Tag 29, Hoi An, My Son

Nach dem Frühstück geht es mit dem geliehenen Roller zur Tempelanlage My Son. Mangels Ausschilderung diese Unesco Weltkulturerbes kommen wir mal wieder viel in Kontakt mit den Locals, weil wir ständig nach dem Weg fragen müssen.
Dann irgendwann haben wir es geschafft! Rechtzeitig mit uns treffen auch ganze Reisebusse mit Franzosen ein. Während diese sich aber zur traditionellen Tanz- und Gesangsaufführung setzen machen wir uns schon auf Erkundungstour.
Es ist brütend heiß und das Gelände garnicht so groß, wie wir dachten.
Realtiv schnell sind wir durch mit den Ruien, deren Zerstörung auch dem Krieg zwischen USA und Vietnam zuzuschreiben ist.
Auf dem Rückweg, ca. 3 km vor Hoi An ereilt uns ein neues Schicksal: Der Roller ist kaputt. Wir nehmen alles mit!
Innerhalb von Minuten sind aber sowohl hilfsbereite Touris, wie auch Vietnamesen da. Man ruft den Besitzer der Rollerverleihs an, lädt uns in ein Café ein und bittet uns kurz zu warten.
Nach 10 Minuten unter freundlichen Locals ist auch schon Rettung in Sicht!
Wir bekommen direkt einen neuen und viel besseren (und bequemeren!) Roller und das Wrack des vorherigen wird auf vietnamesische Art und Weise abeschleppt: Einer sitzt darauf, der andere schiebt auf einem zweiten Roller sitzend mit dem Fuß an.
Nach dem Schock gönnen wir uns erstmal einen Bunh (sowas wie ein belegtes Baguette, was hier ca. alle 5 Meter angeboten wird) beim Crazy Bunman.
Der Nachmittag wird mit Tauchschulen/Hostelorganisation für Nha Tranh verbracht. Und das im kühlen, nicht sonnigen Hotelzimmer (peace out, traveller life!)

Für den Abend wagen wir uns wieder in die diesmal etwas leere Innenstadt. Es gibt die lokale Spezialität „Chicken Rice“ (für mich ohne Chicken). Mit Desserts von Marktständen wird dieses eher bescheidene Mahl aufgewertet.

Tag 28, Hoi An

Heute verspricht ein richtig schöner Tag zu werden. Bis ich beschließe Geld abzuhebe und feststelle, dass meine Kreditkarte weg ist.
SPITZE!
Was nun? So eine Schidde!
Das Frühstück spare ich mir, hab sowieso kein Geld mehr. Dann suche ich verzweifelt einen Callshop. Beim ersten weiß der Besitzer nicht wie internationale Anrufe funktionieren, beim zweiten sind deutsche Nummern zu lang.
Doch er hat Mitleid mit mir und gibt mir sein Mobiltelefon.
Zuerst mal die Karte sperren lassen, eine neue nach Ho Chi Minh zu Papas Jugendfreund Jürgen beantragen und dann in mitten der Nacht Mama aus dem Bett klingeln. Beautiful mess!
Aber meine Mama wäre nicht meine Mama, wenn sie mich nich aus jedem Mist, den ich verzapfe, raushauen würde.
Dann beginnt der Strandtag doch noch.
Wir radeln los, durch grüne Reisfelder bis ans Meer.
Nachdem wir ca. eine Million nervige Parking-Frauen und welche, die uns Liegen oder Getränke verscherbeln wollen abgewimmelt haben legen wir uns in den weichen Sand. Ab und zu geht es ins MEER, am Nachmittag haben wir beide einen Sonnenbrand.
Diesmal radeln wir in die Innenstadt, die wieder herrlich beleuchtet ist und bei Dunkelheit vor Leuten explodiert.
Wir essen bei einer Straßenfrau zu abend und laufen dann noch über die Märkte.
Ein nervenaufreibender Tag!

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Tag 27, Da Nang -> Hoi An

Beim Verlassen des Hotels, sind die Straßen kaum wiederzuerkennen: Es scheint als würde Da Nang tagsüber seine vietnamesische Seite herausholen. Jetzt sieht es hier schon viel mehr nach Asien aus, mit all den bunten Marktständen, dem Verkehr (man hupt hier so richtig gerne) und den vielen wuseligen Vietnamesen.
Wir streunern durch die Straßen und bestaunen die Stadt.
Der Besuch auf dem Einheimischen-Han-Markt ist interessant, jeder grüßt freundlich. Generell gibt es in dieser Statd kaum Touristen. Auch mal angenehm!
Der Con-Markt ist noch abgefahrener. Die Fleisch-Abteilung mit ihrem penetranten Verwesungsgeruch schlägt sogar angehende Mediziner in die Flucht und als wir dann noch zusehen, wie die Schädel von Wasserbüffeln enthirnt werden, werde ich endgültig zur überzeugten Vegetarierin. Irks!
Als wir mit vermutlich leicht verwirrtem Blick nach der Bushaltestelle für den Bus nach HoI An suchen, spricht uns ein Easy Rider an. Das sind Vietnamesen, die einem anbieten, mit dem Motorrad anstatt dem Bus zur nächsten Stadt zu fahren. So kann man anhalten wo man mag und bekommt noch ein paar Infos aus erster Hand.
Da die Tour nur geringfügig teurer als der Bus ist willigen wir ein.
Um 12 holen uns zwei Easy Rider vom Hotel ab und es geht auf dem viel bequemeren Gefährt als den üblichen Rollern los. 1. Halt: eine riesige, weiße und weibliche Buddha Statue auf einem Berg. Hier gibt es nebenbei noch einen chinesischen Tempel und einen umwerfenden Blick über das Meer (bekanntlich meine große Liebe).
Als einzige westliche Touristen werden wir häufig/ skeptisch beäugt.
Nächster Halt: China Beach. 30km Sandstrand, der gerade vom Tourismus erschlossen wird (erkennbar an sämtlichen Baustellen, die riesige Lixisresorts erwarten lassen). Mit Sand unter den Füßen und dem Meer, was die Zehen umspült kann man nicht anders als grinsen. Letzer Stop: Marble Mountains. Diese Marmorberge muss man eigenhändig (-füßig?!) erklimmen. Eine schnatternde Menge asiatischer Touristen begleitet und überfordert uns völligst. Oben auf dem Berg wird man mit Ausblick aufs Meer, kleinen Höhlen und Buddha-Statuen belohnt. Am Fuße des Berges reiht sich eine Bildhauerei neben der anderen auf. Wunderschöne Stücke nur leider nicht für den Backpack gemacht.
In einem Café machen wir einen Zwischenstopp für kalte Getränke. Nun fangen die Easy-Rider an, ihre Touren anzupreisen. War ja klar, dass sowas noch kommt!
Die Tour durch das bergige Inland und den Djungel abseits der viel befahrenen Wege klingt super und ist bestimmt jeden Dollar wert, aber leider zu teuer für unseren Geldbeutel. Etwas enttäuscht bringen unsere Fahrer uns zum Hong Cong Homestay in Hoi An.
Wir checken ein und gehen dann das kleine Städtchen erkunden. Da der Vietnam-Krieg die Altstadt verschont hat, ist es wunderschön hier. Häuser im französischen Kolonialstil reihen sich mit Lampinions geschmückt an einem Kanal auf, auf dem Boote und nach Einbruch der Dunkelheit auch Kerzen schwimmen. Viele reizende Läden sind fein rausgeputzt. Dementsprechend tummeln sich hier die Touris. Nachteil: man wird wieder nonstop angequatscht und jeder will einem was verkaufen, vor allem Maßanzüge und Schuhe. Die Geschäftstüchtigkeit schlägt uns eher in die Flucht, den es ist ziemlich nervig ständig vollgeschwallt zu werden, wenn man bloß mal stöbern möchte.
Am Fluß lassen wir uns zu einem Dinner überreden, später denken wir es wäre besser gewesen die Marktstände oder Einheimischen-Restaurants auszuprobieren.
Morgen eben 😉

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