Überpünktlich werden wir eingepackt und an den Touristenhafen gekarrt.
Dort geht es aufs Speedboat, was uns zuerst auf eine Fischfarm bringt. Seltsam, diesen Trip haben wir garnicht gebucht.
Dann geht es weiter zum Cham-Dorf auf einer Insel und wieder denken wir „Wir wollten eigentlich nach Kambodscha!“
Dort werden wir kurz rumgeführt und man will uns alles mögliche verkaufen. Dann warten wir fast eine Stunde darauf, dass das Boot mit unserem Gepäck kommt. Die Laune der Mitreisenden ist eher schlecht, weil alle früh aufgestanden sind und jetzt sinnlos rumsitzen.
Endlich kommt das Boot und die Fahrt geht weiter.
Wir relaxen, am Nachmittag nähert sich die Skyline von Phnom Penh.
Wir teilen uns mit zwei anderen ein Tuktuk, dass uns für einen guten Preis zum Guesthouse bringt, wo Julius, Til und Nico wohnen.
Da die aber gerade ausgeflogen sind erkunden wir erst ein wenig die Gegend.
Dann folgt die Reunion der Münchner!
So schön und auch so komisch diese tollen Menschen an einem ganz andern Ort wiederzusehen!
Es wird erzählt, gelacht und sogar direkt weitergeplant.
Morgen soll es Richtung Kampott gehen, damit wir am Wochenende wieder in Phnom Penh sein können. Dann hat Julius (unser Insider, der Pflegepraktikum macht) auch Zeit für uns.
Wir verschieben das Beisammensein in eine Bar, trinken und essen.
Dann geht es auf der Suche nach einer Karaokebar mit dem Roller durch die Nacht.
Wie schön, dass wir (fast) alle beisammen sind!
Monatsarchiv: März 2015
Tag 41, Chau Doc (Sam Berg)
Nach einer endlos langen Suche nach Frühstück wird mir dann letztendlich die teuerste Portion purer Reis jemals vorgesetzt. Laune unten.
Auch der Umtausch der vietnamesischen Dong in Dollar ist komplizierter als gedacht. Man kann in einer Bank zwar Dollar in Dong tauschen, nicht jedoch andersherum. Wieso zur Hölle? Wir werden auf Schmuckläden verwiesen, die den Job übernehmen. Nun ja.
Dann leihen wir uns jedoch Fahrräder aus und der Tag nimmt eine erfreuliche Wendung. Wir radeln an den Sam Berg, einer Pilgerstätte, die gänzlich vom Tourismus verschont ist.
Hier schauen wir zunächst einen Tempel an, der zur Hälfte aus dunklen Gängen durch Felsen und Höhlen mit Statuen besteht. Super!
Dann erklimmen wir durch Friedhöfe, Wohnhäuser, Cafés mit Hängematten und kleine Altare hindurch den Berg. Es ist unfassbar heiß und es gibt so viele Stufen!
Aber: es lohnt sich! Der Ausblick ist wunderschön, man kann bis nach Kambodscha rüber gucken. Und auf dem Berg ist es irgendwie friedlich.
Dann geht es alles Treppen wieder runter und mit dem Rad zurück nach Chau Doc.
Nach Mittagspause und -schlaf suchen wir abends wieder Dinner. Da wir früh dran sind ist das viel einfacher. Scheinbar essen die Vietnamesen gerne früh zu abend…
Morgen geht es um 6.30 Richtung Kambodscha, wo wir eine Reunion mit vielen Leuten von der Uni feiern!
Tag 40, Can Tho, Vinh Long -> Chau Doc
Wir machen ein do-it-yourself-Frühstück mit Baguette, Bananen und Reiskuchen vom Markt und Erdnussbutter. Reiskuchen ist ganz lecker und aud jeden Fall traditionell, aber nicht für jeden Tag. Die Bananen schmecken wie eigentlich alle Früchte besser als daheim.
Danach brechen wir mit unserer Krücke von Roller auf nach Can Tho. Nicht ohne sich wenigstens ein bisschen zu verfahren brausen wir letztendlich über eine sehr beeindruckende Riesenbrücke in die Stadt. Es gibt allerdings nicht viel zu sehen. Außer einem klassischen Markt und kleinen Läden entdecken wir nichts beim Durchkämmen der Straßen.
In einem kleinen Café beschließen wir daher zurück nach Vinh Long zu fahren.
Mit ein paar Abkürzungen ‚Asiastyle‘ finden wir schnell zurück, machen ein Picknick am Fluss und ruhen dann ein wenig. Die Hitze bringt einen praktisch in einen Zustand des Dauermüdeseins.
Am Nachmittag geht es weiter mit dem Local Bus. Wie immer ein Erlebnis. Diesmal im Program: Redselige Vietnamesen, Rauchen erlaubt, Massgen auf dem Sitz vor uns, eine Fahrt wie immer ins Ungewisse.
Wieder wird es dunkel und wir sind noch immer nicht angekommen…
Dann schaffen wir es (wie immer) doch, werden mal wieder überteuert von Motorradboys zum Guesthouse gebracht und brechen fast sofort den Kilometer bis ins Center auf, um auf Dinnerjagd zu gehen.
Es gibt bei einer Straßenmuddi Banh Mi 😉
Tag 39, Vinh Long/ An Binh
Es geht um 6.15 mit einer Touri-Tour los. Aber wir sollen positiv überrascht werden.
Es gibt Frühstück auf dem Boot, wir sind eine kleine Gruppe und wir fahren erstmal eine Stunde über den Mekong, vorbei an kleinen Inselchen und Seerosenbüscheln. Immer wenn einer aufsteht kippt das Boot fast.
Wir passieren die schwimmenden Märkte, wo wir mit Jackfruit versorgt werden.
Beim ersten Stop dürfen wir Honig von der Insel-Imkerei probieren. Super lecker!
Wir fahren wieder Boot, machen eine Pause bei der wir mit Obst versorgt werden und eine riesige Python zum Spielen rausgeholt wird.
Hier stehen auch Bonsai-Gärten zur Schau.
Wir steigen um in kleinere Bootchens, die von alten Mamis mit Rudern betrieben werden, dürfen Reishüte aufziehen und werden über kleinere Flüsse geschippert.
Dann geht es zurück ins ursprüngliche Boot, was uns zu einer kleinen Manufaktur bringt.
Dort wird uns erklärt wie hier „Reispopcorn“ gemacht wird (anstatt Feuer werden hier überall Reishülsen verbrannt, die auf überladenen Kähnen herangefahren werden).
Wir erfahren, wie man hier ‚Karamell‘ zusammen mischt, wie die Reispuffer hergestellt werden und dürfen alles probieren.
An der nächsten Station zeigt man uns die Herstellung von Reispapier.
Dies und Reiswein (auch den mit den eingelagerten Schlangen!) dürfen wir wieder verkosten.
Dann zeigt man uns noch wie der Coconut-Candy hergestellt wird, der wird sogar handverpackt!
Am Ende dürfen wir nochmal alles schnabulieren und dann geht es zurück zum Festland.
Wir machen kurz Pause und mieten einen Roller.
Über die Fähre zu anderen kleinen Inseln geht die Fahrt, auf der wir uns wie immer in den Straßen verlieren.
Mit schmerzendem Hintern fahren wir zurück ins Hotel, ruhen uns aus und machen uns auf zum Abendessen.
Tag 38, Hoc Mon -> Vinh Long
Nach einem sehr deftigen Frühstück packen Jürgen und Hoa und mitsamt riesigen Backpacks auf die Roller und es geht Richtung Distrikt 10, Saigon. Es ist eine wilde und unfassbar unbequeme Fahrt, aber dank der Zwei verirren wir uns diesmal nicht 😉
Hoa klärt den Bus für uns ab und dann brechen wir überstürzt auf. Es war eine schöne Zeit bei den Drei!
Die Durchsagen vom Busfahrer verstehen wir absolut nicht und nur weil sich ein Mitreisender erbarmt wissen wir ungefähr was abgeht.
Der Bus bringt uns bis nach Vinh Long im Mekong-Delta. In dieser untouristischen Stadt werden wir von zwei Motorradboys ins Zentrum gebracht. Dann geht die Hotelsuche los. Wir finden etwas günstiges und erkunden die Stadt. Tatsächlich ist die nicht auf Touris ausgelegt. Auf dem riesigen Markt geht es heiß zu. Restaurants gibt es kaum und als Vegetarier ist es mal wieder ein Graus.
Obwohl das Reisen wundervoll ist, ist dies mal wieder einer jener Momente, in denen ich mich richtig arg wieder auf Zuhause freue!










