Nachdem wir dank unfähigem Personal unsere Essensvorräte im Hostel del Lago zurück lassen mussten, ging es nüchtern mit dem Boot über den See bis zu unserem Shuttle. Nach einigem Hin und Her saßen wir endlich mit einem holländischen Pärchen und einer israelischen Familie in einem kleinen Bus Richtung Lanquin.
Weil die Strasse sehr schlecht ist und wir gefühlt alle Stunde eine halbe Stunde Pause machen, kamen wir nur sehr schleppend voran. Durch abgelegene Bergdörfer führte uns die hubbelige Schotter- und Geröllpiste, manchmal abrupt abbremsend wegen irgendwelcher Pferde, die auf den Weg rannten, manchmal vor lauter Geschaukel fast vom Sitz fallend. Leider sind wir auf der Reise durch das abgelegene Guatemala auch an stinkenden Müllhalden am Strassenrand vorbeigekommen.
Natürlich hat es auch zwischendrin auch wieder in Strömen geregnet.
Irgendwann, als wir die Hoffnung fast schon aufgegeben hatten, sind wir doch in Lanquin angekommen. Nicht jedoch ohne dass ein ‚Tourtyp‘ noch bei uns eingestiegen ist und uns seinen Shuttle verkaufen wollte, weil angeblich ab Dienstag Mal wieder gestreikt werden soll.
Wir sind trotzdem Mal auf gut Glück nicht darauf eingegangen…
Unser Hostel ‚Utopia‘ hat uns einen Shuttle zur Unterkunft gestellt, weil diese tatsächlich sehr weit ab vom Schuss liegt. Mit dem 4×4 Drive sind wir also nochmal einen gute halbe Stunde durch die Nacht geholpert, bis wir im traumhaften Hostel angekommen sind.
Kurz nach dem ‚Family-Dinner‘ sind wir tatsächlich schon ins Bett gefallen…
Archiv für den Tag: 10. September 2018
Lago Atitlan
Einigermaßen ausgeschlafen haben wir uns nach dem Frühstück in eine Yogastunde mit Ausblick auf den wunderschönen Lago Atitlan gewagt.
Sehr gedehnt bin ich direkt vom Steg in den See gesprungen und anschließend in der Sonne getrocknet.
Gemeinsam mit ein paar Leuten vom Trek sind wir mit dem Boot nach San Juan, ein anderes kleines Dorf am See, getuckert. Dort haben wir den Nachmittag entspannt mit umherschlendern und Kaffee in einem super super süßen Café direkt am Wasser verbracht.
Abends ging es dann sogar noch in eine Runde in die hosteleigene Sauna.
Leider habe ich mir Mal wieder was eingefangen, aber ich kenne mich ja mittlerweile aus…
Tag zwei am See fing zwar etwas stressig mit Raumwechsel an, aber nicht minder schön: zusammen mit Jonas, einem Weltenbummler aus Deutschland sind wir Stand Up Paddeln gegangen. Bei der Umgebung natürlich der Wahnsinn!!!
Wir haben uns viel über die politische Situation in Guatemala unterhalten, einen fantastischen Chai genossen, Yoga auf den Boards gemacht und sind von Klippen gesprungen.
Nach gemeinsamem Mittagessen (Yummi, Pupusas!) haben wir das wohl beste Eis außerhalb Italiens gegessen!
Der Nachmittag war dafür eher ruhig und mit etwas Planung für die nächsten Tage gespickt, bevor wir nochmal klassisch israelisch zu Abend gegessen haben.