Tag 16, Phonsavanh

Wir schlafen auf richtigen Matratzen wahnsinnig gut. Um 7 geht es los. Wir leihen uns einen Roller und starten zu den Ebenen der Tonkrügen. Diese über 2000 Jahre alten Krüge sollen Urnen sein und sind über mehrere ‚Sites‘ verteilt.
Über Schotterpisten fahren wir zu Site 1 und laufen über Hügel, auf denen unzählige Exemplare stehen. Dazwischen immer mal wieder Bombenkrater vom zweiten Weltkrieg.
Der Weg zu Site 2&3 ist nicht mehr als Weg zu bezeichnen. Vielmehr holpern wir durch den roten aufwirbelnden Staub über eine Aneinanderreihung von Schlaglöchern uns Steinen. Die Dorfbewohner winken freundlich und denken sich vermutlich „bescheuerte Europäer“. Wir hupen Kühe und Pferde von der Straße, fragen mit Hand und Fuß nach dem Weg und verfahren uns trotzdem.
Macht nichts, wir sind ja im Urlaub -ähh auf Reisen!
Site 2 ist deutlich kleiner aber auch schön, Site 3 sparen wir uns (denn schon wieder wird überall Eintritt und Parkgeld verlangt). Stattdessen machen wir uns zu einem Wasserfall auf. Dort angekommen ist jedoch kein Wasser da, weshalb wir ein wenig über die Steine klettern und in die Tiefe von Wasserlöchern schauen.
Als wir zurück in Phonsavanh sind, haben wir bereits leichten Sonnenbrand auf Schultern und Nacken und einen leeren Magen.
Wir stoppen bei den ‚fresh Markets‘, dem Markt für die Einheimischen. Was hier alles angeboten wird! Wir machen große Augen. Die Fleischtheke ist offen und ohne Kühlung gestaltet. Es gibt kein Tier (Dachs, Ameisenbär, Kuh, undefinierbar) und kein Körperteil des jeweiligen, was es nicht gibt, sowie Unmengen an Obst (leuchtende Stände!), Gemüse und den üblichen Plastik-Krusch.
Faszinierend sind auch die Bottiche mit den Fischen. Springt einer raus, wird einem ein Plastikkorb gereicht und ich darf den Fisch wieder einfangen.
Unglücksrabe Basti, der eh schon Probleme mit seiner Kreditkarte hat, verliert noch den Rollerschlüssel. Wir laufen den Markt nochmals ab, jedoch ohne Erfolg. Ouh no! Stimmung ade! Das gibt Ärger!
Bedröppelt geht es zum Rollerverleih ums Eck. Der am morgen noch so grantige Besitzer amüsiert sich prächtig über uns, testet den Ersatzschlüssel und berechnet uns am Ende nur 3€. Glück gehabt! Sonst überall hätte es mindestens 50 gekostet!
Das Zenter für Landminenopfer, was wir uns anschließend ansehen, beeindruckt uns stark.
Heute ist außerdem Chinese New Year, deshalb feiern viele Restaurants mit lauter Musik und Unmengen an Essen. Überall knallern die Laoten.

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