Auf nach Flores

Mit dem Shuttle, das man bezahlen muss (25 Q) aber sonst auch keine andere Wahl hat, ging es zurück nach Lanquin.
Dort angekommen wollten wir uns nach einem geeigneten Shuttle nach Flores umsehen, da das von Hotel angebotene viel zu teuer erschien (185 Q).
Der erste Kerl, der mit dem Hostel zusammen arbeitet, bot uns 130 Q an, somit schonmal deutlich billiger. Als wir ihm von anderen Preisen berichteten, meinte er nur ‚Jaa da kommt ja die Fähre noch dazu‘.
Wir beschlossen lieber noch zu warten und haben mit anderen gequatscht, die von ihrem Hostel durchaus Besseres zu bekommen vermochten.
Das nächste Angebot war dann direkt 110 Q und der Verkäufer meinte, ‚Wer hat euch erzählt man muss die Fähre extra bezahlen?‘. Sein Kumpel, der Lügner, stand direkt neben dran, als wir auf ihn deuteten, hoffentlich hat er sich wenigstens ein bisschen geschämt.
Das ganze Hin und Her und ein paar andere Kleinigkeiten haben also letztendlich dazu geführt, dass ich vom Utopia Hostel eher abraten würde und stattdessen für zukünftige Reisende das Chi Bocol Hostel empfehlen.

Und dann passierte es tatsächlich: der Bus ging nach 2 Stunden Fahrt kaputt. Wir Touris saßen gestrandet irgendwo im Nirgendwo an einer großen Straße und mussten darauf warten, das man uns rettete. Oder das man den Bus rettete. Was passiert war? Der Fahrer hatte vergessen zu tanken. Kann ja Mal passieren. Der Tank hatte aber dadurch Luft gezogen und wir mussten einen Inbus-Schlüssel auftreiben, der auf das zu öffnende Ventil passte. Dann war allerdings die Batterie leer, sodass 10 Gringos den Bus den Berg hoch schoben, bis dieser dankeswerterweise wieder ansprung.
Die Busfahrt dauerte wieder einmal ein bisschen mehr als 11 Stunden, immer wieder unterbrochen von unnötigen und nervig langen Pausen.
Im Dunkeln kamen wir dann in Flores an, nicht ohne noch einen ‚Coyoten‘, der wie immer versucht, einem Dinge anzudrehen, weil alles andere jetzt ‚auf jeden Fall geschlossen sind‘. Wie immer Bullshit.
Unser Hostel ist leider doch auch deutlich mieser und teurer als gedacht. Im Norden Guatemalas ist irgendwie der Wurm drin.
Egal, Essen gekocht, Besorgungen gemacht und eine Tour nach Tikal um 4:30 gebucht und damit wieder Mal ‚viel zu spät‘ ins Bett gegangen…
Buenas noches!

Semuc Champey

Nach Selfmade-Frühstück haben Lousia und ich den Tag mit einer Runde Yoga eingeleitet.
Im Anschluss haben wir ein Mücken- und Sonnenschutz-Bad genommen und sind am wunderbar grünen Fluss entlang bis zu den Semuc Champey Pools gelaufen.
Der Weg dorthin hat uns bei den Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit ziemlich ins schwitzen gebracht. Zwei Mädels aus Neuseeland hatten leider ihr Geld vergessen, aber nach einer kurzen Diskussion mit der Frau an der Kasse durften die zwei sogar umsonst rein.
Die Pools sind atemberaubend schön. Mit ihrem klaren Wasser, das grünlich erscheint und den etageweisen Pools mitsamt kleiner Wasserfälle könnte man fast meinen, man ist im Paradies angelangt.
Wir haben einige Zeit in den Becken verbracht und sind zuletzt noch einen Weg den Berg hoch geklettert, um die ganzen Pools noch quasi aus der Vogelperspektive zu bestaunen.
Kurz bevor wir wieder unten ankamen, ging ein richtiger Monsun los. Wir haben uns ein wenig mit dem anderen Besuchern unter das Dach am Ausgang gekauert, aber es schien nicht weniger zu werden.
Unser geplantes Tubing ist daher leider ausgefallen, in der mittlerweile braunen Suppe wäre es eh nicht wirklich schön gewesen.
Ein 4×4 unseres Hostels hat uns an der Strasse, die fast schon als Fluss gilt, abgeholt und nach einer heissen Dusche haben wir uns mit einem Buch ins Bett gekuschelt und den Nachmittag ziemlich entspannt verbracht.
Das Hostel ist leider nur bedingt zu empfehlen, den trotzdem die Lage ein Traum und die Bauweise sehr hübsch ist, handelt es sich trotz Gringo-Leitung um eine ziemliche Abzocke, wie wir neben dem überteuerten Abendessen auch am nächsten Morgen nochmal erfahren sollten.