Mittwochs hatte ich (dachte ich) soetwas wie ein Vorstellungsgespräch für den Job als „Wellnesscoach“ ausgemacht.
Ich habe mich anständig angezogen, sogar mal geschminkt und bin relativ weit gefahren.
Am Health-Center angekommen wurde ich an einen Tisch mit anderen Bewerbern gesetzt und die mir zugteilte Supervisorin hat mit uns gesprochen. Allerdings irgendwie nicht über den Job.
Langsam schwahnte mit Unheil.
Dann wurde eine Präsentation über scheinbare Wunder-Produkte gehalten, alle Mitarbeiter haben erzählt wie toll die wirken und wie viel Geld sie damit verdienen.
Die Leute waren zwar wirklich nett, aber ich habe mich etwas wie in einer Sekte gefühlt. Außerden ist das ganze im Stil von Tupperware aufgebaut und da ich
A) niemanden kenne, dem ich was verscherbeln könnte und
B) nichts verscherbeln möchte
habe ich mich freundlich verabschiedet und lieber noch ein bisschen die Gegend erkundet.
Ein ziemlicher Reinfall, aber ich schätze, sowas gehört dazu ;D
Wenigstens hatte ich was zu tun…
Ich halte weiterhin Ausschau nach Möglichkeiten „mal rauszukommen“ und mit anderen in Kontakt zu treten, aber häufig kommen meinen Plänen die Putzpläne meiner Gastmutter in die Quere…
Archiv für den Tag: 7. Februar 2013
And it goes on…
Der morgendlich Ablauf ist allmählich drin und klappt mal abgesehen von gelegentlich aufkommenden Launen sehr gut.
Ich habe mich auch zum ersten Mal an den Strand gewagt, allerdings glaube ich, dass es nicht der Hauptstrand war, denn dazu war er zu klein und zu leer.
Ich muss hier richtig viel machen, da beide Eltern sehr auf ihren Job fokusiert sind, aber zugleich ein perfektes Zuhause haben wollen.
Also heißt es täglich waschen (Wäsche darf nicht rumliegen, auch wenn die Maschine noch nicht voll ist!), etwa 2 Stunden putzen (ALLES! +extra Sachen), ab und zu mal einkaufen und kochen (meine skills werden allmählich echt besser!).
Manchmal fühle ich mich etwas wie der Haussklave, weil ich auch in meiner „freien“ Zeit Arbeitsaufträge ohne Ende bekomme.
Allerdings werde ich ja auch sehr gut bezahlt! Meine erste Bezahlung hab ich auch bekommen (:
Außerdem habe ich einen ganzen Abend mit meiner Gastmama gequatscht und wir haben uns gut verstanden. Ich hab ihr auch die Fotos gezeigt, die ich von allen meinen Lieben mitgenommen hab und sie will mir helfen, einen zweiten Job zu bekommen.
Die erste Woche Melbourne
Am Montag habe ich das erste mal die hauseigene Gym ausprobiert und war schwimmen.
Allerdings ist mir ein öffentliches Fitnesstudio glaub‘ ich lieber, weil es nicht so einsam ist. Beim Schwimmen hat es dafür Vorteile, alleine im Wasser zu sein 😉
Dauerschwimmer wie mein lieber Papa werden das verstehen…
Ich hab mit den Kids einen Spaziergang am Pier gemacht und die Sonne genossen.
Wieder waren sie verhältnismäßig brav (ich sag ja, man muss nur raus mit denen).
Ich habe außerdem einen Anruf wegen eines Jobs bekommen, die erste Reaktion auf meine Job-Recherchen.
Mein erster freier Tag
Sonntags war mein erster freier Tag.
Ich hab ihn mal mit Ausschlafen eingeläutet (:
Anschließend bin ich mit „meinem“ Auto losgezogen, um ein letztes mal meine lieben Freunde Lara und Mira zu treffen.
Wir sind in ein ziemlich cooles „Restaurant“ gegangen, das vegetarisch und organic aufgebaut war.
Man durfte sich nehmen soviel und was man wollte und konnte alle Kaffeevariationen bestellen.
Bezahlt hat man am Ende einfach, in dem man in eine aufgestellte Box so viel reingeschmissen hat, wie es einem wert war bzw. wie viel man erübrigen kann.
Der Abschied ist mir diesmal unheimlich schwer gefallen, weil die zwei meine lezten Freunde in der Stadt waren 🙁





