Ein neuer Tag! Da der Motorbike-Verleih Mr. Ku momentan noch unterwegs ist, vertrösten wir uns mit Frühstück, Checkout und Storage. Dann werden wir zur guten ‚Honda‘ anstatt der ‚Chinese‘ überredet und nach kurzem Tankstop geht die Fahrt los. Und das ganz ohne verrückten Busfahrer oder anderen Fahrgästen, die ihren Müll einfach aus dem Fenster werfen (hier absolut üblich, dementsprechend sehen die Straßenränder aus). Dafür durch kleine Dörfer, in denen die Kinder sich tierisch freuen wenn man „Sabaidee“ zurück ruft!
Unser erster Stop ist der Buddha-Cave. Hier stehen in einer Höhle, die man durch ein kleines Loch kriechend betritt, verschiedene steinalte Buddha-Statuen. Die Höhle mitsamt der Statuen wurde erst vor 10 Jahren durch Zufall von einem Fledermaus-Jäger entdeckt.
Heute beten hier gerade eine Nonne und zwei Mönche. Der eine Mönch spricht uns an und möchte ein Bild machen. Wir unterhalten uns ein wenig und werden von der Nonne zum Tempel in Californien eingeladen, wo sie lebt.
Natürlich hat die Höhle parking und Eintritt gekostet. Obwohl alles seht günstig hier ist, umsonst gibt es nichts.
Dann schauen wir weiter zur Xieng Liab Höhle. Schon an der Einbiegung fängt uns ein Laote ab, knöpft uns Geld für Parking ab und lässt es sich dann nicht nehmen, uns die Höhle zu zeigen.
Nachdem wir durch Wasser gewatet und durch die komplette Finsternis gestolpert sind, hält er natürlich die Hand auf. Nervig!
Den See/Fluss Tha Fa Lang sehen wir uns nur kurz an und bewundern eine sich am Ufer tummelnde Horde Schmetterlinge.
Dann geht es zum kleinen kostenlosen Tham Pha Inh und anschließend zum Tham Aen.
Letzterer ist zwar eher teuer, dafür aber auch riesig, mit Betontreppen ausgestattet (original Hogwarts-Optik) und besticht mit krasser Luftfeuchtigkeit.
Alles in allem sind die Höhlen ein wunderbarer Beweis dafür, was die Natur so kann.
Wir schleppen uns mit Reservetank einen Berg hinauf, sind fasziniert von der freien, fantastischen Landschaft und brettern über verhältnismäßig gute Straßen.
Am Nachmittag kommen wir im „healthy model village“ Tha Lang an und ziehen ins Sabaidee Guesthouse. Nach einet erholsamen Dusche (Rollerfahren verursacht dank unbequemer Haltung die heftigsten Rücken- und Nackenschmerzen) chillen wir in Hängematten. Gestört werden wir nur von einem gewaltigen Regenguss, der unerbittlich auf das Guesthouse niederprasselt. Wie muss das nur in der Regenzeit sein, wenn jetzt schon so ein Gewittersturm losgeht?
Nach Dinner und Pläneschmieden für den nächsten Tag geht es langsam Richtung Bett, denn für morgen ist viel geplant.
Monatsarchiv: Februar 2015
Tag 17, Phonsavanh -> Thakekh
Der Tag beginnt mehr als früh (auch hier scheiden sich bekanntlich die Geister) mit einem indischen Frühstück. Mal was anderes und super!
Ein überteuertes Tuktuk (!!!) bringt uns an die Bushaltestelle. Wir warten. Und warten. Und warten. Ein beunruhigendes Gefühl!
Dann endlich scheppert ein mit pinken Asessoirs besetzter Bus um die Kurve.
Wir uns unser Gepäck werden eun- bzw. aufs Dach geladen. Los geht die wilde Fahrt, wieder mit Ammok laufendem Busfahrer.
Eine gesamte laotische Familie speit munter vor sich hin, ebenso munter ertönt die Hupe. Beim Pausen-Punkt kann man Nager und Ameisenbär kaufen. Nett.
Und dann passiert es: wir erleben unseren ersten (und vielleicht letzten?) Regen in der Mekong-Region (zur Erinnerung: wir sind hier in der Trockenzeit).
Immernoch bleibt ein wenig ungewiss, wie wir von unserem Zwischenstop Paksan weiter nach Thakekh kommen sollen. Aber irgendwie klappts ja doch immer.
Wir kommen in Paksan an, werden in den Bus hinter uns gescheucht und ich vergesse mein Buch im ersteren. Klasse.
Im neu bestiegenen Bus treffen wir 3 Französinnen wieder, die auch in Phonsavanh waren. Es gibt also doch einen direkten Bus nach Thakekh, aber wir sollen lieber zweimal zahlen.
Aha, aha, sosooo, sosooo….
Die Fahrt in der Klapperschüssel geht los, irgendwann kommen wir dann auch in Thakekh an. Yaye!
Um uns das Tukutuk zu sparen pilgern wir wie die Packesel zur Villa Thakekh/ Travellodge, ergattern eines der letzten Zimmer und bestellen Essen. Erst werden wir vergessen (ganz was Neues), dann steht nach 13,5 h Hungerperiode das Essen da.
Wir lesen das „Gästebuch“, informieren uns über den ‚Loop‘ und schmieden Pläne für den nächsten Tag.
Draußen tobt das Vietnamese New Year mit lauter Musik und Knallern.
Die nächsten Tage werden aufregend! (:
Tag 16, Phonsavanh
Wir schlafen auf richtigen Matratzen wahnsinnig gut. Um 7 geht es los. Wir leihen uns einen Roller und starten zu den Ebenen der Tonkrügen. Diese über 2000 Jahre alten Krüge sollen Urnen sein und sind über mehrere ‚Sites‘ verteilt.
Über Schotterpisten fahren wir zu Site 1 und laufen über Hügel, auf denen unzählige Exemplare stehen. Dazwischen immer mal wieder Bombenkrater vom zweiten Weltkrieg.
Der Weg zu Site 2&3 ist nicht mehr als Weg zu bezeichnen. Vielmehr holpern wir durch den roten aufwirbelnden Staub über eine Aneinanderreihung von Schlaglöchern uns Steinen. Die Dorfbewohner winken freundlich und denken sich vermutlich „bescheuerte Europäer“. Wir hupen Kühe und Pferde von der Straße, fragen mit Hand und Fuß nach dem Weg und verfahren uns trotzdem.
Macht nichts, wir sind ja im Urlaub -ähh auf Reisen!
Site 2 ist deutlich kleiner aber auch schön, Site 3 sparen wir uns (denn schon wieder wird überall Eintritt und Parkgeld verlangt). Stattdessen machen wir uns zu einem Wasserfall auf. Dort angekommen ist jedoch kein Wasser da, weshalb wir ein wenig über die Steine klettern und in die Tiefe von Wasserlöchern schauen.
Als wir zurück in Phonsavanh sind, haben wir bereits leichten Sonnenbrand auf Schultern und Nacken und einen leeren Magen.
Wir stoppen bei den ‚fresh Markets‘, dem Markt für die Einheimischen. Was hier alles angeboten wird! Wir machen große Augen. Die Fleischtheke ist offen und ohne Kühlung gestaltet. Es gibt kein Tier (Dachs, Ameisenbär, Kuh, undefinierbar) und kein Körperteil des jeweiligen, was es nicht gibt, sowie Unmengen an Obst (leuchtende Stände!), Gemüse und den üblichen Plastik-Krusch.
Faszinierend sind auch die Bottiche mit den Fischen. Springt einer raus, wird einem ein Plastikkorb gereicht und ich darf den Fisch wieder einfangen.
Unglücksrabe Basti, der eh schon Probleme mit seiner Kreditkarte hat, verliert noch den Rollerschlüssel. Wir laufen den Markt nochmals ab, jedoch ohne Erfolg. Ouh no! Stimmung ade! Das gibt Ärger!
Bedröppelt geht es zum Rollerverleih ums Eck. Der am morgen noch so grantige Besitzer amüsiert sich prächtig über uns, testet den Ersatzschlüssel und berechnet uns am Ende nur 3€. Glück gehabt! Sonst überall hätte es mindestens 50 gekostet!
Das Zenter für Landminenopfer, was wir uns anschließend ansehen, beeindruckt uns stark.
Heute ist außerdem Chinese New Year, deshalb feiern viele Restaurants mit lauter Musik und Unmengen an Essen. Überall knallern die Laoten.
Tag 15, Luang Prabang -> Phonsavanh
Um 5 klingelt der Wecker und wir machen uns im Dunkeln durch die verlassenen Straßen zum Monk-March auf.
Mit Mieke und Paul setzen wir uns wartend an den Straßenrand. 300 Mönche sollen um 6Uhr Essensgaben von gläubigen Buddhisten annehmen. Stattdessen aber knien nur Touris dort. Als endlich ein paar orange gekleidete Mönche mit Gaben-Urnen angelaufen kommen, geht das Gerenne unter den Zuschauern sowie ein Blitzlichtgewitter los. Echt traurig, dafür hat sich das frühe Aufstehen nicht gelohnt.
„Monkeys and monks – there is no difference“ sagen die Laoten.
Wir schlendern zurück ins Hostel, schlingen gerade noch so das free Breakfast herunter und steigen in den bis jetzt klapprigsten Bus, der zur Hälfte mit Einheimischen besetzt ist.
Auf dem Dach das Gepäck und ein Motorbike. Alles klar!
Die Fahrt beginnt, wieder unzählige Kurven und Berge, wieder ein wahnsinniger Ausblick und tolle Natur!
Wir durchqueren abgelegene Dörfer, halten an Buden wo es aufgehängte Nager gibt, überfahren fast ein paar Kühe, verlieren auch mal ein Gepäckstück, füllen Kühlwasser neben drm Fahrer in den Motor und schütteln auf regelmäßiger Basis den Kopf.
Wir kommen an Stellen in Laos vorbei, an denen die Zeit wirklich stehen geblieben ist.
Am Abend trudeln wir in Phonsavanh ein. Wir werden bei Jennidas Guesthouse fündig: ein schönes Zimmer für 8€? Nehmen wir!
Das Abendessen fällt indisch aus. Yummi!







