Wir wurden eingeladen, schnell nach Léon zurück gebracht und dann mussten wir unsere Backpacks für die overnight Camping Tour auf dem aktiven Telica Vulkan packen. Amanda von der Free walking Tour kam mit uns und gemeinsam mit zwei weiteren Nicaraguanern ging es 1h im holprigen Jeep an den Start des Hikes. Weil es bei 34 Grad doch etwas schwitziger war, hat sich der moderate Wanderweg etwas schwieriger angefühlt, aber es gab für europäische Verhältnisse sehr viele lange Pausen. Am frühen Abend sind wir nach circa 2h reiner Laufzeit am Campingplatz angekommen, haben das Zelt aufgeschlagen und sind zum Sonnenuntergang auf den Vulkan. Der Krater war beeindruckend: ein rauchendes tiefes Loch. Der Sonnenuntergang um die Ecke war ebenfalls wunderschön. Mit dem 360 Grad View über andere Vulkane und die umgebende Landschaft war es einfach super. Nach kurzem Abendessen, Marshmallows überm Lagerfeuer und einem Toña Lieferanten ging es in die Zelte für eine für mich leider sehr unbequeme Nacht. Der Sternenhimmel war dafür sehr romantisch!
Am nächsten Morgen ging es vor Sonnenaufgang raus, die Zelte wurden abgebaut und wir sind wieder rauf auf den Vulkan. Die Pastellfarben des Himmels waren wie gemalt und ein Sonnenaufgang mit dem Blick hat etwas Magisches. Nach einer kurzen Tour bergab wurden wir verdreckt und verschwitzt wie wir waren wieder in den nun SEHR holprigen Jeep geladen und sind über kleine Dörfer und durch Kühe hindurch zurück nach Léon.
Archiv für den Tag: 11. Januar 2026
Las Peñitas
Mit dem Chicken Bus (literally) sind wir von Léon nach Las Peñitas, einem kleinen Beach-Getaway und dort erstmal ins Meer gesprungen. Nicht ohne an der falschen Stelle aus dem Bus auszusteigen und nur dank Motorbike Taxi dann doch am richtigen Ort anzukommen. Die Wellen waren leider nicht grandios, also erstmal Toña trinken und abwarten. Zum Sunset hatte sich das leider immer noch nicht gebessert, sodass wir nochmal bis zur Dunkelheit bodysurfen waren. Richtig fertig wurde noch gekocht und dann ging es im super cuten Mano a Mano Hostal ins Bett.
Der nächste Morgen begann mit Wavespotting und Kaffee und dann doch irgendwann dem Entschluss wenigstens kurz in die Wellen zu hopsen. Weil Angelo mich schubste, hab ich auch 3 ganz gute bekommen. Aber beeilen mussten wir uns auch, weil unser Pickup schon um 9:30 erfolgte.
Léon Teil 1
Völlig verschwitzt sind wir mit allem Geraffel an die Bushaltestelle und weil ein Sitz für das Gepäck extra kosten sollte und es keinen Kofferraum gab, sind wir 2,5h mit den grossen Backpacks auf dem Schoss gefahren. Ich bin froh, dass ich meine untere Körperhälfte wieder spüren kann.
Léon selbst begrüßte uns mit einem Rikscha Fahrer, der uns ein bisschen abzog und dann aber mit kaltem Toña Bier auf der Rooftop Terrasse einer Bar. Wir sind doch eher müde ins Bett, um am nächsten Morgen früh aufzustehen.
Nach einem guten aber auch teurer als gedachtem Frühstück ging es zur Original free walking Tour. Es war krass informativ und ich hatte nicht gewusst, wie super viel Geschichte Nicaragua auf dem Buckel hat. Die Tour endete mit einem Marktbesuch und es ging direkt weiter zum Vulcano boarding beim Bigfoot Hostel. Wir waren zwar eher auf der älteren Seite bei dieser Party-Tour aber es war sehr spaßig. Im Chicken-Bus gab es Shots und laute Musik, dann wurde mit den Brettern der Cerro Negro erstiegen (ein paar Infos über die Geographie Nicaraguas gab es auch) und dann ging es in Schutzanzügen und -brillen den Vulkan runter. Ich habe bis zu 50km/h erreicht. Abgeschlossen durch einen Sonnenuntergang vom Busdach und weiteren Shots sowie Abendessen bei Locals wurden wir im Hostel wieder ausgeladen.
Aller Anfang ist schwer
Weil der Flieger aus FRA 2h Verspätung hatte, habe ich grandioserweise in Paris meinen Anschluss nach Panama verpasst. Da durch Schnee und Eis seit Tagen ein Ausnahmezustand herrschte, war ich leider nicht alleine mit dieser Katastrophe. Mit Mitleidenden gemeinsam musste ich mich anstellen. Für jeden Einzelnen wurde eine individuelle Lösung gefunden, aber das dauerte und war wie bei mir nicht zufrieden stellend. Zum Glück hatte ich nette Gesellschaft und Trauma verbindet. Ich habe mit 3 weiteren Gleichaltrigen den Abend in einem Hotel und einer Bar irgendwo im nirgendwo verbracht. Die anderen hatten am nächsten Tag einen Platz im Flieger nach Panama ergattert. Ich musste aber leider alleine weiter nach Miami und dort eine weitere Nacht schlafen. Die Nacht war sehr kurz, da ich mit dem Typ an der Rezeption versucht habe, meine Drohne nach Deutschland zu senden, da ich viel zu spät gemerkt habe, dass die illegal in Nicaragua sind. Geglückt ist es mir auch nach Stunden nicht und ich habe sehr müde an dem mit Plastikbesteckt versehenen Frühstücksbuffet gesessen, bevor ich dann doch irgendwann – wieder mit Verspätung- nach Managua fliegen konnte. 50h später habe ich die Drohne im Fleecepulli vorbei an den Scannern ins Land geschmuggelt (ich spüre eine hohe kriminelle Energie). Mit dem Taxi ging es zum Hostel, in dem Angelo schon wartete, der zwar 24h nach mot gestartet, aber 15h vor mir ankam. Ab jetzt wird alles gut!