Eline und ich haben mit den Locals am Busbahnhof gefrühstückt und dann die anderen zwei Mädels eingesammelt. Wir haben unseren Vermieter von AirBnb getroffen, der hat uns in das Apartment gebracht und dann haben wir eine endlos lange Einkaufsliste angelegt und sind losgetigert. Der Einkauf dauerte natürlich länger als gedacht und anschließend mussten wir gefühlt hundert Kilo den Berg hoch schleppen. Dafür haben wir uns mit einem super vegitarischem Buffet belohnt.
Etwas unter Zeitdruck sind wir in die Innenstadt gelaufen, haben Touren geklärt und Geschenke gekauft.
Am Abend ist dann noch Juho zu uns gestoßen, ein weiterer Finne.
Momentan versorgt mich immer noch Eline mit Geld und ich muss langsam einen Vorrat bis Kolumbien anlegen :/
Den 24. haben wir sehr finnisch mit Carelian Pies begonnen. Super lecker! Am Vormittag habe ich mit vielen wundervollen Menschen telefoniert und meine Flüge nach Kolumbien organisiert. Nach finnischem Mittagessen (Riceporridge, ebenfalls sehr schmackhaft!) sind Eline und ich nochmal in die Stadt gestartet, um letzte Besorgungen zu machen.
Am Abend wurde es dann doch sehr weihnachtlich: wir haben uns alle ordentlich angezogen, eine Ananas mit Kopflampen als Weihnachtsbaum aufgestellt, das Essen vorbereitet…
Es war ein Festmahl: Rote Beete Salat, Omelett mit Käse, Ofengemüse, Süßkartoffel-Mash, gebratene Aubergine,…
Als Nachtisch habe ich versucht Bratäpfel zu machen, aber mangels Marzipan sind sie eher bolivianisch abgeändert ausgefallen.
Mit Schokolade und Mudcake haben wir es uns gemütlich gemacht.
Hanna und Sanna haben sich als Weihnachtsmann und helfender Elf verkleidet (mit Perücken und allem drum und dran) und uns Geschenke verteilt, wärend wir uns schlappgelacht haben.
Mit vollen Bäuchen, nach einem kurzen Movie und sehr glücklich sind wir viel zu spät ins Bett gegangen…
Heute morgen haben wir versucht möglichst viel der Reste zu vernichten, haben schnell unsere Sachen gepackt und uns verabschiedet. Eline werde ich erst in Kolumbien wieder sehen :/
Hanna, Sanna und ich sind zu einer kleinen Bushaltestelle gefahren, von wo aus wir mit dem Bus nach Rurrenabaque fahren wollen. Also sitzen wir jetzt im Local-Bus, der klapprig, holprig, vollgestopft und mit den komischsten Leuten beladen ist. Es sitzen teilweise 3 Kinder auf einem Platz, eine Familie hat ihre Babykatze dabei und es gibt kein Klo. Die nächsten 15 Stunden werden ein Fest…
Der Bus ist teilweise erschreckend nahe am Abgrund entlang gerumpelt (keine 5cm mehr bis zum sicheren Tod). Es war staubig und auch mal nass, wir haben in einer Stadt Pause gemacht, wo es nichts vegitarisches zu essen gab, ich hab quasi nicht geschlafen (zu holprig) und es kam noch ein Gewitter runter.
Wir sind früher als geplant in Rurrenabaque angekommen, sodass wir dann noch 3h auf den Holzbänken im Busterminal verbracht haben, bevor wir Frühstücken und zum Büro unserer Tour gegangen sind. Allerdings war das sau unbequem und ich bin ständig aufgewacht, weil ich Angst um meine Sachen hatte.
Aktuell würde ich nicht nein sagen, mal 48h in meinem eigenen Bett durchzuschlafen…
Archiv für den Tag: 26. Dezember 2016
Sucre
Am Abend ist es mir leider nicht gelungen, Geld abzuheben. Am nächsten Morgen stellt sich heraus, dass meine Kreditkarte gesperrt ist wegen verdächtiger Anfragen auf Online-Zahlungen. Es ist zwar super, das meine Bank so sicher ist, jedoch ist mir damit der Geldhahn abgedreht…
Vorerst muss ich auf Elines Kosten leben, die mich glücklicherweise finanzieren kann und mag. Wieder einiges an Organisation nötig und langsam geht mir meine Pechsträhne auf die Nerven.
Nichtsdestotrotz haben wir uns zusammen mit zwei Französinnen, mit denen wir den Jeep geteilt haben, einen schönen Tag in dieser noch schöneren Stadt gemacht: nach Frühstück im coolen Hostel haben wir uns Bustickets nach La Paz besorgt, sind über Mercados geschlendert, haben in Shorts die Wärme genossen, einen frischen Saft getrunken und die Winkel der offiziellen Hauptstadt Boliviens erkundet. Es ist nebenbei auch die Schokoladen-Hauptstadt Boliviens und das haben wir voll ausgekostet (und Notrationen für Weihnachten angelegt). Die Menschen hier sind deutlich netter als die üblichen Bolivianer und irgendwie westlicher.
Nach Lunch in einem vegetarischen Restaurant mit dem Klassiker ‚Papa Rellento‘ und original bolivianischem Kaffee sind wir zum Cementerio gelaufen. Dieser Friedhof ist vermutlich einer der schönsten, die ich je gesehen habe: Mamorfußboden, wunderschöne Mausoleen, eigenartige aber interessante ‚Schaufenster‘ anstatt Gräbern.
Ich habe noch versucht mit meiner Bank zwecks neuer Kreditkarte zu kommunizieren, muss dies aber aufgrund der Zeitverschiebung auf morgen vertagen.
Wir haben uns dann noch den Berg hochgeschnauft, um die Stadt und ihre zahlreichen weißen Kirchen von oben zu betrachten.
Jetzt sitzen wir zu viert im Nachtbus nach La Paz, wo über Weihnachten einiges an Organisation auf mich zukommt.