Wir haben keine Lust mehr auf Tuktuks und laufen in der Frühe zur Bustation. Dort besorgen wir uns Tickets für den total verwatzt aussehenden VIP Bus nach Pakse und gönnen uns Baguette auf die Hand. Die wilde Fahrt geht los. Erst bei sibirischen Temperaturen, dann in einer fahrenden Sauna. Alle Plätze sind belegt, aber das heißt noch lange nicht, dass der Bus voll ist. Keineswegs! Es werden Plastikstühle in den Gang gestellt, sodass auch wirklich JEDER mitkann. Außerdem hält der Bus andauernd um irgendwelche Einheimischen einzuladen (auch einzelnde Personen), denn für die gelten die regulären Stationen eh nicht (gehalten wird immer wenn einer raus oder rein will). Irgendwer hat wieder einen Vogel angeschleppt, der laufend fiept und bei jedem Stop stürmen Marktfrauen mit plattgewalzten Hühnern am Stiel oder angebrüteten Eiern den Bus. Oder eben welche, die Geldspenden in einer Urne sammeln.
Ein munteres Treiben!
Irgendwie kommen wir in Pakse an, wo uns Tuktukfahrer bestürmen, um uns zum Busbahnhof der 4000 Islands zu bringen. Dort werden wir direkt in einen local Bus geladen und die Fahrt geht völligst überladen mit Menschen, Säcken voller Zucker, Matratzen und Kompressoren los.
Auch hier gilt wieder: der Bus ist noch nicht voll!
Auf einem Sack Zucker sitzend fahren wir ewig, es wird langsam dunkel, wir haben keine Ahnung wo wir sind und ob wir jemals ankommen. Ab und zu stoppt die Karre um Ladung abzugeben, dann stürmen sofort wieder tausend Marktfrauen heran um ihr ekelhaftes Zeugs loszuwerden.
Wer aussteigen will haut einfach gegen die Seite des Wagens oder gleich gegen die Fahrerkabine.
Ein ungutes Gefühl beschleicht uns. Fahren überhaupt noch Fähren im Dunkeln auf die Inseln? Kommen wir jemals an?
Doch das hier wäre nicht Laos, wenn nicht doch alles irgendwie möglich wäre.
Wir werden am Steg rausgeworfen, von zwei laotischen Boys geschnappt und in ein Boot gesetzt. Dann passiert erstmal nichts. Schon wieder haben wir absolut keine Ahnung, was jetzt passiert.
Wir fahren mit einer Lampen-Feuerzeug-Kombination los.
Tatsächlich legen wir an der Insel Don Det an. Ist ja der Hammer!
Erneut geht es wie Maria und Josef weiter durch Backpacker-Sammelstellen, wo alles auch mit dem Zusatz ‚HAPPY‘ angeboten wird, entlang der Bungalows, bis wir etwas finden.
Bei Mr. Vai’s Guesthouse duschen wir den Dreck und Schweiß der Odyssee ab und setzen uns, die Mücken bekämpfend zum Dinner.
Der absolute Knaller, so lecker!
Kann man die Köchin einmal zum Einpacken und Mitnehmen haben?
Nach kurzer Rast in den Hängematten vor unserem Bungalow steigen wir erschlagen ins Bett.
Tag 21, Thakekh -> Pakse -> Don Det
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