Der Adrenalin-Tag begann schon wieder zu unchristlichen Zeiten, um 6:20 wurden wir bereits abgeholt.
Nach einer fast zweistündigen Fahrt kamen wir am Frühstücks-Ort an, wo wir erstmal versorgt wurden und unser Gepäck lassen konnten. Im Anschluss ging es noch einmal eine gute Stunde weiter bis zu unserer Einstiegstelle am Rio Pacuare, einer der besten Rafting-Flüsse in Zentralamerika.
In Sechserteams aufgeteilt wurden wir mit Schwimmwesten und Helmen ausgestattet und haben Sicherheitshinweise erhalten. Und dann ging die wilde Fahrt auch schon los.
Fast drei Stunden sind wir den Fluss mit seinen Stromschnellen und Felsen runter, immer auf das Kommando des Guides hörend: ‚Forward‘ – ‚Stop‘ – ‚Left-Backwards-Left‘. Unser Team war richtig gut und so sind wir kein einziges Mal gekentert oder mussten ‚Mann über Bord‘ schreien. Es war eine Riesengaudi mit jede Menge Lachen und Spaß. An den ruhigen Stellen des Flusses durften wir immer Mal über Bord hüpfen und etwas schwimmen oder und treiben lassen.
100% nass aber sehr ausgelassen, kamen wir dann wieder am Mittagsessen-Punkt an und wurden verpflegt.
Mit dem Minibus ging es am Nachmittag weiter nach San Jose, was verkehrsmäßig sowas von voll war, dass es alleine eine Stunde gedauert hat, die Stadt zu durchqueren. In unserem Palast von Hostel sind wir müde und erschöpft eingeschlafen, nur um den nächsten Tag wieder um 6:30 zu beginnen…
Tagesarchiv: 10. August 2018
Puerto Viejo
Puerto Viejo präsentiert sich als kleines, familiäres ehemaliges Fischerdorf. Überall gibt es wahnsinnig süße Läden mit leider etwas teuren schönen Klamotten. Obwohl unser Zimmer unterirdische Luftqualität aufwies, war unser Hostel ziemlich cool und von vielen netten Leuten bewohnt, die wir fragen konnten, was man am besten mit seiner Zeit hier so anstellt. Den Nachmittag sind wir ein bisschen bummeln gegangen (uns das hat bei den Preisen hier echt weh getan), waren einkaufen und haben uns versucht durch den Informationsdjungel von Costa Rica zu schlagen.
Am nächsten Tag sind wir empfohlenermaßen in den Cahuita Nationalpark und zwar an den nördlichen Eingang, denn da spart man sich 10$ Eintritt und kann auf Spendenbasis rein.
Der Park liegt direkt am Meer und man kann so 8 Kilometer zwischen Strand und Regenwald umherwandeln. Wir haben unzählige Krabben in Muschelhäusern und Eidechsen, ein Faultier, eine giftgelbe Schlange, gigantische und daher leicht gruselige Spinnen und faszinierende andere Dinge gesehen.
Die Luftfeuchtigkeit im Cahuita war so hoch, dass wir einfach nur zerflossen sind. Auch der Kreislauf spielt bei solchem Klima ein wenig verrückt.
An Nachmittag mussten wir daher erstmal lange duschen und ruhen.
Wie schon öfter in Zentralamerika hat keiner so richtig die Infos, die wir bräuchten. Daher sind wir am Nachmittag von A nach B gerannt und haben das Internet durchforstet, wie wir am besten nach Tortuguero und zum gleichnamigen Nationalpark kommen. Ein paar komplizierte Ansätze gab es schon, die Locals wollten natürlich ihren Shuttle verkaufen. Im Endeffekt haben wir eine komplett andere Entscheidung getroffen: wir machen Rainseason-Rafting und lassen uns danach nach San Jose fahren. Auch wenn das dem Portemonnaie nicht so gut tut, ist der Spaßfaktor garantiert.
Kleiner Nachtrag: wie wir am nächsten Morgen erfahren, hätten wir uns auch in der Nähe von Tortuguero raussetzten lassen können. Wie gut, dass uns das Mal wieder keiner so weitergegebenen hat…