Manizales

Im Bus habe ich ein Pärchen -er Brasilianer, sie Französin- kennengelernt, mit denen ich mir in Taxi zum Hostel geteilt habe. Wir sind dann nochmal wieder in die Stadt gefahren und haben uns die Kathedrale angesehen, die angeblich die 5thöchste der Welt sein soll. Nach dem Dinner bin ich mehr oder weniger direkt ins Bett, denn kurz vor 5 hat schon wieder der Wecker geklingelt.

Los Nevados NNP
Nachdem von Salento aus eine Mehrtageswanderung nicht geklappt hatte, habe ich mich von Manizales aus zu einer Tagestour zum Gletscher San Isabel angemeldet. Mit dem Jeep ging es ca. 2 Stunden bis zum Frühstückspunkt, die ich trotz holpriger Straße mit Schlafen verbracht habe. Nach klassisch kolumbianischem Essen ging es dann nochmal ca. eine Stunde weiter, bis wir losgewandert sind. Ich bin anstatt mit den Leuten aus meinem Auto (zwei kolumbianische Pärchen) mit einer Gruppe aus Deutschen und Schweizern gelaufen. Die Landschaft war echt super schön und der/die Tourguide hat uns mit jede Menge Infos über die Pflanzen- und Bergwelt gefüttert. Insgesamt sind wir ca. 3 Stunden bis auf 4700m geklettert, wo der Gletscher angefangen hat. Oben war es sogar richtig kalt und obwohl ich bestimmt noch ein bisschen akklimatisiert bin hat mein Herz ganz schön geklopft.
Später ging es dann leider den gleichen Weg wieder runter, wo es dann um 17.00 ‚Almuerzo‘ (Mittagessen) gab. Über Stock und Stein und Schlaglöcher erstaunlichen Ausmaßes ging es dann auch wieder zurück in die Stadt. Am Abend war ich noch schnell im Supermarkt und habe mich mit einer Schweizerin unterhalten, die ebenfalls Leute für einen Mehrtageshike gesucht hat und genauso unerfolgreich war wie ich. Nach einer heißen Dusche (noch ein Vorteil Kolumbiens: warmes Wasser ist nicht ganz so selten wie in den anderen Ländern) ging es dann für mich ins Bett.
Heute morgen war ich kurz in der Shopping Mall ums Eck, habe zusammen gepackt und mich mit Philipp (von der Wanderung gestern) am Busbahnhof getroffen, wo wir nach kurzem Hin und Her ein Ticket nach Medellin gekauft haben. Dank jeder Menge Baustellen auf dem Weg haben wir leider unfassbar lange in die ‚Stadt des ewigen Frühlings‘ gebraucht…