El Transito

Wir waren mal wieder so fertig, dass wir es nach einem wie immer wunderschönen Sonnenuntergang gerade geschafft haben, zu Abend zu essen und dann vor 21 Uhr noch im Bett gewesen sind. Der nächste Tag begann dann, wie sollte es andere sein, mit einer Surfsession. Diesmal zwar mit deutlich schlechteren Wellen, aber auch deutlich freundlicherem Lineup. Nach ausgiebigem Frühstück sind wir ins Café Oso mit gutem Kaffee und Internet (dem beides gab es im Hostel nicht). Dann brach das Planungschaos aus: wir haben doch noch Flüge auf die Corn Islands gefunden, den gemieteten Wagen nicht ohne Verluste wieder umgebucht und uns mit Schokobrownies getröstet. Die Flüge kann man günstiger per Anruf oder WhatsApp buchen aber das ist alles kompliziert und dauert ewig, was mich fast an den Rand der Verzweiflung gebracht hat…
Nachmittags gab es dank schlechter Wellen eine private Sunset Session und nach kurzem Abstecher ins WLAN im Dorf haben wir wieder gekocht und direkt geschlafen. Absoluter Klassiker aktuell.
Die Wellen am nächsten Tag in der Früh waren leider doch so schlecht, dass ich mich endlich zum Laufen motivieren konnte und in der Hitze zwar nicht unbedingt abgeliefert habe, aber den ersten Schritt zum Halbmarathon im März gemacht habe. Dann ging es mit dem Auto auch wieder weiter die Küste hoch durch seltsame, verlassene Ferienorte bis nach Miramar.

In Miramar sind wir bei einem italienischen Aussteiger untergekommen. Im Dorf selbst gibt es nichts ausser zwei Luxus-Surfcamps (normalerweise gibt es hier eine gute Welle). Wir sind auch kurz ins Wasser, aber bis auf dass wir alle Wellen alleine hatten war es wirklich nicht gut. Dafür hat Adriano dann lecker italienisch für uns gekocht. Wir haben noch etwas geschnackt und sind wie immer früh ins Bett und früh wieder raus. Auch am nächsten Morgen war der Surf Medium gut. Aber wenigstens noch einmal mit Brett ins Wasser vor dem Trip auf die Corn Islands.

Popoyo

Mit dem Taxi angekommen sind wir zusammen mit Ayana & Selina kurz etwas durch den winzigen Ort geschlichen und dann haben Angelo und ich sich zum Sunset nochmal ein Brett ausgeliehen und sind ins Wasser gehüpft. Trotzdem die Welle hier sehr gut ist, bekomme ich trotzdem keine, denn die Locals dominieren das Lineup. Angelo hatte eine ziemlich gute Session, aber der kann ja auch surfen, haha. Leider sind die Vibes im Wasser nicht besonders angenehm – die Locals legen sich regelmäßig mit Gringos an und wollen sie des Meeres verweisen.Im Dunkeln ging es ohne Schuhe und durch einen Fluss zur Unterkunft zurück. Am Abend haben wir dann noch ein BBQ bei unserer Unterkunft genossen, bevor wir wie immer tod ins Bett gefallen sind. Am nächsten Morgen gab es etwas Planungschaos für Brasilien, also sind wir leicht verspätet ins Wasser, was leider mit einem vollen Lineup bezahlt werden musste. Im Anschluss haben wir eine kleine Wanderung zu einem Hipster Café gemacht – auch mal ganz nett zwischendurch. Wir sind direkt ein bisschen dort geblieben und haben Yatzi gespielt, bis die Wellen wieder riefen. Anstelle einer Party beizuwohnen, sind Angelo und ich lieber Pizza direkt am Strand essen und früh schlafen gegangen wie zwei Großeltern. Die Session am Morgen begann früh aber endete auch leider früh, denn es wurde ein Contest für die Kids abgehalten. Aber bis dahin waren kaum Leute im Wasser und es hat richtig Spaß gemacht! Am gleichen Tag noch haben wir unseren Mietwagen erhalten und uns von Ayana und Selina verabschiedet. Für uns ging es weiter nach El Transito in ein ziemliches Hippie Hostel. Der Weg war leider doch etwas länger als gedacht und ausser Shopping in einem grossen und teuren Supermarkt doch recht unspektakulär.