Uluwatu Surfcamp

Im Surfcamp angekommen und eingecheckt, habe ich erstmal rausgefunden, dass auch Kuba, den ich ja schon auf Nusa Penida kennengelernt habe, hier ist. Die anderen Leute im Camp waren allerdings auch ziemlich cool und im Laufe der nächsten Tage hat sich fast eine kleine Familie entwickelt. Den ersten Nachmittag habe ich genutzt, Yoga zu machen, etwas umher zu laufen und ein paar Läden und Cafés auszukundschaften. Leider wurde aus dem Sonnenuntergang am Strand nichts, weil ich nicht dafür bezahlen wollte. Also bin ich zum Abendessen zu den anderen ins Camp zurückgekehrt, wo es eine Videoanalyse des Surftags gab.Der nächste Tag begann ENDLICH mit Surfen. Erster Stopp Uluwatu Beach. Von den Klippen herab sahen die Wellen riesig aus und der Spot selbst hat es auch in sich, weil man ihn nur zwischen zwei Felsen durch einen Channel erreichen und auch wieder verlassen kann. Zum Glück hatte ich aber meinen Surfguide mit mir, der mich ein paar Mal in die Wellen geschubst hat, die tatsächlich sehr viel freundlicher sind als der Atlantik, sodass auch die größeren Exemplare kein Problem sind. Es hat also sehr viel besser geklappt als erwartet. Leider hat sich meine Leash gelöst und dadurch ist mein Surfbrett frei im Meer und von mir weggespült worden… Ich dachte ehrlich schon, es sei komplett verloren, aber ich hatte riesiges Glück und ein anderer Surfer hat es eingefangen. Es wäre sonst sicher lost gewesen. Und ohne Brett zurück in die Höhle zu gelangen ist bei der Strömung auch kein Kinderspiel! Glück gehabt also!Die erste Session war schon etwas anspruchsvoll und ich musste erstmal im einsetzenden Regen das Salz abspülen. Die zweite Session wurde dann am Balagan Beach abgehalten, einem deutlich entspannteren anfängerfreundlicherem Spot. Leider ist es aber wegen der einfachen Wellen hier auch deutlich vollen und ab und an schwimmt auch ziemlich viel Müll im Wasser. Trotzdem hat es wieder Riesenspaß gemacht. Der Nachmittag ging mit Surftheorie und Yoga schnell rum. Das Abendessen wollten wir eigentlich nur schnell bei Rolling fork zu uns nehmen und dann zur Movie night weiter, aber in der Happy Hour sind wir etwas kleben geblieben. Der zweite Tag begann mit dem Spot Niang Niang. Dafür mussten wir erstmal durch den Stufen rutschige Stufen nach unten. Leider war der Surf ziemlich messy und überhaupt nicht ansprechend. Einzig meinen Coach Bobby, der mich erfolgreich in ein paar Wellen geschubst hat, ist es überhaupt zu verdanken, dass ich dennoch ein bisschen Spaß hatte. Deswegen sind wir für die zweite Session wieder nach Balagan Beach und haben den anstrengenden Vormittag hier ausklingen lassen. Eine kleine aber spaßige Session!Mittags sind wir gesammelt als Camp Pizza essen gegangen und mit vollen Bäuchen haben sich Dan und ich erstmal massieren lassen.Relativ spontan sind dann, James, Daniel, Meli und ich (quasi meine WG hier) zum Uluwatu Tempel und haben uns dort von den Klippen herab den wunderschönen Sonnenuntergang angeschaut. An die frechen Affen konnte ich mich noch gut erinnern und als James durch fotografieren abgelenkt war, hat ihm ein Affe blitzschnell die Sonnenbrille aus dem Gesicht stibitzt. Nur im Ausgleich gegen Essen durch eine Local wurde die Brille wieder freigegeben, war aber durch die scharfen Zähnchen eh hinüber. Das Ende unseres Besuchs markierte der traditionelle balinesiche Feuertanz, der eine ganze Geschichte erzählt und mit vielen eindrucksvollen Kostümen aufwatet. Der dritte Surftag begann wieder mit dem schwitzen Hike zu Niang Niang, wo die Bedingungen dieses Mal jedoch deutlich besser waren. Zusammen mit Bobby war hier doch einiges möglich, aber nach 2 Sessions ist man doch erledigt und muss dann die ganzen Stufen wieder hoch…uff! Der typische Nachmittag mit Lunch und Massage sowie ein paar Surfshops war schnell vorbei. Den Sonnenuntergang haben sich Meli, Daniel und ich am Uluwatu Spot angeguckt, wo die Surfer bis in die Dunkelheit die Wellen entlangflitzen. Ich wünschte, ich könnte auch so gut surfen.Heute wurde der Wecker auf 5:15 gestellt, um vor der Abreise wenigstens noch eine Session unterzubringen. Leider waren die Wellen am Dreamland Beach quasi nonexistent und die ganz paar wenigen wurden von den Anfängern belagert, sodass es zwar entspannt aber nicht besonders produktiv war. Immerhin ein bisschen Meer!Ich bin alleine zurück ins Camp, hab mich fertig gemacht, ausgecheckt und einen letzten Matcha Smoothie zu mir genommen.Nun sitze ich im Auto durch den wilden Stadtverkehr, um in Denpasar mein Visum zu verlängern, bevor es weiter nach Seminyak geht…

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