Mit einer halbtägigen Busreise haben wir es dann auch die 15 Kilometer nach Montezuma geschafft. Die zwei drei Strassen des goldigen Örtchens haben wir am Nachmittag durchlaufen, bevor es Kaffee mit Meerblick und ein paar Stunden am Strand gab.
Zufällig waren zwei Deutsche, die wir schon von vorher kannten, in unserm Hostel, sodass wir den Abend mit Kartenspielen verbracht haben. Das Hostel selbsg schließt leider nächste Woche für immer, weil die Besitzerin in die Schweiz zieht. Dementsprechend gibt es allerhand Mängel, die nicht mehr behoben werden und den Preis des Hostels eher nicht rechtfertigen. Es wird außerdem noch ein neuer Besitzer für einen Hund und ein Katzenbaby gesucht, die sonst wohl oder übel auf die Strasse gesetzt werden!!!
Nachts hat es so heftig gewittert, dass ich regelmäßig dachte, die Hütte stürzt zusammen. Der Donner war so laut, dass er die Wände zum wackeln brachte und nicht an Schlaf zu denken war.
Zum inklusiven Frühstück gab es eine geschmacklose Pancakesmasse, die mangels einer geeigneten Pfanne eher zu halbdurchem Kaiserschmarrn wurde.
Mit dem viel zu spät kommenden Bus ging es am nächsten Morgen bei wieder strahlendem Sonnenschein über die schlechteste „Strasse“ im ganzen Land zum ältesten Nationalpark Costa Ricas, dem Carbo Blanco. Dieser Park wurde sogar von Gringos gegründet und als Lebensprojekt gesehen.
Über einen sehr schlammigen Weg haben wir uns durch Lianen und immer begleitet von dem Ruf der Brüllaffen bis an den Strand vorgeschlagen.
Durch die hohe Luftfeuchtigkeit zerläuft man schon bei der kleinsten Bewegung, sodass wir dankbar ins kühle Nass gesprungen sind.
Leider wurden wir ziemlich direkt von Quallen angegriffen, sodass wir uns lieber mit Picknick und Pelikanbeobachtung begnügt haben. Dieser Nationalpark ist irgendwie besonders und definitiv wunderschön.
Den gleichen Weg ging es dann wieder zurück, ganz am Ende haben wir sogar noch einen Ameisenbär und zu meinem allergrößten Entzücken ein Gürteltier gesehen haben.
Mit dem winzigen und ausgereizten Bus ging es dann wieder Richtung Dusche in Montezuma.
Zur Feier des Tages haben wir uns selbst in einer hippen Soda zum Essen eingeladen: teurer zwar als unser übliches Budget aber eben auch ziemlich lecker!
Heute haben wir ausnahmsweise Mal ausgeschlafen, bevor wir zum bekannten Wasserfall gewandert sind. Durch den Regen der letzen Tage, war der Weg sehr rutschig, aber zusammen mit den bereitgestellten Seilen und Wurzeln hat die Kletteraction richtig Spaß gemacht! Wir sind bis ganz nach oben auf den Wasserfall drauf, verschwitzt und voller Schlamm wie wir waren.
Die Aussicht war super und man konnte teilweise bis ans Meer schauen.
Für den Nachmittag stand nochmal ein bisschen Lesen am Meer an, bis wir Abends groß aufgekocht haben.
Morgen früh treten wir unsere Reise zur letzten gemeinsamen Station an: der Nationalpark Manuel Antonio.
Montezuma
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