Tag 22, Don Det + Don Khon

Auch das Frühstück ist bei Mr. Vai ein absolutes Fest.
Wir leihen uns dir ärgsten Klapperräder und fahren über die sandigen Wege und provisorischen Holzbrücken auf die südlicher liegende Insel Don Khon.
Hier kann man einen Tempel, einen Strand ohne richtigen Zugang zum Fluss, eine Laderampe noch aus französischer Zeit und viele Touris (wie überall hier) sehen.
Es ist brütend heiß und wir duschen so zwei bis dreimal am Tag.
Nach der Radltour muss kurz ein Abstecher in die Hängematte gemacht werden.
Nachdem wir wieder aklimatisiert sind (zumindest ein bisschen) schauen wir nochmal „vor“, dort wo sich alle Backpacker tummeln.
Super viele süße kleine Restaurants am Wasser, manche gut besucht und laut, andere eher unscheinbar.
Wenn man sich von den krassen Backpacker-Magneten fern hält ist es wunderbar hier!
Wieder gibt es indisch zu Abend und dann wird noch ein wenig gelesen.

Tag 21, Thakekh -> Pakse -> Don Det

Wir haben keine Lust mehr auf Tuktuks und laufen in der Frühe zur Bustation. Dort besorgen wir uns Tickets für den total verwatzt aussehenden VIP Bus nach Pakse und gönnen uns Baguette auf die Hand. Die wilde Fahrt geht los. Erst bei sibirischen Temperaturen, dann in einer fahrenden Sauna. Alle Plätze sind belegt, aber das heißt noch lange nicht, dass der Bus voll ist. Keineswegs! Es werden Plastikstühle in den Gang gestellt, sodass auch wirklich JEDER mitkann. Außerdem hält der Bus andauernd um irgendwelche Einheimischen einzuladen (auch einzelnde Personen), denn für die gelten die regulären Stationen eh nicht (gehalten wird immer wenn einer raus oder rein will). Irgendwer hat wieder einen Vogel angeschleppt, der laufend fiept und bei jedem Stop stürmen Marktfrauen mit plattgewalzten Hühnern am Stiel oder angebrüteten Eiern den Bus. Oder eben welche, die Geldspenden in einer Urne sammeln.
Ein munteres Treiben!
Irgendwie kommen wir in Pakse an, wo uns Tuktukfahrer bestürmen, um uns zum Busbahnhof der 4000 Islands zu bringen. Dort werden wir direkt in einen local Bus geladen und die Fahrt geht völligst überladen mit Menschen, Säcken voller Zucker, Matratzen und Kompressoren los.
Auch hier gilt wieder: der Bus ist noch nicht voll!
Auf einem Sack Zucker sitzend fahren wir ewig, es wird langsam dunkel, wir haben keine Ahnung wo wir sind und ob wir jemals ankommen. Ab und zu stoppt die Karre um Ladung abzugeben, dann stürmen sofort wieder tausend Marktfrauen heran um ihr ekelhaftes Zeugs loszuwerden.
Wer aussteigen will haut einfach gegen die Seite des Wagens oder gleich gegen die Fahrerkabine.
Ein ungutes Gefühl beschleicht uns. Fahren überhaupt noch Fähren im Dunkeln auf die Inseln? Kommen wir jemals an?
Doch das hier wäre nicht Laos, wenn nicht doch alles irgendwie möglich wäre.
Wir werden am Steg rausgeworfen, von zwei laotischen Boys geschnappt und in ein Boot gesetzt. Dann passiert erstmal nichts. Schon wieder haben wir absolut keine Ahnung, was jetzt passiert.
Wir fahren mit einer Lampen-Feuerzeug-Kombination los.
Tatsächlich legen wir an der Insel Don Det an. Ist ja der Hammer!
Erneut geht es wie Maria und Josef weiter durch Backpacker-Sammelstellen, wo alles auch mit dem Zusatz ‚HAPPY‘ angeboten wird, entlang der Bungalows, bis wir etwas finden.
Bei Mr. Vai’s Guesthouse duschen wir den Dreck und Schweiß der Odyssee ab und setzen uns, die Mücken bekämpfend zum Dinner.
Der absolute Knaller, so lecker!
Kann man die Köchin einmal zum Einpacken und Mitnehmen haben?
Nach kurzer Rast in den Hängematten vor unserem Bungalow steigen wir erschlagen ins Bett.

Tag 20, „Loop“, Konglor -> Thakekh

Nach dem von Kids gekochten Frühstück (die Laoten packen ‚Teapot‘ = pappsüße Kondensmilch sogar aufs Brot) geht es für uns zum Konglor Cave. Dieser ist (im Vergleich) ziemlich teuer, aber schnell merken wir, das er einiges zu bieten hat. Mit einem Boot werden wir auf dem durch die Höhle fließenden Fluss in die absolute Dunkelheit gekarrt, die nur von unseren Stirnlampen durchbrochen wird. Unterwegs können wir die gewaltigen Ausmaße der Höhle und ihrer Steinfromationen bewundern. Ein Naturschauspiel sondergleichen!
Ab und zu muss man mal aussteigen und anschieben helfen, wenn das Wasser zu flach ist. Ein Stück darf man durch Tropfsteine laufen. Auf der anderen Seite der Höhle fahren wir fast ein paar badende Wasserbüffel um, dann wird gedreht und es geht wieder zurück.
Es folgt eine unfassbar lange Rollerfahrt, deren Rückenschmerzen nur durch eine Eispause (Kokosnuss mit Black beans?!) unterbrochen werden. Diese werden später bei einer Lao-Massage weggeknetet/-zogen/-streckt.
Wir sind flott unterwegs!
Am Abend schauen wir uns noch Thakekh selbst an und planen die Weiterreise.
Eine 1€-Wassermelone von einer der tausend Wassermelonenfrauen, die am Straßenrand wie die Hühner auf der Stange nebeneinander sitzen, versüßt das Dinner.

Tag 19, „Loop“, Tha Lang Village -> Konglor

Der Tag beginnt früh, wir fahren eine ganze Weile durch atemberaubende Landschaft. Der Roller ist allerdings trotzdem wir uns für die bessere/ teurere Variante entschieden haben, nicht die bequemste Art zu Reisen. Mein Rücken/Nacken schreit förmlich, besonders wenn die Straße sich IN der Kurve zur Dirtroad umwandelt. Wir verfahren uns auch mal, verpassen mangels Ausschilderung die Cool Springs und fahren so ein wenig mehr als geplant. Wir fragen uns mit ein paar laotischen Vokabeln durch, teilen das Wasserloch mit laotischen Kids und tanken in einem Dorf manuell (sehr lustige Sache).
Nachdem wir von zwei kleinen Jungs noch zu einem Wasserfall geführt werden (den wir alleine nicht finden konnten) machen wir uns in die Sackgasse nach Konglor auf, wo wir uns morgen den Konglor Cave ansehen wollen.
Im Enjoy Boy Guesthouse treffen wir zwei deutsche Hippies, mit denen wir uns gut unterhalten, während wir mal wieder eine halbe Ewigkeit auf unser Essen warten, das von den Kindern des Hauses zubereitet wird. Neben unserem Zimmer steht eine Herde Wasserbüffel, nur von einem Bambuszaun zurückgehalten.
Gute Nacht! 😉

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