Früh haben wir uns an die Bushaltestelle Richtung Belize City gesetzt und früh kam erst keiner und irgendwann ein zu voller Bus in unsere Richtung.
Dafür haben wir uns umso mehr mit den Locals unterhalten und wurden von einem total durchgeknallten Rastafari live mit Raggae Musik bespielt.
Der Bus selbst hat dann noch einen kleinen Unfall gebaut, was aber auch recht schnell geregelt war.
In Belize City mussten wir kurz mit dem Taxi von Terminal zum Wassertaxi fahren, wo wir ständig angequatscht wurden und wie immer verschiedenste Preise genannt wurden.
Dann ging es mit dem Speedboot circa 45 Minuten auf die Karibik-Insel Caya Caulker ins Travellers Palm, wo das Landesmotto ‚Go Slow‘ auf jeden Fall zelebriert wird!
Wir haben uns wegen Schnorchel-Touren und Tauchgängen informiert und gebucht: ich werde viel Geld hier lassen müssen…
Anschließend sind wir mit dem free Shuttle noch an den Koko-Beach gefahren und haben in paradiesisch karibischem Flair die letzten Sonnenstrahlen des Tages eingefangen.
Sobald die Sonne unterging, sind allerdings auch die Stechmücken in Scharen herausgekommen, sodass sich innerhalb von fünf Minuten alle Menschen in Zappelphillippe verwandelt und den Strand geräumt haben.
Es ist wirklich fast nicht mehr erträglich heiss und feucht auf der Insel, man ist auch in Ruhe am ölen. Durch eine Algenplage an der Karibikküste, die sich bis nach Mexico zieht, kann man am Ostufer nicht ins Wasser und wir von einem ständigen Gestank nach Abfluss begleitet.
Für Tag Zwei auf der Insel haben wir uns bei der Agentur ‚Reggaemuffin‘ zu einer Schnorchel-Tour angemeldet.
Der Schnorcheltrip begann wie immer extrem entspannt und ein wenig verspätet, Go Slow, trifft es ziemlich gut!
Am ersten Stop, haben sich direkt neben unserem Boot im grünen Wasser Nurse-Sharks getummelt, zusammen mit Stachelrochen und jede Menge anderen Fischen.
Unser Guide hat uns ein wenig durchs Wasser begleitet und uns viel gezeigt: Korallen, Tiere, allerlei.
Nach ein wenig Wassermelone an Bord haben wir sogar spontan noch einen Zwischenstopp eingelegt, weil gerade zwei riesige grüne Schildkröten im Wasser waren. Wir konnten aus wenigen Metern beobachten, wie die zwei Tiere sich über eine Languste stritten und diese auf einem Boden aus riesigen leeren Muscheln fast ganz verspeisten. Super cool!
Unsere Truppe an Bord war auch ziemlich cool, sodass Stop zwei und drei wie im Nu vergingen. Auf dem Heimweg am Nachmittag, wurden die Motoren ausgestellt und Ceviche und Rumpunch serviert, während wir durch den karibischen Traum segelten.
Ein wenig angeheitert haben wir noch ein wenig Zeit auf dem Boot verbracht und viel gelacht.
Ich musste außerdem noch schnell zum Briefing für das Tauchen am nächsten Tag (bedingt durch den Rumpunch etwas schwieriger als gedacht für mich und etwas unterhaltsamer als gedacht für die Tauchlehrer).
Beim Sonnenuntergang kam leider wieder eine ganze Armee Moskitos raus, sodass wir alle recht schnell geflohen sind.
Archiv des Monats: September 2018
San Ignacio und die ATM Caves
Lousia, Dinjo (UK) und ich haben sich also in Flores getroffen und sind bepackt wie die Esel bei gefühlten 50 Grad im Schatten fast zwei Kilometer bis zur Bushaltestelle in Santa Elena gelaufen, um den Shuttle über die Grenze zwischen Guatemala und Belize zu umgehen.
Wirklich durchtränkt vom eigenen Schweiß sind wir in ein winziges Collectivo gestiegen, was bis unters Dach vollgeladen wurde und dann irgendwann nach zahlreichen Stops an die Grenze gelangt ist. Unterwegs haben wir leider einen Hund überfahren, ein ziemlich traumatisches Erlebnis für mich, für alle anderen scheinbar völlig normal.
Nach dem Grenzübergang fing tatsächlich ein bisschen eine neue Welt an: alle sprechen Englisch (Landessprache) und der karibisch angehauchte entspannte Lifestyle ist sofort zu spüren. Überall läuft Reggae, die Leute rauchen den ganzen Tag lang Gras und alles läuft im Landesmotto ‚Go Slow‘.
Wir haben in unser Hostel eingecheckt, die Stadt erkundet und Belize Dollar abgehoben, viel Gemüse gekauft und am Abend daraus ein leckeres Curry gezaubert.
Irgendwie interessant, dass durch verbesserte Kommunikation auch gleich alles ein wenig freundlicher und entspannter wird, auch wenn wir für den richtigen Preis der ATM-Tour wieder einige Angebote einholen mussten.
Die ATM Caves (Actun Tunichil Muknal) sind ehemalige Maya Höhlen, in denen auch Menschenopfer gebracht wurden.
Am Morgen wurden wir also mit anderen Touris dorthin gekarrt und mit Helmen, Kopflampen und Schwimmwesten ausgestattet. Nachdem wir ein paar Mal teilweise bis zur Brust durch einen Fluss gewatet waren haben wir den Eingang der Höhle erreicht: schwimmend, kletternd und uns durch Felsspalten hindurchzwängend haben wir es bis zu einer Stelle geschafft, ab der man nur noch sockig weiterklettern durften. Neben ziemlich coolen und glitzernden Steinformationen und Stalaktiten/Stalagmiten finden sich dort auch die Überbleibsel von Maya-Opfergaben: Tonkrüge sowie menschliche Knochen.
Das Highlight ist dann ein vollständig erhaltenes Skelett eines jungen Mädchens, was komplett von Mineralien ‚überwachsen‘ immer noch in Position liegt.
Nach drei Stunden waren wir dann auch wieder am Tageslicht und sind so der Mittagshitze geschickt entgangen.
Am Nachmittag haben wir noch einmal unsere Gemüsevorräte vor unserem morgigen Trip auf die Insel Caya Caulker aufgestockt haben, war es ein ziemlich erschlagener Abend.
Flores und Tikal
Mit sehr wenig deutscher Effizienz (aber deswegen fährt man ja in fremde Länder) haben wir es irgendwann am Morgen doch nach Tikal, die „Stadt der Echos“ der Mayas, geschafft. Unser Guide hat uns circa 4 Stunden durch die Maya-Ruinen geführt und alles mögliche über die Maya-Kultur, Flora und Fauna erzählt.
Dabei haben wir jede Menge neue Dinge gelernt, viele hübsche Fotos gemacht und durften die Ruinen teilweise sogar in der Hitze besteigen -meist belohnt mit einem sagenhaften Ausblick.
Die Maya sind eine ziemliche interessante Hochkultur und ihre Gebäude beeindruckend, abschreckend hingegen sind die vielen Menschenopfer, die sie erbracht haben.
Am Nachmittag sind wir schweißgebadet und staubbedeckt duschen und waschen gegangen, haben kurz in unserem klimatisierten Zimmer abgehangen und uns dann nochmal mit zwei Leuten von der Tikal-Tour zum Kartenspielen, Dinner und Bier getroffen.
Im Los Amigos Hostel (wunderschön im Vergleich zu unserer Absteige) haben wir noch einige Leute getroffen, die wir schon aus dem Bus kannten. Das ist echt ein Phänomen in Guatemala: man trifft sich immer wieder, da alle ähnliche Routen machen.
Am nächsten Morgen sind wir nach Frühstück, Geldtausch-Geschäften und frisch gepackten Rucksäcken Richtung Grenze zu Belize abgehauen…
Auf nach Flores
Mit dem Shuttle, das man bezahlen muss (25 Q) aber sonst auch keine andere Wahl hat, ging es zurück nach Lanquin.
Dort angekommen wollten wir uns nach einem geeigneten Shuttle nach Flores umsehen, da das von Hotel angebotene viel zu teuer erschien (185 Q).
Der erste Kerl, der mit dem Hostel zusammen arbeitet, bot uns 130 Q an, somit schonmal deutlich billiger. Als wir ihm von anderen Preisen berichteten, meinte er nur ‚Jaa da kommt ja die Fähre noch dazu‘.
Wir beschlossen lieber noch zu warten und haben mit anderen gequatscht, die von ihrem Hostel durchaus Besseres zu bekommen vermochten.
Das nächste Angebot war dann direkt 110 Q und der Verkäufer meinte, ‚Wer hat euch erzählt man muss die Fähre extra bezahlen?‘. Sein Kumpel, der Lügner, stand direkt neben dran, als wir auf ihn deuteten, hoffentlich hat er sich wenigstens ein bisschen geschämt.
Das ganze Hin und Her und ein paar andere Kleinigkeiten haben also letztendlich dazu geführt, dass ich vom Utopia Hostel eher abraten würde und stattdessen für zukünftige Reisende das Chi Bocol Hostel empfehlen.
Und dann passierte es tatsächlich: der Bus ging nach 2 Stunden Fahrt kaputt. Wir Touris saßen gestrandet irgendwo im Nirgendwo an einer großen Straße und mussten darauf warten, das man uns rettete. Oder das man den Bus rettete. Was passiert war? Der Fahrer hatte vergessen zu tanken. Kann ja Mal passieren. Der Tank hatte aber dadurch Luft gezogen und wir mussten einen Inbus-Schlüssel auftreiben, der auf das zu öffnende Ventil passte. Dann war allerdings die Batterie leer, sodass 10 Gringos den Bus den Berg hoch schoben, bis dieser dankeswerterweise wieder ansprung.
Die Busfahrt dauerte wieder einmal ein bisschen mehr als 11 Stunden, immer wieder unterbrochen von unnötigen und nervig langen Pausen.
Im Dunkeln kamen wir dann in Flores an, nicht ohne noch einen ‚Coyoten‘, der wie immer versucht, einem Dinge anzudrehen, weil alles andere jetzt ‚auf jeden Fall geschlossen sind‘. Wie immer Bullshit.
Unser Hostel ist leider doch auch deutlich mieser und teurer als gedacht. Im Norden Guatemalas ist irgendwie der Wurm drin.
Egal, Essen gekocht, Besorgungen gemacht und eine Tour nach Tikal um 4:30 gebucht und damit wieder Mal ‚viel zu spät‘ ins Bett gegangen…
Buenas noches!
Semuc Champey
Nach Selfmade-Frühstück haben Lousia und ich den Tag mit einer Runde Yoga eingeleitet.
Im Anschluss haben wir ein Mücken- und Sonnenschutz-Bad genommen und sind am wunderbar grünen Fluss entlang bis zu den Semuc Champey Pools gelaufen.
Der Weg dorthin hat uns bei den Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit ziemlich ins schwitzen gebracht. Zwei Mädels aus Neuseeland hatten leider ihr Geld vergessen, aber nach einer kurzen Diskussion mit der Frau an der Kasse durften die zwei sogar umsonst rein.
Die Pools sind atemberaubend schön. Mit ihrem klaren Wasser, das grünlich erscheint und den etageweisen Pools mitsamt kleiner Wasserfälle könnte man fast meinen, man ist im Paradies angelangt.
Wir haben einige Zeit in den Becken verbracht und sind zuletzt noch einen Weg den Berg hoch geklettert, um die ganzen Pools noch quasi aus der Vogelperspektive zu bestaunen.
Kurz bevor wir wieder unten ankamen, ging ein richtiger Monsun los. Wir haben uns ein wenig mit dem anderen Besuchern unter das Dach am Ausgang gekauert, aber es schien nicht weniger zu werden.
Unser geplantes Tubing ist daher leider ausgefallen, in der mittlerweile braunen Suppe wäre es eh nicht wirklich schön gewesen.
Ein 4×4 unseres Hostels hat uns an der Strasse, die fast schon als Fluss gilt, abgeholt und nach einer heissen Dusche haben wir uns mit einem Buch ins Bett gekuschelt und den Nachmittag ziemlich entspannt verbracht.
Das Hostel ist leider nur bedingt zu empfehlen, den trotzdem die Lage ein Traum und die Bauweise sehr hübsch ist, handelt es sich trotz Gringo-Leitung um eine ziemliche Abzocke, wie wir neben dem überteuerten Abendessen auch am nächsten Morgen nochmal erfahren sollten.