Unser Pickup soll heute „zwischen 7 und 8“ sein. Also gibt es ein super frühes Frühstück und dann wird gewartet. Bis 8.15. Hallo, asiatische Pünktlichkeit.
Nachdem wir erst von einem überladenen Minibus zur eigentlichen Haltestelle gebracht werden, müssen wir wieder warten.
Dann geht es in einem praktisch privaten Minivan 5 Stunden durch die Landschaft und kleine kambodschanische Dörfer. Gestoppt wird wieder dort, wo kein Mensch Englisch spricht und Vegetarier sein als Krankheit gilt.
Wir halten wieder, warten eine Stunde auf einen anderen Kleinbus, der uns dann zehn Minuten fährt und dann müssen wir schon wieder umsteigen. Der letze Minivan ist völligst überladen aber wir quetschen uns noch rein, denn es gilt (wie wir schon gelernt haben): der Bus ist nie voll! Außerdem hupt der Bus in Dauerschleife und das ohne Grund. Hauptsache bisschen Krach machen!
Irgendwann am Abend kommen wir nach fast zehn Stunden (es hieß ursprünglich mal sieben) in Ban Lung an und werden ‚for free‘ von einem Tuktuk zu einem Guesthouse gebracht. Nach dem wir für fünf Leute Betten aufgetan haben gibt es Dinner und wir verbringen den Abend entspannt, bis einer der Angestellten mit uns eine Whisky-Probe durchführt. Allerdings geht die nicht besonders lang und wir schleppen uns noch vor 10 ins Bett.
Monatsarchiv: März 2015
Tag 50, Preah Vihear
Wieder stehen wir um 6 auf, frühstücken schnell und dann kommt unser Auto, was uns zum Tempel von Preah Vihear bringt.
Zu viert auf der Rückbank ist eher unbequem zumal die Straßen kraterartige Schlaglöcher haben.
Nach 3 Stunden Fahrt kommen wir am Fuße des Berges an. Wir müssen erst noch mit unserem Fahrer diskutieren: er dachte wir nehmen einen Truck für 25$ den Berg hoch und sind einer Stunde wieder unten. Wir dachten wir wandern den Berg hoch und nehmen uns den ganzen Tag Zeit.
Nach ein wenig hin und her bekommeb wir, was wir wollen. Er fährt uns zum Anfang der Treppe nach oben. Wir erklimmen 2243 Stufen Richtung Tempel. UFF!
Das Wasser ist schnell aufgebraucht. Wir laufen noch durch ein kleines Doef mit Bunkern und Kanonen ausgestattet (wie wir jetzt im Reiseführer lesen, gab es hier zuletzt vor 2 Jahren einen Schusswechsel mit Thailand wegen Grenzstreitigkeiten). Ein paar Extrastufen geht es noch zum Tempel, dann bietet sich ein ehrwürdiger Anblick auf das Unesco Weltkulturerbe und auf das ebene Umland. Atemberaubend!
Wir klettern umher, begegnen nur wenigen japanischen Touristen, die Fotos von und mit uns machen und genießen kalte Getränke.
Dann geht es wieder die ganzen Stufen nach unten, was auch irgendwie anstrengend ist…
Etwas erledigt treten wir die holprige und enge Rückfahrt an.
Ziemlich direkt streben wir das Restaurant unseres Vertrauens an und nach einem kurzen Abstecher in die Pubstreet landen wir im Bett.
Ein anstrengender aber wirklich erlebnissreicher Tag!
Tag 49, Ankor Wat und seine Tempel
Um 4 Uhr klingelt der Wecker.
Wir stehen im Dunkeln auf und steigen auf die Räder. Es geht zu den Tempelanlagen um Ankor Wat, um am bekanntesten Tempel den Sonnenaufgang zu erleben. Zusammen mit einer Millionen chinesischer Touristen. Yaye!
Trotzdem ist es recht schön, nur leider etwas zu bewölkt (kommt uns aber im Laufe des Tages zu Gute).
Wir frühstücken mit Ausblick auf den Ankor Wat und besichtigen diesen anschließend. Wir laufen durch uralte Gemäuer und bestaunen die Kultur der Khmer. Trotz Sarong darf ich ärgerlicherweise nicht auf den höchsten Punkt des Tempels, ein bisschen Willkür ist also auch dabei.
Wir radeln zum nächsten Tempel, besteigen den Berg auf dem er steht und genießen den Ausblick, der sich vor uns erstreckt.
Als nächstes sehen wir Ankor Tom. Dieser ist eigentlich eine kleine Stadt und wir teilen unser Interesse wieder mit lautstarken Chinesen.
Es geht weiter zu einer ehemaligen Universität/ Tempel wo wir über Geröll klettern und wieder sehr beeindruckt sind.
Es gibt noch einen Tempel auf einer künstlichen Insel zu bewundern und wir legen sowohl zu Fuß, als auch auf dem Fahrrad einige Kilometer zurück.
Ziemlich fertig gönnen wir uns nach einer kleinen Pause zuletzt noch den Tempel, in dem einige Ausschnitte aus ‚Lara Croft – Tombraider‘ gedreht wurden: hier holt sich der Djungel zurück was einst ihm gehörte – mächtige Wurzeln durchziehen Mauern und Steine.
Nach fast 11 Stunden Khmer-Kultur kehren wir fasziniert von diesen eindrucksvollen Plätzen nach Siem Reap zurück.
Wir müssen kurz am Pool relaxen, denn der Tag war lange und gut anstrengend.
Nach einem super leckeren Dinner kaufen wir noch kurz Tickets zur Weiterreise und dann treten wir langsam den Weg ins Reich des wohlverdienten Schlafes an…
Tag 48, Siem Reap
Etwas überraschend hält der Bus morgens um 5 in Siem Reap. Die Nacht war eher unbequem: Der Bus eng (nicht für europäische Beine) und neben mir -wie sollte es anders sein- der einzige Schnarcher im ganzen Bus.
Ein lustiger Tuktukfahrer bringt uns alle fünf (!) plus Gepäck zu einem Hostel. Dort sichern wir uns Betten und holen eine Stunde Schlaf nach.
Dann flanieren wir durch die Stadt selbst, checken den Markt aus und stellen fest, dass es hier illegal ist, sich ein Motorbike zu leihen. Also organisieren wir uns ein Tuktuk und lassen uns zum Phnom Gromm Tempel bringen. Dort müssen wir zunächst einen Kambodschaner bestechen, damit er uns den Berg erklimmen lässt. Oben wartet eine super Aussicht über kambodschanisches Flachland.
Der anschließend geplante Besuch des Ton Lesap Sees floppt allerdings.
Der See ist während der Regenzeit viermal so groß und es gibt schwimmende Dörfer zu sehen. Für uns endet die Fahrt aber an den Booten, für die man pp 25$ Dollar hinlegen soll.
Also treten wir den Rückzug Richtung Siem Reap an.
Dort bummeln wir nochmal über den Markt, erkundigen uns über eine mögliche Weiterreise sowie morgendliche Pläne und dann geht es zurück ins ‚Garden Village‘ zum Entspannen.
Der Abend endet wegen der für den morgige Tag geplanten Aktion im Morgengrauen früh. Nur Judith und ich wagen sich nochmal in die wuselige und beleuchtete Pubstreet, wo wir auf dem Nightmarket ein paar Mitbringsel erbeuten.





































