Couchsurfing – again

Unser gewähltes Transportmittel war dieses Mal ein Bemo (ein Minibus, der immer mit offener Tür fährt und der beliebig Leute von der Straße einsammelt).
Nachdem wir komplett nassgespritzt wurden durch die offene Tür, sind wir etwas nördlich von Seminyak angekommen und haben uns auf die Suche nach unserem Couchsurfing-Haus gemacht.
Allerdings hatten wir die Wegbeschreibung etwas missverstanden und so kam es, dass wir etwa eine Stunde mit unseren unglaublich unendlich schweren Rucksäcken abwechselnd durch Regen und durch pralle Sonne gestapft sind. Ich war schon kurz vorm Aufgeben.
Es hat uns ein Indonesier gerettet, der uns einzeln auf seinem Moped (und das ist eine Kunst mit den sperrigen Backpacks) zum richtigen Haus gebracht hat.
Wobei „Haus“ untertrieben ist. Es ist eine Villa. So wunderschön, dass sich der Weg gelohnt hat.
Unser Gastgeber heißt John und kommt aus Australien. Er arbeitet für ein Jahr auf Bali und hat sich die riesige Villa gemietet.
Wir waren etwas sprachlos und haben ersteinmal das wunderschöne Bad beansprucht.
Danach waren wir wegen des Australia Days (26. Januar) am Strand in einer Bar mit John und seinen Freunden.
Ein netter aber sehr langer Abend, der mit viel Schlaf in dem Prinzessinnen-Bett beendet wurde.

Sanur

Heute waren wir mal an einem Strand vor einem Luxushotel, denn dort wird der Sand gereinigt und von Müll befreit.
Etwas die Gäste beneidend, die auf Sonnenliegen auf Schwimminseln liegen konnten, haben wir uns in den Sand gelegt, um ein wenig Sonne zu tanken. Eine gelegentliche Abkühlung musste bei gefühlten 50 Grad sein!
Als sie ersten Wolken aufgezogen sind, sind wir schnell zurück zum Hostel geflohen.
Nach dem Regen sind wir losgezogen, um unsere Weiterreise nach Seminyak zu organisieren.
Wir haben für morgen unsere Reise mit einem Bemo geplant. Das ist ein Minibus mit stets offener Seitentür.
Auf dem Rückweg sind wir an einer Horde johlender Männer vorbeigekommen, die im Kreis um etwas scheinbar Spannendes standen.
Wie sich herausstellte, war gerade ein Hahnenkampf zu Gange. Wir haben den Schauplatz allerdings schon nach einer Minute wieder geräumt, denn irgendwie war das Spektakel doch abartig.
Morgen geht es weiter, die letzten Tage der Reise. Langsam steigt die Nervosität, auch wenn ich mich wahnsinnig auf die kommende Zeit freue…

Keep moving on…

Gestern sind wir weiter nach Sanur gezogen, einem eher touristengerechten Urlaubsort mit eher betagterem Publikum.
Hier haben wir uns ersteinmal in einem Luxus-Hostel in einem Dorm eingemietet (mit tollem Bad und Pool).
Nachdem wir ein wenig den Aufenthalt in einem klimatisierten Raum genossen hatten, haben wir uns Fahrräder zur Erkundung der Stadt geliehen. Es gibt hier viele niedliche Shops und Unmengen an Restaurants und Luxushotels.
Wir waren hier auch zum ersten Mal bei Dunkin‘ Donuts, wo wir einige Krapfen ausprobiert haben. Außerdem haben wir uns am Meeresufer niedergelassen und ein paar Leuten beim Fischen zugesehen. Am Strand gab es auch Krebse als „Haustiere“ in kleinen Plastikhäusern zu kaufen, deren Muschel bunt bemalt war.
Den Abend haben wir auf den Nightmarkets enden lassen, wo man an verschiedenen Ständen wirklich lecker und günstig essen kann (:
Dann folgte nurnoch eine Runde im Pool dümpeln.

Padang Bai

Am nächsten Tag haben wir uns mal wieder einen Roller geliehen. Wir sind zu einem Tempel gefahren, wo es eine Höhle mit Millionen von Fledermäusen drin gab. Die waren sehr quirlig, laut und haben gestunken wie die Hölle!
Anschließend sind wir nach Klungkung gefahren, wo wir auf dem Markt einheimische Gebäcke durchprobiert haben. Ansonsten gab es in dieser Stadt leider nicht allzu viel zu sehen, sodass wir entschieden haben nochmal zu einem anderen kleinen Dorf zu fahren.
Dieses kleine Dorf ist das einzige balinesiche Dorf, das von einer Mauer umgeben ist. Die Bewohner des Dorfes verstehen sich als Ureinwohner Balis, die als Künstler und Gläubige ihren Tag verleben. Dafür lassen sie andere Balinesen auf ihren Feldern arbeiten. Insgesamt fühlt man sich wie in einem Museumsdorf, denn alles sieht sehr rückschrittlich aus. Es gibt dort bunt gefärbte Hähne (warum auch immer) und es ist den Bewohnern des Dorfes nur gestattet, jemand anderen aus dem Dorf zu heiraten, wenn sie dort wohnen bleiben wollen.
Nachts werden die Tore geschlossen und alle Besucher rausgeworfen.
An diesem Nachmittag hat uns leider auch der Regen heimgesucht.