Santa Elena

Angekommen in Santa Elena haben wir unser Hostel mit wahnsinnig goldigem und bemühten Besitzer bezogen.
Einem ‚Geheimtipp‘ folgend sind wir noch zum Ficusbaum gelaufen, einem holen, mehrfach überwachsenem Baum, in dessen Innerem wir super weit in die Baumkronen geklettert sind. Dieser Baum ist wirklich der Hammer, unglaublich schön! Ein besonderer Moment war dann auch, als eine kleine Affenfamilie sich zu uns gesellte und in den von der Abendsonne goldenen Baumkronen umhertollte.
Santa Elena selbst ist auch ein recht süßes kleines Städtchen, vielleicht etwas touristisch.
Den Abend haben wir Mal wieder unser geballte Kochkraft zu einer Ananas-Reis-Kreation vereint.
Der nächste Vormittag war für einen Abstecher in den Santa Elena Nebelwald eingeplant. Dieser Nationalpark beinhaltet Pflanzen, Pflanzen, die mit Pflanzen bewachsen sind und jene, die mit Moos überwuchert sind. Es ist jedenfalls sehr grün und durch den heutigen Sonnenschein weniger nebelig.
Ganz am Ende unseres kleinen Hikes dort haben wir sogar noch eine Nasenbär-Familie gesehen, sehr putzig!
Am Nachmittag wollten wir eigentlich noch die Stadt erkunden, aber der Regen hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass wir uns eher der weiteren Planung und dem Bus-Djungel gewidmet haben. Wir werden tatsächlich mangels angenehmeren Alternativen morgen mit einem Shuttle weiter an die Küste nach Samara fahren!
Das Abendessen war zwar improvisiert (keiner wollte die endlich Mal trockenen Klamotten wieder durchtränken) aber nicht weniger lecker!

Busfahren in Costa Rica

Weil der angebotene Shuttle unser Budget ein wenig sprengen würde, aber wir drei beschlossen, unsere Reise nach Monteverde/Santa Elena nach Einheimischen-Manier fortzusetzen. Das bedeutet allerdings, dass man für die 76 km Weg (Luftlinie ca. 35km) ungefähr 8 Stunden einberechnen muss.
Um acht Uhr in der Frühe ginge es los nach Tilaran, eine recht entspannte und schnelle Fahrt mit Panoramablick auf den Vulkan Arenal und seinen See, sodass wir um 9:15 eintrudelten. Leider sind in Costa Rica die Busse genau garnicht aufeinander abgestimmt, was einen dreistündigen Aufenthalt in der kleinen Stadt bedeutete.
Mangels sehenswerter Orte haben wir uns in die Sonne (!) in den Park gelegt und auf einem Kinderspielplatz all unsere nassen Sachen aufgehängt sowie die Hängematte gespannt. Unseren Layover haben wir also sehr entspannt verbracht, wirklich gelangweilt haben wir uns nicht und am Ende waren sogar unsere Klamotten von gestern halbwegs trocken.
Nachdem wir leicht panisch kurz dem fälschen Bus hinterhergesprintet sind, haben wir doch den richtigen noch gefunden.
Leicht verwundet über die angesetzte Fahrtzeit von 3 Stunden für 40 km sollten wir lernen, das dies seine Gründe hat.
Der Weg war eine sehr kurvige, steinige und holprige Schotterpiste mit unzähligen Schlaglöchern und Zwischenstopps. Entschädigt wurden wir allerdings mit fantastischen Blicken auf saftgrüne Landschaften, Millionen von Kühen, Farmen und goldigen Dörfchen, die man sonst leider gar nie sieht.