Quetzal Trekkers

Um sechs in der Frühe wurde der Tag mit einem Gemeinschaftsfrühstück eröffnet, die letzten Sachen (zum Beispiel das gemeinschaftliche Essen) zusammen gepackt und zu einem Chicken Bus gelaufen. Die Fahrt war für viele unserer ‚Klassenfahrt‘ das erste Mal mit einem Localbus und wurde schnell zur Gaudi.
Anschließend ging dann der eigentliche Track los: direkt zu Beginn ein Anstieg. Schwitzend und happy kamen wir nach ein paar Pausen mit ‚Storytime‘ an unserer Lunchpause am Ende des Nebelwaldes an. Das Mittagessen war überragend, wenn auch es durch einsetzenden Regen unterbrochen wurde. Kalt und schliddernd haben wir es dennoch an unsere Übernachtungsmöglichkeit, eine ‚Townhall‘ in einem kleinen Dorf geschafft.
Nach gemeinschaftlicher Gymnastik-Stunde und Klamottenwechsel durften wir eine ganz besondere Erfahrung sammeln: eine Maya-Sauna! In Pizzaofen-Optik gehalten haben die Bewohner des Dorfes drei solche für uns angeheizt, wir mussten auf allen Vieren hineinkrabbeln und drinnen die schmutzigen und geschwitzen Körper abwaschen.
Der Abend wurde durch Pasta-Pesto, Bananenbrot, Kartenspielen und Gequatsche ausgeleitet, bis wir alle in unserem Camp auf dem Boden einschliefen.
Das Frühstück am nächsten Tag wurde ganz im Guatemalesischen Stile gehalten, bevor es wieder bei strahlendem Sonnenschein weiterging. Den Tag über haben wir durch den ein oder anderen Anstieg sehr geschwitzt, aber mindestens genauso viel geplaudert und gelacht. Generell zeigte sich unsere Gruppe mit den verschiedensten Nationalitäten vielseitig und super nett.
Die zweite Nacht durften wir nach Eiscreme-Stop und atemberaubenden Ausblicken, durch raschelnde Maisfelder laufend und neun (!) Mal den gleichen gewundenen Fluss überquerend weitertrekkend bei Don Pedro verbringen.
Empfangen wurden wir mit einem Smoothie und heissser Dusche, bevor wir wieder bis zum Abendessen gequatscht haben.
Zur Feier des Tages gab es noch ein Lagerfeuer mit -wie sollte es anders sein- Marshmallows.
Wieder sehr zeitig hat sich unsere Zeltlager-Runde Richtung Schlafstätte auf dem Boden begeben.
Um 3:30 durften wir uns erneut aus den Schlafsäcken pellen, um eine weitere Stunde zum Sunrise-Point zu begeben, wo wir eingemurmelt und mit heisser Schokolade versorgt die aufgehende Sonne über dem Lago Atitlan, unserem eigentlichen Ziel, bestaunt haben.
Nach einem weiteren Trek bergab und an Aussichtspunkten vorbei wurde der eigentliche Marsch an einem Café beendet.
Von dort aus wurden wir in einer witzigen Fahrt auf der Lagefläche eines Trucks bis nach San Pedro am See selbst gebracht. Dort angekommen sind wir alle noch von dem Balkon eines Restaurants in den See gehüpft und haben Sonne getankt, bis das Mittagessen serviert wurde.
Unsere Gruppe hat sich anschließend zum Teil aufgetrennt, auch wenn einige im gleichen Hostel bleiben.
Nachdem wir uns mit Obst und Gemüse ausgestattet haben, sind wir in ein Boot nach San Marcos gestiegen. Dort angekommen hat unser Hostel uns jedoch verraten, dass es keine Gemeinschaftsküche mehr gibt. Leider hatten wir aber nun schon eingekauft…
Nach einigem Hin und Her, einer heissen und wohltuenden Dusche und einem sagenhaften Sonnenuntergang über traumhafter Vulkansilhouette durften wir in einer Top-Secret-Mission die schon geschlossene Gemeinschaftsküche nutzen.
Sehr viel mehr als Essen haben wir auch nicht mehr auf die Reihe bekommen, bevor wir in die Kissen gesunken sind…