werden, wenn man bloß mal stöbern möchte.
Am Fluß lassen wir uns zu einem Dinner überreden, später denken wir es wäre besser gewesen die Marktstände oder Einheimischen-Restaurants auszuprobieren.
Morgen eben 😉
Tag 27, Da Nang -> Hoi An
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