Manuel Antonio/ Quepos Action

Dank Costa Rocanischen Verkehrsverhältnissen wurde der Weg nach Quepos an der mittleren Pazifikküste zur Tagesaufgabe. Quepos selbst ist wirklich keine Augenweide, aber unsere Hostelbesitzerin dafür um so netter, denn sie hat uns gleich einen Guide für den Nationalpark Manuel Antonio für den nächsten Tag besorgt (günstiger Preis, super Service).
Leider gibt es keinen Herd in der Küche und daher mussten wir besonders kreativ werden.
Unseren letzten gemeinsamen vollen Tag haben wir wie so oft früh begonnen, Bernie (der Guide, der fließend Englisch spricht) hat uns abgeholt und zum Nationalpark gefahren.
Dort war es wirklich ziemlich touristisch und ‚endlich‘ haben wir auch einmal die ganzen amerikanischen Touristen gesehen, von denen immer alle gesprochen hatten. Backpacker waren dafür kaum vor Ort.
Zusammen mit Bernie und zahlreichen anderen Guides und Touristen sind wir durch den Park gelaufen und haben tatsächlich einige Tiere gesehen, die wir alleine und mit dem nackten Auge nicht gefunden hätten. Durch das Fernglas konnten wir sogar Bilder machen!
Zum Abschluss hat uns unser Guide an den Strand gebracht, wo wir noch ein paar Stunden geblieben sind, bevor der Himmel zuzog.
Wir haben noch schnell einen Kaffee am Meer getrunken/ Katinka hat endlich einmal Ceviche probiert, dann sind wir zurück nach Quepos gefahren.
Für den letzten gemeinsamen Abend war geplant, nochmal schön essen zu gehen.
Das Gewitter hat unsere Pläne leicht nach hinten verlagert und dann flatterte noch eine Hiobsbotschaft ins Haus: die Stadt war den Tag über Richtung San Jose komplett abgeriegelt. Roadblocks wegen Fischer-Protesten! Wie sehr habe ich diese lateinamerikanische Angewohnheit vermisst….nicht.
Es standen zufälligerweise unsere Weiter-/Heimflüge auf dem Spiel. Tolles Timing!
Unsere Hostelbesitzerin zeigte Mal wieder vollen Einsatz und rief überall an. Leider ohne Erfolg: die Brücke aus der Stadt blieb gesperrt.
Unsere einzige Möglichkeit war nun noch, um 4:00 den ersten Bus zu nehmen, in der Hoffnung, dass die Ticos müde werden würden und zumindest in den frühen Morgenstunden die Barrikaden verlassen würden, bevor tagsüber der Streik wieder voll in Kraft treten sollte.
Nach einer sehr sehr unruhigen Nacht ging es also um 3:30 Richtung Busbahnhof, wo wir den Busfahrer ersteinmal überreden mussten, uns arme Touristen (und noch eine Handvoll weitere gestrandete Reisende, die allesamt Flüge haben) über seine normale Kapazität hinaus mitzunehmen.
Der Gefrierschrank von Bus wurde zwar immer voller, fuhr jedoch ungehindert bis nach San Jose.
Wir haben noch eine gestrandete Holländerin adoptiert und zu viert gefrühstückt und sämtliche Märkte in der Umgebung rund um die Bushaltestelle unsicher gemacht. Nach den ganzen Turbulenzen der Nacht ein sehr sehr schöner Abschied meiner kleinen Reisefamilie <3 Obwohl wir uns sicherlich bald wieder sehen werden, fehlen mir die beiden jetzt schon. Es war so eine gute Zeit. Auf ins nächste Abenteuer! PURA VIDA