Mit Andrea zusammen haben wir ein Speedboat gesucht – von dem es wieder hieß, es ginge erst in 2 Stunden. Nach kurzer Diskussion, haben uns zwei Jungs dann doch mitsamt unserer Rucksäcke auf ihre Roller geladen und zu einer Anlegestelle gefahren, wo auch früher ein Boot ging. In Indonesien ist doch letztendlich alles möglich…In Ubud angekommen haben wir unser Homestay bezogen und uns im Hipster KAFE zum Essen zurückgezogen. Wie immer super lecker, aber doch auch westlich und etwas teurer (alles relativ hier). Weil der Nachmittag noch vor uns lag, haben wir spontan einen Roller gemietet und sind nochmal losgezogen – und wir wurden nicht enttäuscht. Einmal den wilden Stadtverkehr von Ubud hinter uns gelassen, sind wir durch indonesische Dörfer gekurvt, die einzigen Weißen weit und breit, über Reisfelder spaziert und haben zwei wirklich coole Wasserfälle aufgespürt: Goa Giri Campuhan und Krisik. Wir hatten die gabz für uns, sind durch Wasser gewatet und durch Höhlen gekrochen. Einfach tollDie untergehende Sonne über den Reisfeldern und die im Fluss badenden Locals haben das Bild komplett gemacht.Zum Abendessen haben wir und wieder mit Johannes und Helene zusammengefunden. Mit Johannes habe ich kurz den nächsten Morgen (oder besser fir nächste Nacht) durchgesprochen: der Plan war Mount Agung, die höchste Elevation auf Bali zu besteigen. Dafür sind wir um 1 Uhr nachts aufgestanden, zum Basecamp gefahren und haben in kompletter Dunkelheit mit Stirnlampen bewaffnet den Weg gesucht. Relativ schweigsam sind wir dann durch die Nacht in 4h 1800 Höhenmeter hochgekraxelt. Das war schon sportlich, muss ich sagen. Während des Sonnenaufgangs allerdings die Spitze bei 3124m zu erreichen hat für alle Strapazen entlohnt. Wir waren die Ersten dort oben und hatten eine Spitzenaussicht bis nach Lombok und die Gili Islands. Auch der Blick über den Rest von Bali und in den Krater selbst darf man nicht unerwähnt lassen!Der Abstieg dauerte dann doch nochmal 3 Stunden und war eine einzige Schlidderpartie. Ziemlich erledigt mussten wir uns dann noch ein Taxi suchen und auf dem Weg nach Ubud sind wir beide immer wieder im Auto eingenickt. Nach einer verdienten Dusche begann dann der entspanntere Teil des Tages: ein sehr nötiges Frühstück, Yoga mit den Mädels, eine tiefenentspannende Massage und dann quasi nur noch das Abendessen, welches das Ende dieses spektakulären Tages krönte.Den Samstag haben wir damit begonnen, dass ich das erste mal Hot Yoga ausprobiert habe – quasi Yoga in der Sauna. Nicht unbedingt mein Ding, aber gut, dass ich es Mal versucht hab. Wir hatten uns wieder ins Spa eingebucht und ich habe zum ersten Mal in meinem Leben eine Pediküre erhalten. Öfter mal was Neues (tatsächlich besser als Hot Yoga).Obwohl sich schon Regenwolken anbahnten, sind wir zum Pura Tirta Empul Tempel aufgebrochen, einem Tempel mit reinigenden, heiligen Quellen, in die man eintauchen kann. Wir mussten zuvor noch einen kleinen Monsunregen abwarten – wenn es regnet dann halt auch richtig. Der Tempel war zwar schön, aber die Händler im Anschluss etwas abschreckend.Bei einem letzten Abendessen habe ich die anderen nach Berlin verabschiedet und dann alleine mein Hostel 18er Dorm bezogen.Von nun an bin ich erstmal alleine unterwegs.Direkt am nächsten morgen bin ich vorm Yoga allerdings mit Devan, einem Kanadier, in der Küche ins Gespräch gekommen. Nach einer schweisstreibenden ‚Fire Yoga‘ Session bin ich dann den ganzen Tag mit ihm auf dem Scooter unterwegs gewesen. Wir haben uns zunächst von einem Local abfangen lassen, der sich als unser Tourguide verstand und uns ein paar Reisfelder und alte Bäume gezeigt hat. Unterwegs hat es schon angefangen zu regnen, sodass zumindest ich völlig nass bei den Jatuluwih Reisfeldern angenommen bin. Wir haben zunächst unseren Guide verabschiedet und dann den Regen abgewartet (hat so mittel gut geklappt), bevor wir ein wenig umher spaziert sind.Im Anschluss haben wir noch den Leke Leke und kurz vor Sonnenuntergang den Nung Nung Wasserfall aufgesucht – beide waren durch den vielen Regen ziemlich krass und die Luft dort ein einziger Sprühregen. Etwas unter Zeitdruck sind wir im Dunkeln zurück nach Ubud geflitzt, wo ich es gerade so noch zu meiner Massage geschafft hab. Nach einem Tag auf dem Roller natürlich eine Wohltat!Montag früh habe ich mich wieder ins Fire Yoga bei Alchemist Yoga gewagt und einen kleinen Spaziergang gemacht, bevor ich mir Frühstück bei Lazy Cats gegönnt habe. Danach bin ich auch schon in ein Gojek (sowas wie Uber) nach Uluwatu (der südlichste Zipfel von Bali) ins Rapture Surfcamp gestiegen.