Den Mittwoch haben Daniel, Ben und ich recht schweigsam begonnen. Wir sind auf den Markt frühstücken gegangen, durch die Strassen gestreunert und haben eine sehr interessante free Walking Tour gemacht.
Am Nachmittag haben wir uns auf dem Schwarzmarkt nach Handys umgesehen und mussten enttäuscht feststellen, das die hier teurer als daheim sind.
Recht missmutig hat nur das Abendessen und Wiedersehen mit Angeline die Stimmung gehoben.
Monatsarchiv: November 2016
Peruvian nightmare
Natürlich kam der Bus zu spät. Aber das sollte nur eine nebensächliche Tragödie der Nacht werden.
Der recht luxuriöse Bus stoppte nach zwei Stunden Fahrt plötzlich und riss uns aus dem Halbschlaf.
Eine gemeine Gaunerbande hatte riesige Steine auf die Strasse geräumt und zwang den Bus zum Anhalten. Dann bedrohten sie mit Pistolen den Busfahrer, der aus Angst die Tür öffnete, schlugen ihn blutig und stürmten zu fünft den Bus.
Jeder wurde mit einer Waffe bedroht, Taschen komplett ausgeleert und Geld sowie Wertgegenstände gefordert. Zuerst dachte ich noch, ich käme glimpflich davon, denn ich konnte mein Handy verbergen, indem ich einem Überfäller ein altes kaputtenes andrehte. Leider löste sich aber bei dem Versuch mein richtiges Handy besser zu verstecken der Kopfhörer und meine daraufhin spielende Musik verriet mich.
Der ganze Bus verblieb für einige Minuten in Schokstarre nach diesem Vorfall. Ich glaube Ben und ich haben sich einfach nur ungläubig angeschaut.
Dann haben wir langsam das Chaos beseitigt, Verluste gecheckt, mit den anderen Fahrgästen geredet.
Der Busfahrer musste erstmal zum Nähen ins Krankenhaus und währenddessen durften sich alle anderen mit den peruanischen Behörden, nämlich einem winzigen, ranzigen, eiskalten Polizeibüro irgendwo im Nirgendwo vergnügen. Wahnsinn, wie langsam und ineffizient manche Menschen arbeiten…
Mit 12 Stunden Verzögerung kamen wir durch wunderschöne Landschaft fahrend und wieder im Dunkeln in Cusco an. Dort durften wir dann noch mal 2h mit dem Busunternehmen über Verlusterstattungen streiten.
Alle sehr umnächtigt, geschockt und bei jeder Verlangsamung des Buses aufschreckend haben wir noch Treppenstufen bis zum Hostel erklommen, zu Abend gegessen und sind ins Bett gefallen.
Vor dem Hintergrund das Ben sein iPhone und ich mein Handy -beide mit allen Bildern etc.- verloren haben und wir jeder mal eine Pistole im Gesicht hatten, ist die Stimmung gerade nicht besonders glücklich und mein Sicherheitsgefühl lässt zu wünschen übrig.
Nasca
Wir haben Eric kurzfristig an die Schwedinnen verloren, dafür aber Daniel aus Israel mit dabei.
Mit dem Bus ging es nach Nasca, beladen vom Feinsten in der prallen Wüstensonne zum Hostel.
Den Abend haben wir in einem Planetarium in einem Luxushotel verbracht, wo uns viele Informationen der Nascalinien und die hingebungsvolle Geschichte von Maria Reiche näher gebracht wurden. Wirklich faszinierend!
Außerdem haben wir eine kleine Einführung in Astronomie erhalten und konnten den ‚Supermond‘ durch ein krasses Teleskop ansehen.
Heute frühs haben wir zunächst ein bisschen rumorganisiert, bevor wir zum Flughafen (ungefähr der kleinste der Welt) gefahren sind, um dort einen guten Deal für einen Flug über die Wüste auszuhandeln.
Das Flugzeug war wirklich winzig und es ist garnicht mal so einfach, sich auf Linien am Wüstenboden zu konzentrieren, wenn man gleichzeitig versucht, möglichst keinen Mageninhalt von sich zu geben! Ernsthaft! Danach waren wir alle gleichermaßen erleichtert auszusteigen und fertig mit der Welt.
Den Nachmittag haben wir eigentlich nur damit verbracht, die Zeit bis zum Nachtbus nach Cusco totzuschlagen…





