Wir hatten uns schon gefragt, wieso der Bus für 200km 8 Stunden brauchen soll. Aber naja, wenn man praktisch quer durch den Regenwald auf unbefestigten und engen Strassen (wir mussten bei entgegenkommenden Fahrzeugen ca. 20 Mal rangieren) fährt, an jeder Ecke Leute einsammelt bis selbst der letzte Platz auf dem Gang besetzt ist und Mittagspause für die immerhungrigen Einheimischen macht kann man auch schon mal 10 Stunden brauchen. Jedenfalls sind wir letztendlich in der ‚Weissen Stadt‘ angekommen, die Bäuche mit Langeweile und Keksen gefüllt. Den Abend sind wir ein wenig im verregneten Popayan umherspaziert. Dabei sind wir in eine gefährliche Gegend geraten ohne es zu wissen, aber freundliche Locals haben uns gewarnt. Da schon wieder irgendein Feiertag gefeiert wurde waren leider die meisten schönen Orte, Restaurants und Cafés geschlossen, sodass wir selbst Wraps gemacht haben, während der Regen auf das Hosteldach trommelte.
Heute haben wir sogar Mal selbst Frühstück gemacht und sind dann mit einem Kollektivo ca. 1,5h nach Silvia gefahren, wo Dienstags ein Indigenous-Markt ist. Den hatten wir relativ schnell besichtigt und es uns dann mit Kaffee und Snacks gemütlich gemacht. Auf dem Marktplatz haben wir dann fast eine Stunde auf den nächsten Bus nach Popayan gewartet, immer bedroht von dunklen Regenwolken.
In Popayan haben wir die ganze Palette lokales Brot und Arepas probiert (kenne ich schon von meinem kolumbianischen Gastvater aus Australien),einen Aussichtspunkt erklommen und einen guten Kaffee getrunken, während wir den Regen abgewartet haben.
Anderthalb Stunden vor Abfahrt des letzten Buses nach Cali sind wir an den Busbahnhof gelaufen und ab da haben wir eigentlich nichts mehr verstanden. Wir mussten komisch lange auf den Bus warten, haben Tickets gekauft und mussten wieder warten. Egal wie, letzten Endes sind wir mit dem Bus Richtung Cali losgefahren.
Popayan
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