Nach gemeinsamen Frühstück (herzhaft, wie die Locals) steigen wir in ein Tuktuk, dass uns über holprigen Abkürzungen zu den Killing Fields bringt.
Mein Wissen um Kambodschas Geschichte soll heute deutlich erweitert werden, denn hier lernen wir alles über die Khmer Rouges und das Terror-Regime unter Pol Pot.
Zufällig treffe ich eine ehemalige Mitschülerin -wie klein doch die Welt ist!
Mit Audioguides (so touri) ausgestattet besichtigen wir das ehemalige Hinrichtungslager. Super krass, was hier mal abgegangen ist und wie grausam alles war! Dafür sieht es hier heute viel zu freundlich aus und nur gelegentlich tritt man fast auf alte Knochen.
Schwer beeindruckt entscheiden wir uns noch zum einstigen Gefängnis S-21 zu fahren, wo die Menschen vor ihrer Endstation Killing Fields gefoltert und zu Geständnissen gezwungen wurden. In dieser ehemaligen Schule lernen wir noch ein bisschen mehr der dunklen kambodschanischen Geschichte kennen. Sogar schwedische Journalisten wurden bei einem Besuch während der Zeit von Pol Pot so getäuscht, dass sie in Europa schrieben, es sei alles okay hier.
Nachdem wir die Zellen und Folterkammer, sowie die Fotoausstellung gesehen haben, treffen wir nochmal zufällig zwei Kommilitonen (ja, die Welt ist tatsächlich klein).
Nach so viel Input für den Kopf fahren wir für Input für den Magen zum Central Market.
Ich stöbere und sehe mir von der Dachterrasse einer Shopping Mall die Stadt von oben an.
Heute abend geht unser Nachtbus nach Siem Reap, in den wir nach einem gemeinsamen Abendessen einsteigen werden.
Monatsarchiv: März 2015
Tag 46, Phnom Penh/ Koh Deich
Zwei Stunden später kommt ein Teil der Meute zurück und schmeißt den Teil, der schon schlummert aus den Federn.
Es geht zum ausschlafen auf die Insel Koh Deich, die als Insider-Tip von Julius und seinem Kumpel Lukas von Touristen ausgespart wird.
Wir fahren zu acht auf zwei Rollern und Fähre dort hin, bekommen kleine Hüttchen im Mekong und gehen erstmal in den Fluß. Dann wird gegessen und anschließend fallen wir einer nach dem andern auf dem Boden in den Tiefschlaf.
Am Nachmittag haben wir alle mehr schlecht als recht Schlaf aufgeholt und baden und relaxen noch ein wenig.
Dann geht es zurück in die Stadt, wo wir einen Halt bei einem Straßenstand machen und Sandwiches essen. Allerdings ist das Prinzip eines vegetarischen Sandwichs nicht jedem klar, denn anstatt einfach das Fleisch rauszulassen gibt es das Teil halt nackt.
Abends erkunden Judith und ich als weiblicher Teil der Truppe noch den Night Market und dann lassen wir den Abend auf der Dachterrasse ausklingen.
Tag 45, Kampot/ Kep/ Phnom Penh
Nachdem wir als WG endlich mal wieder in einem Bett geschlafen haben gibt es Khmer Breakfast und dann wird schon zusammengepackt.
Wir besorgen uns Tickets zurück nach Phnom Penh fürs Wochenende und dann geht es an den Strand der Küstenstadt Kep.
Die Sonne ballert und die erfrischende Abkühlung im Meer wird ein wenig getrübt durch das Jucken, was das Wasser auf der Haut verursacht.
Aus dem Snack am Meer wird aufgrund horrenter Preise leider auch nix.
Also geht es zurück nach Kampot, wo wir unsere Fahrt zurück nach Phnom Penh und Julius vorbereiten.
Mit dem Minivan ist die Strecke in gut 3 Stunden geschafft.
Wir machen uns fertig und dann geht die Nacht (zumindest für mich) bis um 5.30 vom ’18‘ über das ‚Mekong River‘, einer Karoke-Bar, einem Schweizer Imbiss, dem ‚Heart of Darkness‘ bis zum ‚Pantoon‘.
Erledigt und ein bisschen krank steige ich ins Bett, allerdings nicht für lange…
Tag 44, Kampot
Nachts wird es hier doch recht frisch und trotz Moskitonetzen wird man gestochen. Außerdem wackelt die Hütte wenn sich einer bewegt. Aber trotzdem wachen wir glücklich auf 😉
Nach dem Frühstück erfahren wir, dass Judith schon auf dem Weg zu uns ist!
Wir machen uns auf Kuchen-Jagd, weil Judith ja gerade erst Geburtstag hatte.
Der Cakeshop hat noch nicht offen, der Supermarkt führt keine Kuchen…
Letze Anlaufstelle: Der Markt. Hier sind wir auch erst nicht erfolgreich, doch dann entdecken wir kitschige Cupcakes. Anschließend holen wir Judith ab und alle zusammen fahren wir zum Resort.
Wir freuen uns wahnsinnig wieder vereint zu sein!
Und jetzt habe ich auch weibliche Verstärkung 😉
Mit unseren Rollern geht es zunächst zu einer Höhle. Dort führt uns ein Einheimischer rum, wir klettern durch kleine Löcher und enge Felsspalten. Spaßig! (:
Leider mindert die anschließende Diskussion mit dem Typ über seine Bezahlung ein wenig diese super Erfahrung.
Dann machen wir kurz Mittagspause an einem Straßenstand.
Es geht weiter auf einen Berg, den die Chinesen gekauft haben und auf dem sie die Straße ausgebaut haben.
Wir fahren einem hammer Ausblick entgegen zu einer Buddha-Statue.
Unterwegs geht es durch Wolken und es wird merklich kälter!
Wegen Spritmangel fahren wir nicht mehr zum Casino oder dem Wassefall.
Nach kurzem Entspannen und teilweise Bad im Fluß geht es in die Stadt zum Dumpling-Essen.
Tag 43, Phnom Penh -> Kampot
Wir schlafen ein bisschen länger und organisieren uns Bustickets nach Kampot. Mit einem Minubus geht es nach ein wenig Wartezeit drei Stunden dorthin.
Julius hat uns ‚Samon’s Village‘ empfohlen. Dieses Bungalow-Dorf ist einfach paradiesisch! Selbstgezimmerte Häuschen entweder auf dem Boden oder in 2m Höhe, direkt am Fluß. Die Leute hier sind supernett, die Lounge mit Hängematten ausgestattet.
Zuallererst springen wir über einen kleinen Steg in den Fluss, der überraschend warm ist. Außerdem muss man permanent schwimmen, um nicht abgetrieben zu werden. Es ist echt schön hier (:
Mit der Kokosnuss-Duschkopf-Dusche wird das Salzwasser abgeduscht und dann ein bisschen gechillt (geht hier fantastisch!).
Wir fahren nochmal kurz in die Stadt, suchen Dinner und setzen uns dann zusammen und planen morgen…











