Mein freier Sonntag (:

Ich hatte, im Gegensatz zur Mutter, die mir einen gestressten Eindruck gemacht hat, weswegen ich schon wieder ein schlechtes Gewissen habe, einen sehr entspannten Tag.
Ich bin erst nachdem alle anderen das Haus verlassen haben aus dem Bett gekrochen, habe gemütlich gefrühstückt, im Internet gesurft, war in der Gym und schwimmen, habe beim Lesen Sonne getankt und mich dann mit meiner liebsten Freundin und Arbeitskollegin Jess in der Stadt getroffen.
Sie ist wirklich nett und kümmert sich gut um mich, obwohl sie selbst viel um die Ohren hat (:
Wir sind ein wenig durch die Gegend gestreunt, haben ein bisschen eingekauft und dann hat sie mich mit zum Dumplings-Essen genommen.
Ich habe die mit verschiedensten Zutaten gefüllte dünne Teigtaschen asiatischer Herkunft mal probiert und fand sie richtig lecker.
Das ist sowas wie DAS Essen von Melbourne, weil hier, vor allem in Chinatown viele Asiaten leben.
Überhaupt ist Melbourne eine wunderbar lebendige, (multi)kulturelle Stadt, in der es immer was zu entdecken gibt, selbst wenn man nur durch die Straßen geht.
Eine großartige Stadt!

Samstagabend.

Samstag Abend, nach der Pfannkuchen-Session, hat Kathryn mir vorgeschlagen zur White-Night zu gehen.
Da ich wusste, dass eine Freundin von mir hingeht, bin ich losgezogen.
Die White-Night war stark besucht. Im Grunde genommen ist es nur eines der vielen und kostenlosen 1-Tages-Festivals in Melbourne.
Die Innenstadt war für den Verkehr geschlossen und es waren überall Menschen auf der Straße. Die Gebäude an der Flinders Street wurden mit Projektoren beleuchtet, sodass es aussah als seien sie bemalt. Super schön! Eine kleine Kirche wurde sogar mit bewegten Bildern angestrahlt, es wurde sozusagen eine Geschichte erzählt, mit Dornenranken wie bei Dornröschen und Mondlandung.
Weil mein Handyakku leer war, konnte ich meine Freundin leider nicht finden, aber da ich eh sehr müde war, hab ich nur kurz alles angeschaut und bin dann heimgelaufen. Vom schönsten Gebäude, was bestrahlt einfach unglaublich aussah, nämlich die Flinders Street Station, konnte ich leider auch mangels Akku kein Foto mehr machen. Aber ich hab eins in Natura 😉

24h Kinderbespaßung

Samstag morgen war schon wieder bessere Stimmung angesagt.
Ich habe die Kinder mit der Bahn zum Auqarium gebracht, wo wir Lydia getroffen haben.
Das maßlos überteuerte Melbourne Aquarium war zwar ganz nett, aber doch nur relativ klein.
Wir sind zweimal durch, um etwas Zeit zu überbrücken.
Es gab eigentlich alle Tiere, die irgendwie im Wasser leben. Süße Pinguine, Seepferdchen, Quallen, Seesterne, Frösche, Minischildkröten, einen Oktupus, wahnsinnig riesige (!) Rochen, Haie usw.
Ich habe einen Seestern angefasst 😉
Dann haben wir uns die Fütterung im Haifischbecken angeschaut.
Danach habe ich mit den Kindern den ersten Park besucht.
Dann ging es an den Hafen, wo man bei einem Mini-Fest in einem Sandkasten neben Sandskulpturen nach dem ‚Docklands-Treasure‘ graben konnte. Sophia hat dabei einen Kino-Gutschein gewonnen.
Anschließend ging es zum Lunch heim.
Nach einer kurzen Haushaltsrunde habe ich sie zum Docklands-Park geschleift, wo sie auf dem Spielplatz spielen konnten. Sie haben viel Mist gemacht aber waren eigentlich ganz brav. Ich habe mich ziemlich gelangweilt, das nächste Mal nehme ich mir ein Buch mit.
Nachdem dort alle Spielmöglichkeiten genutzt worden waren, habe ich sie zu einem anderen kleinen Fest gebracht, wo sie auf dem Sandspielplatz gespielt haben, während ich wieder alleine rumgehockt habe. Aber wenigstens hatte ich Musik.
Später sind wir noch kurz einkaufen gegangen. Ich wollte sie eigentlich noch in den Pool werfen, aber ihre Mama war abends da und hat mit uns Frühlingszwiebel-Pfannkuchen gemacht. Nicht nur, dass die tierisch lecker waren, irgendwie tat es auch gut, mal was mit Mutter und Kindern gemeinsam zu machen. Ich denke auch, dass zwischen Kathryn und mir wieder alles okay ist.
Bei Skypen mit meiner eigenen Mama hat sie mich darauf hinwiesen, dass Kathryn auch nicht das allertollste Leben hat, wenn der Vater der Kinder genau null Interesse zeigt und nie da ist. Und sie selbst hat Stress mit ihrem Laden. Jetzt habe ich eher etwas Mitleid.
Ich habe Samstag Abend und Sonntag frei bekommen. Super (: