Volcano Acatenango

In der Frühe ging es zunächst mit dem Kleinbus bis in ein winziges und armes Dorf, wo die Touren von ‚Soy‘ organisiert und Locals geleitet werden.
Wir wurden mit den dicksten Winterjacken und großen Rucksäcken ausgestattet, Handschuhe, Mützen und Wanderstöcke gab es zum ausleihen.
Zum Glück hatten wir im Hostel gefrühstückt, denn es ging direkt von Anfang an steil bergauf und wir kamen schnell ins schwitzen mit dem schweren Gepäck auf rutschigem Boden.
Für ca. 4 Stunden ging es immer wieder schliddernd den Weg nach oben, nur unterbrochen von einer Mittagspause, bis zu unserem Basecamp auf ca. 3500m.
Wir waren alle ziemlich fertig und die Höhe haben manche mehr, andere weniger gespürt.
Vom Camp aus hatten wir einen super Ausblick auf den aktiven Nachbarvulkan El Fuego und den Volcano Aqua, sowie -sofern die Wolken sich Mal kurz verzogen- über Antigua und umliegende Städte. Wir haben alle auf der Flucht vor dem sehr warmen aber auch sehr rauchigen Lagerfeuer einen Powernap bis zum Abendessen gemacht. Zusammen mit unserem Guide und einigen Hunden hat unsere sechsköpfige Gruppe das Essen und Marshmallows am Feuer genossen. Kurz vor dem Zubettgehen ist El Fuego nochmal kurz ausgebrochen, was ziemlich cool gegen den Nachthimmel aussah!
Dank zwei Paar Socken, doppelter Leggings-Schicht, T-Shirt, Regenjacke, Hoddie und der fetten Jacke sowie zwei Schlafsäcken (deluxe!) habe ich nachts nicht Mal gefroren, trotzdem aber bedingt durch heftigen Regen und Wind sehr bescheiden geschlafen…
Mit einem dicken Schädel ging es dann um 4:00 im Dunkeln die letzte Stunde den kiesigen Abhang hoch, die Luft immer dünner werdend.
Am Gipfel auf 3976m angekommen war es sehr nebelig und windig, sodass wir kaum Aussicht genießen konnten, sondern ersteinmal Unterschlupf in einer kleinen Hütte gesucht haben. Letztes Jahr sind 7 Menschen durch einen Blizzard auf dem Vulkan gestorben, gut dass wir das erst da oben erfahren haben.
Nach ein paar Bildern in den Wolken ging es durchgefroren und teilweise querfeldein wie über Wolken ins Basecamp zum Frühstücken. Müde wie wir waren hiess es dann noch 1,5 Stunden Abstieg zu bewältigen, eine rutschige und nicht gerade knieschonende Angelegenheit.
Mega happy aber genauso müde wurden wir zurück nach Antigua gekarrt, wo ich eine sehr nötige Dusche und Wäsche genossen habe. Am Nachmittag habe ich mich mit Lousia nach der puren Gönnung in einem französischen Café auf die Jagd nach Gemüse fürs Abendessen und einen günstigen Geldautomaten begeben, noch Bettina vom Hike getroffen und meinen Rucksack (nachdem das Hostel ihn ausgeräuchert hat aus Angst vor Skorpionen und Bedbugs) neu gepackt. Guatemala gefällt mir schon jetzt!

Antigua, Guatemala

Abends spät bin ich in Guatemala City angekommen, habe mich direkt einem Shuttle angeschlossen und bin daher in den späten Abendstunden in meinem Hostel in Antigua eingelaufen.
Dort habe ich eigentlich auch nur kurz Hallo! zu Louisa gesagt (die ich von der Fähre in Costa Rica kenne und die hier auf mich gewartet hat) und bin wegen der kurzen Nacht quasi sofort eingeschlafen.
Mein erster Tag in Guatemala begann mit einem westlichen Frühstück im Hostel und einem Spaziergang zu einem Aussichtspunkt, von dem aus Mal über die Stadt und die umgebenden Vulkane schauen kann.
Antigua selbst ist total schön, bunt, im Kolonialstil gehalten und sauber.
Die Guatemalesen sind super freundlich (zumindest bisher).
Zusammen mit Lousia sind wir über einen der unzähligen Märkte geschlendert (endlich Mal wieder ein richtiger Markt wie in Peru), haben super günstig fürs Abendessen eingekauft und uns einen Fruchtshake gemacht…
Am Nachmittag bin ich mit einem anderen Mädel aus meinem Hostel nochmal zu den Künstlermärkten gelaufen und hätte quasi gerne alles gekauft. Alles ist bunt und super schön und traditionell gehalten. Aber an meinem ersten Tag in diesem Land wollte ich es lieber ruhig angehen lassen.
Es ging nach ein wenig Planung früh ins Bett, weil morgen eine Vulkantour anstehen sollte…