Arequipa und Colca Canyon

Etwas zermatscht vom Nachtbus haben wir den Tag in Arequipa begonnen. Unser Hostel hatte leider keinen Strom (Klassiker), also sind wir durch die Stadt gelaufen, haben uns umgesehen, ein Café aufgesucht und dort Kuchen und gutes Internet genossen. Es hat sich angefühlt wie ein Katertag, ein Nachbus-Katertag eben. Nach Mittagessen, ein bisschen mehr Rumlaufen, einem Marktbesuch und der Buchung für eine Tour zum Colca Canyon am nächsten Tag haben wir eine riesige Schüssel super leckerer Guacamole gemacht und sind gegen 20.00 im Bett gewesen.
Am nächsten Morgen ging es leider schon wieder um 3.15 los in den Bus, der uns per kurviger und langer Fahrt zum ersten Mirador brachte, wo wir eigentlich Kondore sehen sollten, aber Flaute. Die Aussicht war trotzdem schön!
Nach Frühstück und noch einem Stop haben wir dann angefangen mit unserem sehr desinteressierten und unfreundlichen Guide zu Hiken. Immer bergab in den Canyon hinein, ständig am rutschen und stolpern in der trockenen Einöde und deren sengender Sonne. Nach dem Mittagessen ging es dann ein bisschen im Canyon selbst auf und ab, bis wir endlich von oben bis unten mit Staub bedeckt in der ‚Oase‘ an. Dieser grüne Fleck, mit Pool und einem Haufen Moskitos ausgestattet sollte unser Nachtlager sein. Wir haben gebadet, Nachmittags-Schlaf gehalten und sind nach dem sehr einfachen Abendessen ziemlich direkt wieder ins Bett gekrochen.
Am nächsten Morgen um 5 haben wir auf nüchternen Magen den Aufstieg begonnen. Zweieinhalb Stunden bergauf, Stufe für Stufe. Zum Glück war die pralle Sonne noch hinter der Schlucht verborgen.
Ziemlich verschwitzt ging es dann oben noch kurz querfeldein (im wahrsten Sinne des Wortes) und dann gab es Frühstück.
Der Bus hat uns dann noch zu zwei Stop/Aussichtspunkten gebracht und zum Lunchpoint, wo wir eigentlich ein Buffet für 30Soles hätten bezahlen sollen. Wir Füchse sind allerdings einfach in ein Restaurant die Strasse hoch und haben für ein Drittel des Preises gegessen.
Am Nachmittag waren wir zurück in Arequipa, haben geduscht (die Dusche mussten wir bezahlen weil wir schon ausgecheckt hatten -etwas was an Südamerika wirklich nervt: jeder will einem ständig Extrakosten aufbrummen) und es uns in einem ‚türkischen‘ Restaurant gut gehen lassen. Unter der Woche ist Arequipa definitiv lebendiger und eventuell ein paar Tage Stop wert!
Dann ging es leider schon wieder in den Nachtbus Richtung Titikakasee. Um 3.30 in der Früh sind wir dann in Puno gestrandet und haben bis 6 Uhr am Busterminal gehockt, begleitet von den andauernden Rufen der Busunternehmen, um Kunden zu werben…