Blue Hole

Um 5 in der Frühe durfte ich mich schon wieder an den Steg begeben, um viel Geld für das Tauchen auszugeben. Auf der Liste eines jeden Tauchers steht wohl das Blue Hole – ein Sinkhole mitten im Meer. Ich habe viel Gutes und viel Schlechtes gehört. Fest steht: es ist ziemlich teuer und steht auf der Liste der Top Ten Diving Sites der Welt (und solche Sinklöcher im Meer gibt es wohl auch weltweit nur 2).
Nach kurzem Frühstück ging es erstmal zwei Stunden mit dem Boot ins offene Meer. Schön wie eh und je ist die Karibik!
Angekommen am richtigen Ort, konnte man das Blue Hole vom Boot aus nur erahnen, nach einer kurzen Instruktion ging es direkt ins Wasser.
Endlos in die Tiefe erstreckte sich nichts als Blau, Blau und noch tieferes Blau. Als Advanced Diverse durfte ich bis 42m in die Tiefe und konnte so die ‚Höhle‘ des Lochs mit seinen Stalagmiten durchtauchen. Ein paar Meter unter mir schlängelten sich bestimmt 10 Haie elegant durch die Tiefe. Zwar gibt es kaum Tiere oder Pflanzen zu sehen, allerdings gibt die Tiefe gepaart mit den Haien und den Steinsäule dem ganzen etwas mystisches, was mir auf jeden Fall getaugt hat.
Der zweite Stop (Half Moon Wall) war dafür umso reicher an Leben unter Wasser: die wohl außergewöhnlichsten und buntesten Korallen, die ich je gesehen habe. Tausende Fische, die sich teilweise streicheln ließen wieder einzelne Haie und Rochen.
Mittagessen gab es auf einer traumhaften Insel (Half Moon Case): kristallklares Wasser, weisser Sand, Palmen. Bei einer kurzen Entdeckungstour gab es jede Menge nistende Rotfußtölpel und tausende Krabben in Muscheln sowie gigantische Leguane zu bestaunen.
Am dritten Tauchstop ‚The Aquarium‘ wurde dem Namen nochmal alle Ehre gemacht: Fischschulen, Korallen wie von einet anderen Welt, riesige gepunktete Rochen, vereinzelt Haie, die bis auf Armlänge an einen herangleiten.
Den Weg zurück haben die meisten Taucher für ein kleines Schläfchen genutzt, darunter auch ich, weil ich direkt vom Tauchen schon wieder zusammen mit Louisa auf ein Boot ans Festland gestiegen bin, um kurz vor Mitternacht noch die Grenze nach Mexiko zu passieren.
Um 2 in der Frühe lagen wir dann auch endlich in unserem Hostelbett in Bacalar.

Caye Caulker

Früh haben wir uns an die Bushaltestelle Richtung Belize City gesetzt und früh kam erst keiner und irgendwann ein zu voller Bus in unsere Richtung.
Dafür haben wir uns umso mehr mit den Locals unterhalten und wurden von einem total durchgeknallten Rastafari live mit Raggae Musik bespielt.
Der Bus selbst hat dann noch einen kleinen Unfall gebaut, was aber auch recht schnell geregelt war.
In Belize City mussten wir kurz mit dem Taxi von Terminal zum Wassertaxi fahren, wo wir ständig angequatscht wurden und wie immer verschiedenste Preise genannt wurden.
Dann ging es mit dem Speedboot circa 45 Minuten auf die Karibik-Insel Caya Caulker ins Travellers Palm, wo das Landesmotto ‚Go Slow‘ auf jeden Fall zelebriert wird!
Wir haben uns wegen Schnorchel-Touren und Tauchgängen informiert und gebucht: ich werde viel Geld hier lassen müssen…
Anschließend sind wir mit dem free Shuttle noch an den Koko-Beach gefahren und haben in paradiesisch karibischem Flair die letzten Sonnenstrahlen des Tages eingefangen.
Sobald die Sonne unterging, sind allerdings auch die Stechmücken in Scharen herausgekommen, sodass sich innerhalb von fünf Minuten alle Menschen in Zappelphillippe verwandelt und den Strand geräumt haben.
Es ist wirklich fast nicht mehr erträglich heiss und feucht auf der Insel, man ist auch in Ruhe am ölen. Durch eine Algenplage an der Karibikküste, die sich bis nach Mexico zieht, kann man am Ostufer nicht ins Wasser und wir von einem ständigen Gestank nach Abfluss begleitet.
Für Tag Zwei auf der Insel haben wir uns bei der Agentur ‚Reggaemuffin‘ zu einer Schnorchel-Tour angemeldet.
Der Schnorcheltrip begann wie immer extrem entspannt und ein wenig verspätet, Go Slow, trifft es ziemlich gut!
Am ersten Stop, haben sich direkt neben unserem Boot im grünen Wasser Nurse-Sharks getummelt, zusammen mit Stachelrochen und jede Menge anderen Fischen.
Unser Guide hat uns ein wenig durchs Wasser begleitet und uns viel gezeigt: Korallen, Tiere, allerlei.
Nach ein wenig Wassermelone an Bord haben wir sogar spontan noch einen Zwischenstopp eingelegt, weil gerade zwei riesige grüne Schildkröten im Wasser waren. Wir konnten aus wenigen Metern beobachten, wie die zwei Tiere sich über eine Languste stritten und diese auf einem Boden aus riesigen leeren Muscheln fast ganz verspeisten. Super cool!
Unsere Truppe an Bord war auch ziemlich cool, sodass Stop zwei und drei wie im Nu vergingen. Auf dem Heimweg am Nachmittag, wurden die Motoren ausgestellt und Ceviche und Rumpunch serviert, während wir durch den karibischen Traum segelten.
Ein wenig angeheitert haben wir noch ein wenig Zeit auf dem Boot verbracht und viel gelacht.
Ich musste außerdem noch schnell zum Briefing für das Tauchen am nächsten Tag (bedingt durch den Rumpunch etwas schwieriger als gedacht für mich und etwas unterhaltsamer als gedacht für die Tauchlehrer).
Beim Sonnenuntergang kam leider wieder eine ganze Armee Moskitos raus, sodass wir alle recht schnell geflohen sind.