Der versprochene Jeep war natürlich mit mehr bepackt als uns lieb war. Dann hat er eine kurvige und holprige Route aus der Stadt genommen, die uns kilometerlang über die Müllhalde Uyunis geführt hat. Und mit Müllhalde meine ich leider eigentlich Feld, was aber übersät war mir allerlei Abfall. Schlimm, das es solche Orte gibt! Es scheint, als würde es niemanden kümmern.
Nachdem wir ca. eine Stunde durch die Pampa -über Stock und Stein, Knochen und Müll- gefahren sind (mittlerweile sind wir drei Jeeps) halten wir. Der vermeintliche Ausweg ist ebenfalls blockiert. Was nun? Als die Fahrer beschließen ihr Glück zu versuchen und weiter fahren kommt plötzlich eine Horde aufgeregter Demonstranten auf uns zugerannt, vielleicht bewaffnet mit Steinen. Die Jeeps machen einen hektischen U-Turn und fahren wieder in die andere Richtung. Die Stimmung im Auto wirkt leicht hysterisch und ich persönlich bekomme es wirklich mit der Angst zu tun.
Die Fahrer kennen zum Glück noch einen anderen Weg, bei dem noch nicht so ganz klar ist, ob das Benzin reicht. Also geht die zweistündige Tour durch die Wüste los, hinauf und hinab, Hut ab vor diesen Autos!
Nachdem wir uns noch einmal zusätzlich verfahren kommen wir irgendwann an der asphaltierten Straße an -zum Glück auf der richtigen Seite der Blockade. Der Jubel ist groß, der Fahrer wird umarmt und von nun an geht es mit etwas mehr km/h Richtung Potosi, von wo aus wir weiter nach Sucre fahren wollen.
Nach schier endloser Fahrt kommen wir in Potosi an, kaufen uns ein Sandwich und steigen in das nächste Autotaxi Richtung Sucre. Unterwegs fahren wir unter einem Regenbogen durch -vielleicht ein Zeichen?
Die Fahrt war mehr als ereignisreich und auch leider viel teuer als normal, aber wir haben es geschafft.
Heute Abend wird auf jeden Fall schön diniert!
Rescue Action
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