Mit einem ziemlich luxuriösem Bus sind wir Richtung Nieva gefahren, wo wir an der Bushaltestelle festgestellt haben, das es vielleicht nötig sein könnte, Schlafsäcke zu besorgen. Allerdings haben wir trotz super netter herumtelefonierender Locals keinen Erfolg gehabt. Nach kohlenhydratreichem Lunch (Yuca, Kartoffeln, Reis) sind wir durch die eigentliche Wüste zu unserem Hostel/Zelt gesteuert. Dort angekommen haben wir erfahren, das es nachts nicht abkühlt und Schlafsäcke daher überhaupt nicht nötig sind.
Wir sind ein wenig umhergestromert, haben uns die Gesteinsformation ‚Labyrinth von Cusco‘ von oben angesehen und den Sonnenuntergang genossen. Der versprochene super schöne Sternenhimmel, wegen dem wir (und wegen des langen Wochenendes gefühlt ganz Bogota) eigentlich angereist sind war leider durch eine Schicht Wolken verhindert. Also haben wir die Zeit mit Yazee und Gesprächen totgeschlagen und sind noch vor Mitternacht ins Zelt gekrochen.
Am nächsten Morgen haben wir uns Frühstück organisiert und sind noch vor der prallen Mittagssonne ins Labyrinth aufgebrochen. Wir sind fast zwei Stunden darin umhergeirrt, bis wir endlich einen Ausgang aus dem Staub, der Sonne und der damit verbundenen Hitze gefunden haben.
Nach einer wohlverdienten Dusche sind wir mit dem diesmal im Affentempo heizenden Minivan nach Nieva zurückgekehrt. Mein Hostel war ein wirklich seltsamer Ort, ohne weitere Besucher (Eline und Emiel sind in einem anderen untergeschlüpft). Wir haben uns am Nachmittag noch einmal getroffen und sind in eine Shoppingmall gefahren, den es gibt nichts anderes hier zu tun. Wenigstens war es so verhältnismäßig einfach, vegitarisches Essen zu besorgen (in Kolumbien in kleineren Städten quasi unmöglich).
Ich habe abends dann noch ein bisschen Disneychannel auf Spanisch geschaut, bevor es um 4.00 in der Frühe wieder rausging, um mit dem Taxi durch die eher seltsame Gegend an den Busbahnhof zu fahren, von wo uns ein Bus (200km, 8h) nach Popayan bringen soll.
Wüste Tatacoa
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