An unserem ersten Tag in Cali haben wir eine Food-Tour mitgemacht. Es ging an coolen Graffitis, mit Fun Facts über die Stadt gespickt, durch schöne Ecken der Stadt zu einem klassischen Markt. Dort hat uns der Guide (ein Holländer) den ganzen Vormittag über die unterschiedlichsten Dinge zum Probieren gegeben: Getränke, Früchte, Hauptspeisen, Kaffee,…
Es war wirklich eine gute Tour und die meisten der Pröbchen waren richtig lecker!
Cali gilt allerdings eher als gefährlicheres Pflaster und man ‚gibt Papayas‘ (ein Ausdruck, der bezeichnet, das man danach fragt ausgeraubt zu werden), wenn man mit seinem Smartphone oder seiner Camera längere Zeit in der Hand rumläuft.
Am Nachmittag haben wir uns dann noch bei einer Free Walking Tour angeschlossen, um ein wenig mehr von der Stadt zu sehen und noch mehr Infos zu bekommen.
Für unser Abendessen haben wir uns mit Fernando, dem Kolumbianer, den wir in Bolivien kennengelernt hatten, getroffen und ihn das erste Mal in seinem Leben in ein vegitarisches Restaurant bewegt. Wir wollten noch einen Blick auf eine Salsabar ums Eck werfen, aber um 22.00 Uhr war da leider noch nichts los.
San Cipriano
Um 5 in der Frühe sind wir und ein holländisches Pärchen (das sogar durch Zufall meinen Cousin Dario, u.a. vom Reisen kennt!) zum Busterminal aufgebrochen. Dort haben wir uns in einen Bus nach Buenaventura gesetzt und uns unterwegs rausschmeißen lassen. Von dort ging es dann weiter per ‚Brujita‘. Das ist ein großes Holzbrett mit Bänken drauf, was von einem Motorrad über schienen bis zum Djungeldorf San Cipriano gefahren wird. Man wird ziemlich direkt von einheimischen ‚Guides‘ empfangen, die einem alles vermitteln wollen. Also sind wir zu einem Wasserfall aufgebrochen, mussten dazu Flüsse durchqueren und quer durch den Regenwald durch Matschfelder waten und über Wurzeln klettern. Unsere Schuhe haben wir einfach den ganzen Tag (auch beim Schwimmen) angelassen. Den Wasserfall hatten wir ganz für uns alleine!
Ziemlich verdreckt haben wir zurück in San Cipriano ein Mittagessen bei einer der Mamas genossen und sind nach kurzer Pause zum ‚Tubing‘ aufgebrochen. Unsere prall aufgepumpten LKW-Reifen haben wir einen Kiesweg entlangeschleppt, bis wir seitlich in den glasklaren Fluss eingestiegen sind. Ab da haben wir uns -begleitet von einem panischen Hund, der bei dem Versuch uns mehrfach zu „retten“ selbst fast ertrunken ist- den Fluss hinab treiben lassen, Mal super langsam, Mal über kleinere Stromschnellen. Hat riesigen Spaß gemacht (:
Insgesamt haben wir definitiv zu viel bezahlt, weil wir eigentlich nie gehandelt haben, aber wir sind immer noch günstiger weggekommen als die vom Hostel angebotene Tour gekostet hätte.
Ziemlich nass und müffelig, haben wir uns nach einer weiteren Brujita-Fahrt an die Hauptstraße gestellt und versucht, einen Bus nach Cali anzuhalten. Relativ schnell haben wir aufgeben und sind mit dem Kollektivo nach Buenaventura gefahren (angeblich einer der kriminellsten Orte in Kolumbien) und von dort einen Bus zurück nach Cali genommen.
Wir sind leider so spät erst wieder zurück gekommen, das außer Lieferservice-Pizza kein Essen mehr verfügbar war.
Kurz nach Mitternacht haben wir uns dann alle zusammen nochmal aufgerafft, zu einer Salsabar zu fahren. Es ist ein wenig komisch, wenn man selbst kein Salsa tanzt (obwohl man das ein oder andere Mal von einem Local dazu gezwungen wird), aber es ist wirklich beeindruckend den Calienern zuzuschauen. Das keiner von denen einen Drehwurm bekommt oder über die eigenen Füße stolpert ist ein Wunder!
Jetzt sitzen Eline, Emiel und ich in einem Luxusbus nach Armenia, von wo aus wir uns nach Salento in der Kaffee-Gegend durchschlagen wollen.