Saqusili y Baños

Sebastiaan, Matteo und ich sind heute morgen nach Saquisili aufgebrochen, wo uns ein indigener Markt versprochen wurde. Nach einigem Umherirren hat uns ein freundlicher Polizist den Weg gezeigt. Wunderbare Farben, mehr oder minder angenehme Gerüche, keine Touris, viele arme Tiere (Meerschweinchen und Hasen en masse). Wir hätten sogar ein lebendiges Schwein für 50$ kaufen können…
Nach kurzer Verschnaufspause im Hostel haben wir den Bus nach Baños genommen. Das ist einer DER Backpacker-Treffpunkte Ecuadors. Sebastiaan hat hier zwei vorherige Travelpartner wieder getroffen und zusammen mit den zwei Mexicanerinnen waren wir den Rest des Tages/der Nacht unterwegs: in der Stadt umherstreunern (sehr süßes aber auch deutlich touristischeres Städtchen), essen (un plato vegitarian por favore), Pläne schmieden für morgen,…
Später haben wir noch einen sehr interessanten Drink abgegriffen, den man anzündet und möglichst schnell trinken muss. Den Abend haben wir in einer Bar (?) ausklingen lassen wo wild auf lateinamerikanische Musik getanzt wurde, beeindruckend wie sich die Leute hier bewegen können!

Quilatoa

Nach einer durchschnarchten Nacht ging es heute früh raus. Nach Frühstück und Taxifahrt zum Busbahnhof saßen alle im Bus von Latacunga nach Quilatoa. Das Team: Matteo (GER), Cyril (SUI), und Sebastian (NL) und ich (man möchte meinen GER). Unsere bunte Truppe machte sich also nach wieder typisch vagen ecuadorianischen Aussagen über Busfahr- und Zeitpläne auf, den Kratersee von Quilatoa einmal zu umrunden. Gleich zu Beginn: atemberaubende Aussicht, grüner See, schwindelerregende Höhen. Und dann begann das Gekraxel rauf, das Gerutsche hinunter, kleines Intervalltraining mit Höchstherzraten. Unterwegs immer wieder legendäre Bilder, kleine Pausen, witzige Unterhaltungen, Lamas, Esel, streunende Hunde und Sprachunterricht (SUI, NL, E).
Nach ca. 5 Stunden im Staub, unter der Sonne und durch Wolken laufend haben wir es tatsächlich geschafft. Höchster Punkt fast 4000m!
Perfekt getimed kam der Bus zurück, über Abendessen mit vielen Lacheinlagen haben wir diesen wunderschönen Tag ausklingen lassen. Muskelkater ahoi!