In Seminyak angekommen, bin ich zunächst mit Riccardo aus dem Hostel etwas essen gegangen – es ist gefühlt nochmal heisser hier…Am Nachmittag hab ich meinen Freund Billy getroffen, der hier seit 2 Jahren lebt und mich direkt mal mit zu einem kleinen Event eines Freundes in eine Bar am Strand genommen hat. Es ist eine seltsame Mischung an Menschen hier. Alle leben von irgendwas, sehen extrem gut aus und sind zwar sehr nett, aber irgendwie auch sehr oberflächlich. So richtig komme ich da nicht rein und man ist sehr eingeschüchtert davon, wie gut alle aussehen…Später am Abend bin ich mit Riccardo zum Nina Kraviz (eine russische DJ) Konzert. Das Publikum war recht international, natürlich viele Russen. Die dichte an aufgespritzen Lippen, tonnenschwerem Makeup und Instagram Stories war extrem hoch, sehr anders als in Berlin.Nina selbst hat einen guten Job gemacht (natürlich auch aufgespritze Lippen) aber die Crowd war leider gar nicht meins, sodass ich für Berliner Verhältnisse früh die Reissleine gezogen habe. Obwohl ich super schlecht geschlafen habe, war der nächste Tag doch sehr aktiv: Yoga, kurzer Strandbesuch (es ist unfassbar heiss hier, man hält es in der Sonne kaum aus) mit Kokosnuss, umherrollern, Café und spätes Mittagessen mit Billy und dann sogar noch eine spontane sunset Surfsession – das ist einfach immer toll und macht mich happy!Der Sonnenuntergang war überragend und ich hab noch bis in die Dunkelheit im Badeanzug am Strand verbracht.Heute morgen habe ich mich warum auch immer ziemlich gerädert morgens zum Yoga geschleppt und bin im Anschluss zum Kedungu Beach gecruiset, wo es erstmal ausgedehntes Frühstück im „Little Ripper“ gab. Weil ich dem Meer selten widerstehen kann, bin ich doch noch eine Runde surfen gegangen – was sich leider aber gar nicht gelohnt hat.Dafür hatte ich dann mehr Zeit für La Brisa und den Sonntagsmarkt dort, bevor ich mich ins Auto zurück nach Ubud gesetzt habe, dass dank unzähliger Schleichwege einen Grossteil des Verkehrs umfahren konnte.
Monatsarchiv: Dezember 2022
Uluwatu Surfcamp
Im Surfcamp angekommen und eingecheckt, habe ich erstmal rausgefunden, dass auch Kuba, den ich ja schon auf Nusa Penida kennengelernt habe, hier ist. Die anderen Leute im Camp waren allerdings auch ziemlich cool und im Laufe der nächsten Tage hat sich fast eine kleine Familie entwickelt. Den ersten Nachmittag habe ich genutzt, Yoga zu machen, etwas umher zu laufen und ein paar Läden und Cafés auszukundschaften. Leider wurde aus dem Sonnenuntergang am Strand nichts, weil ich nicht dafür bezahlen wollte. Also bin ich zum Abendessen zu den anderen ins Camp zurückgekehrt, wo es eine Videoanalyse des Surftags gab.Der nächste Tag begann ENDLICH mit Surfen. Erster Stopp Uluwatu Beach. Von den Klippen herab sahen die Wellen riesig aus und der Spot selbst hat es auch in sich, weil man ihn nur zwischen zwei Felsen durch einen Channel erreichen und auch wieder verlassen kann. Zum Glück hatte ich aber meinen Surfguide mit mir, der mich ein paar Mal in die Wellen geschubst hat, die tatsächlich sehr viel freundlicher sind als der Atlantik, sodass auch die größeren Exemplare kein Problem sind. Es hat also sehr viel besser geklappt als erwartet. Leider hat sich meine Leash gelöst und dadurch ist mein Surfbrett frei im Meer und von mir weggespült worden… Ich dachte ehrlich schon, es sei komplett verloren, aber ich hatte riesiges Glück und ein anderer Surfer hat es eingefangen. Es wäre sonst sicher lost gewesen. Und ohne Brett zurück in die Höhle zu gelangen ist bei der Strömung auch kein Kinderspiel! Glück gehabt also!Die erste Session war schon etwas anspruchsvoll und ich musste erstmal im einsetzenden Regen das Salz abspülen. Die zweite Session wurde dann am Balagan Beach abgehalten, einem deutlich entspannteren anfängerfreundlicherem Spot. Leider ist es aber wegen der einfachen Wellen hier auch deutlich vollen und ab und an schwimmt auch ziemlich viel Müll im Wasser. Trotzdem hat es wieder Riesenspaß gemacht. Der Nachmittag ging mit Surftheorie und Yoga schnell rum. Das Abendessen wollten wir eigentlich nur schnell bei Rolling fork zu uns nehmen und dann zur Movie night weiter, aber in der Happy Hour sind wir etwas kleben geblieben. Der zweite Tag begann mit dem Spot Niang Niang. Dafür mussten wir erstmal durch den Stufen rutschige Stufen nach unten. Leider war der Surf ziemlich messy und überhaupt nicht ansprechend. Einzig meinen Coach Bobby, der mich erfolgreich in ein paar Wellen geschubst hat, ist es überhaupt zu verdanken, dass ich dennoch ein bisschen Spaß hatte. Deswegen sind wir für die zweite Session wieder nach Balagan Beach und haben den anstrengenden Vormittag hier ausklingen lassen. Eine kleine aber spaßige Session!Mittags sind wir gesammelt als Camp Pizza essen gegangen und mit vollen Bäuchen haben sich Dan und ich erstmal massieren lassen.Relativ spontan sind dann, James, Daniel, Meli und ich (quasi meine WG hier) zum Uluwatu Tempel und haben uns dort von den Klippen herab den wunderschönen Sonnenuntergang angeschaut. An die frechen Affen konnte ich mich noch gut erinnern und als James durch fotografieren abgelenkt war, hat ihm ein Affe blitzschnell die Sonnenbrille aus dem Gesicht stibitzt. Nur im Ausgleich gegen Essen durch eine Local wurde die Brille wieder freigegeben, war aber durch die scharfen Zähnchen eh hinüber. Das Ende unseres Besuchs markierte der traditionelle balinesiche Feuertanz, der eine ganze Geschichte erzählt und mit vielen eindrucksvollen Kostümen aufwatet. Der dritte Surftag begann wieder mit dem schwitzen Hike zu Niang Niang, wo die Bedingungen dieses Mal jedoch deutlich besser waren. Zusammen mit Bobby war hier doch einiges möglich, aber nach 2 Sessions ist man doch erledigt und muss dann die ganzen Stufen wieder hoch…uff! Der typische Nachmittag mit Lunch und Massage sowie ein paar Surfshops war schnell vorbei. Den Sonnenuntergang haben sich Meli, Daniel und ich am Uluwatu Spot angeguckt, wo die Surfer bis in die Dunkelheit die Wellen entlangflitzen. Ich wünschte, ich könnte auch so gut surfen.Heute wurde der Wecker auf 5:15 gestellt, um vor der Abreise wenigstens noch eine Session unterzubringen. Leider waren die Wellen am Dreamland Beach quasi nonexistent und die ganz paar wenigen wurden von den Anfängern belagert, sodass es zwar entspannt aber nicht besonders produktiv war. Immerhin ein bisschen Meer!Ich bin alleine zurück ins Camp, hab mich fertig gemacht, ausgecheckt und einen letzten Matcha Smoothie zu mir genommen.Nun sitze ich im Auto durch den wilden Stadtverkehr, um in Denpasar mein Visum zu verlängern, bevor es weiter nach Seminyak geht…
Ubud
Mit Andrea zusammen haben wir ein Speedboat gesucht – von dem es wieder hieß, es ginge erst in 2 Stunden. Nach kurzer Diskussion, haben uns zwei Jungs dann doch mitsamt unserer Rucksäcke auf ihre Roller geladen und zu einer Anlegestelle gefahren, wo auch früher ein Boot ging. In Indonesien ist doch letztendlich alles möglich…In Ubud angekommen haben wir unser Homestay bezogen und uns im Hipster KAFE zum Essen zurückgezogen. Wie immer super lecker, aber doch auch westlich und etwas teurer (alles relativ hier). Weil der Nachmittag noch vor uns lag, haben wir spontan einen Roller gemietet und sind nochmal losgezogen – und wir wurden nicht enttäuscht. Einmal den wilden Stadtverkehr von Ubud hinter uns gelassen, sind wir durch indonesische Dörfer gekurvt, die einzigen Weißen weit und breit, über Reisfelder spaziert und haben zwei wirklich coole Wasserfälle aufgespürt: Goa Giri Campuhan und Krisik. Wir hatten die gabz für uns, sind durch Wasser gewatet und durch Höhlen gekrochen. Einfach tollDie untergehende Sonne über den Reisfeldern und die im Fluss badenden Locals haben das Bild komplett gemacht.Zum Abendessen haben wir und wieder mit Johannes und Helene zusammengefunden. Mit Johannes habe ich kurz den nächsten Morgen (oder besser fir nächste Nacht) durchgesprochen: der Plan war Mount Agung, die höchste Elevation auf Bali zu besteigen. Dafür sind wir um 1 Uhr nachts aufgestanden, zum Basecamp gefahren und haben in kompletter Dunkelheit mit Stirnlampen bewaffnet den Weg gesucht. Relativ schweigsam sind wir dann durch die Nacht in 4h 1800 Höhenmeter hochgekraxelt. Das war schon sportlich, muss ich sagen. Während des Sonnenaufgangs allerdings die Spitze bei 3124m zu erreichen hat für alle Strapazen entlohnt. Wir waren die Ersten dort oben und hatten eine Spitzenaussicht bis nach Lombok und die Gili Islands. Auch der Blick über den Rest von Bali und in den Krater selbst darf man nicht unerwähnt lassen!Der Abstieg dauerte dann doch nochmal 3 Stunden und war eine einzige Schlidderpartie. Ziemlich erledigt mussten wir uns dann noch ein Taxi suchen und auf dem Weg nach Ubud sind wir beide immer wieder im Auto eingenickt. Nach einer verdienten Dusche begann dann der entspanntere Teil des Tages: ein sehr nötiges Frühstück, Yoga mit den Mädels, eine tiefenentspannende Massage und dann quasi nur noch das Abendessen, welches das Ende dieses spektakulären Tages krönte.Den Samstag haben wir damit begonnen, dass ich das erste mal Hot Yoga ausprobiert habe – quasi Yoga in der Sauna. Nicht unbedingt mein Ding, aber gut, dass ich es Mal versucht hab. Wir hatten uns wieder ins Spa eingebucht und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben eine Pediküre erhalten. Öfter mal was Neues (tatsächlich besser als Hot Yoga).Obwohl sich schon Regenwolken anbahnten, sind wir zum Pura Tirta Empul Tempel aufgebrochen, einem Tempel mit reinigenden, heiligen Quellen, in die man eintauchen kann. Wir mussten zuvor noch einen kleinen Monsunregen abwarten – wenn es regnet dann halt auch richtig. Der Tempel war zwar schön, aber die Händler im Anschluss etwas abschreckend.Bei einem letzten Abendessen habe ich die anderen nach Berlin verabschiedet und dann alleine mein Hostel 18er Dorm bezogen.Von nun an bin ich erstmal alleine unterwegs.Direkt am nächsten morgen bin ich vorm Yoga allerdings mit Devan, einem Kanadier, in der Küche ins Gespräch gekommen. Nach einer schweisstreibenden ‚Fire Yoga‘ Session bin ich dann den ganzen Tag mit ihm auf dem Scooter unterwegs gewesen. Wir haben uns zunächst von einem Local abfangen lassen, der sich als unser Tourguide verstand und uns ein paar Reisfelder und alte Bäume gezeigt hat. Unterwegs hat es schon angefangen zu regnen, sodass zumindest ich völlig nass bei den Jatuluwih Reisfeldern angenommen bin. Wir haben zunächst unseren Guide verabschiedet und dann den Regen abgewartet (hat so mittel gut geklappt), bevor wir ein wenig umher spaziert sind.Im Anschluss haben wir noch den Leke Leke und kurz vor Sonnenuntergang den Nung Nung Wasserfall aufgesucht – beide waren durch den vielen Regen ziemlich krass und die Luft dort ein einziger Sprühregen. Etwas unter Zeitdruck sind wir im Dunkeln zurück nach Ubud geflitzt, wo ich es gerade so noch zu meiner Massage geschafft hab. Nach einem Tag auf dem Roller natürlich eine Wohltat!Montag früh habe ich mich wieder ins Fire Yoga bei Alchemist Yoga gewagt und einen kleinen Spaziergang gemacht, bevor ich mir Frühstück bei Lazy Cats gegönnt habe. Danach bin ich auch schon in ein Gojek (sowas wie Uber) nach Uluwatu (der südlichste Zipfel von Bali) ins Rapture Surfcamp gestiegen.
Nusa Penida
Im Flughafen auf Bali hab ich zufällig meine Yogalehrerin aus Berlin getroffen – what are the odds!Von dort bin ich direkt mit dem Taxi nach Sanur und nach gezwungener Café-Pause weiter mit dem Speedboat nach Nusa Penida, eine Nachbarinsel von Bali.Dort hat mich meine ehemalige Kollegin Andrea in Empfang genommen, mit mir zusammen einen Motorroller organisiert und mein ganzes Gelärsch in die Unterkunft gebracht.Direkt im Anschluss sind wir zu ihren Mitreisenden in die Gamat Bay, wo wir uns zur Einstimmung eine Kokosnuss gegönnt haben. Ich bin noch kurz schnorcheln gegangen und hab sogar eine riesige Schildkröte gesehen!Den Abend haben wir alle gemeinsam im Amok Sunset ausklingen lassen – einem zwar recht touristischen aber auch magischen Ort. Der Blick auf die Umgebung und die untergehende Sonne von hier aus war überragend!Nach einem langen Tag sind wir in unser Himmelbett gesunken.Der erste ganze Tag auf der unberührten Version von Bali begann mit einem leckeren Frühstück – wenn man Australien gewöhnt ist kommt man sich hier vor wie eine Königin. Mit dem Scooter sind Andrea und ich dann über Schotterpisten, loses Geröll und manchmal auch befestigte Strassen zu einem „Wasserfall“ der sich zwar als sehr schöner Ort aber weniger als Wasserfall entpuppte. Beim Erklimmen der unzähligen Stufen kommt man bei der konstant hohen Luftfeuchtigkeit nach gefühlt zwei Sekunden schon ins Schwitzen.Als nächster Stop war der „Manta Point“ anberaumt. Auf der Karte gut, in der Realität nur durch Hilfe anderer Reisender zu finden – konnte man von den Klippen herab die riesigen und eleganten Tiere in der Ferne beobachten. Zuletzt sind wir noch zum Giri Putri Tempel gefahren. Das ist ein Tempel in einer gigantischen Höhle, die man durch ein kleines Loch in der Felswand erreicht. Im Inneren fliegen Fledermäuse und der Duft der Räucherstäbchen staut sich – wirklich cool zu sehen. Wir wurden sogar Zeugen einer kleinen Zeremonie, bevor wir uns wieder in westliche Gefilde begeben haben und ein sehr instagramable Café aufgesucht haben.Den Abend haben wir mit einem romantischen Dinner zu zweit ausklingen lassen, da der Rest der Truppe schon weitergereist war.Nusa Penida mit seinen endlosen kurvigen Straßen auf dem Moped, der vielen Natur und vielen sagenhaften Ausblicken, war wirklich ein guter Einstieg!