Am Abend ist es mir leider nicht gelungen, Geld abzuheben. Am nächsten Morgen stellt sich heraus, dass meine Kreditkarte gesperrt ist wegen verdächtiger Anfragen auf Online-Zahlungen. Es ist zwar super, das meine Bank so sicher ist, jedoch ist mir damit der Geldhahn abgedreht…
Vorerst muss ich auf Elines Kosten leben, die mich glücklicherweise finanzieren kann und mag. Wieder einiges an Organisation nötig und langsam geht mir meine Pechsträhne auf die Nerven.
Nichtsdestotrotz haben wir uns zusammen mit zwei Französinnen, mit denen wir den Jeep geteilt haben, einen schönen Tag in dieser noch schöneren Stadt gemacht: nach Frühstück im coolen Hostel haben wir uns Bustickets nach La Paz besorgt, sind über Mercados geschlendert, haben in Shorts die Wärme genossen, einen frischen Saft getrunken und die Winkel der offiziellen Hauptstadt Boliviens erkundet. Es ist nebenbei auch die Schokoladen-Hauptstadt Boliviens und das haben wir voll ausgekostet (und Notrationen für Weihnachten angelegt). Die Menschen hier sind deutlich netter als die üblichen Bolivianer und irgendwie westlicher.
Nach Lunch in einem vegetarischen Restaurant mit dem Klassiker ‚Papa Rellento‘ und original bolivianischem Kaffee sind wir zum Cementerio gelaufen. Dieser Friedhof ist vermutlich einer der schönsten, die ich je gesehen habe: Mamorfußboden, wunderschöne Mausoleen, eigenartige aber interessante ‚Schaufenster‘ anstatt Gräbern.
Ich habe noch versucht mit meiner Bank zwecks neuer Kreditkarte zu kommunizieren, muss dies aber aufgrund der Zeitverschiebung auf morgen vertagen.
Wir haben uns dann noch den Berg hochgeschnauft, um die Stadt und ihre zahlreichen weißen Kirchen von oben zu betrachten.
Jetzt sitzen wir zu viert im Nachtbus nach La Paz, wo über Weihnachten einiges an Organisation auf mich zukommt.