Huaraz‘ Hochgebirge

Huaraz liegt auf über 3000m.
Deswegen haben wir es am Ankunftstag eher ruhig angehen lassen mit Stadterkundung, Wäsche waschen, Geld besorgen, Infos sammeln und Abends schön vom Markt Gekauftes kochen.
Außerdem haben wir Bens Haare lila gefärbt, das war ein Spaß!
Heute frühs ging es um 5 Uhr (!) los.
Nach kurzem Gewarte auf den Bus (Klassiker in Südamerika), sind wir mit diesem und ca. 20 anderen Touris weiter ins Gebirge gefahren -unterwegs Frühstücksstop in netter Tourifalle.
Auch im Huascarán Nationalpark ging es weiter mehr oder weniger sicher aussehende, steile und kurvige Strassen hoch. Der erste Stopp für Fotos wurde an einem türkisblauen Schmelzwassersee gemacht. Sehr hübsch anzuschauen.
Noch ein paar Minuten später wurden wir alle aus den Bus geworfen und mussten von nun an zu Fuß weiter bis auf 4600m zur Laguna 69.
Natürlich war der Weg bedingt durch die Höhe wieder super anstrengend, eine seltsame Form von Anstrengung, weil nicht die Muskeln schlapp machen, sondern man einfach zu wenig Sauerstoff hat und das Herz wie wild klopft.
Allerdings ist der Weg einer der schönsten jemals gewesen. Dieses Gebirge ist einfach der Oberhammer! Almwiesen mit Flussdeltas, kilometerhohe Berge mit schneegekrönten Gipfeln (Cordillera Blanca), Gletschereis, Wasserfälle, überragende Aussicht, einfach fantastisch…
Und am Ende der atem(be)raubenden Wanderung die Laguna 69, einen überirdisch blauen Gletschersee!
Im Bus zurück ist Ben leider richtig krank geworden und hat sich abends im Hostel die Seele aus dem Leib gespien. Auch Eric ist am kränkeln… Mal sehen, ob unsere viertägige Wanderung noch was wird.
Ansonsten herrscht bei mir gerade etwas Planungschaos, weil das nun nach hinten verschobene Praktikum und meine Reisepläne sich nicht ausgehen wollen…