Viel zu tun.

Nachdem ich den gestrigen Tag hauptsächlich damit verbracht habe, ungeheure Putzaufträge und das Kochen einer Kürbis-Süßkartoffel-Suppe zu meistern (die war richtig gut, meine Kochkünste verbessern sich eindeutig!), habe ich abends noch einmal das Schwimmbad genutzt.
Heute hatte ich wieder ein „Vorstellungsgespräch“, das meine Gastmama für mich organisiert hat, indem sie einfach bei ihrem morgendlichen Besuch im Kaffeeladen gefragt hat, ob sie noch eine helfende Hand brauchen.
Da zufällig eine der Bedienungen geht, kann ich direkt übernehmen.
In die hohe Kunst des Kaffees und des Barista-Könnens muss ich allerdings noch eingewiesen werden.
Glück gehabt! Der Job ist flexibel und perfekt von den Zeiten und ich laufe 2 Minuten bis in den Laden.
Außerdem scheint meine Chefin sehr nett.
Am Montag fange ich direkt an (:
Als ich danach gerade mit einem weiteren Putzauftrag beschäftigt war, hat mich Kathyn (meine Gastmutter) angerufen und mir gesagt, der Kindergarten hat sie angerufen, Sophia habe Läuse.
Na toll!
Da Kathy arbeiten musste bin ich los, hab alles in die Wäsche oder ins Gefrierfach gepackt, hab Anti-Laus-Kram geholt, die Kinder 2 Stunden früher abgeholt (so viel zum Thema FREIzeit), hab sie in den Pool geschmissen und mit dem Zeug behandelt.
Anschließend hab ich mit ihnen gespielt, Essen gemacht, das Haus geputzt, ganze Bücher vorgelesen, die Betten improvisiert, wieder alles geputzt und die Kinder ins Bett gebracht (viel später als sonst).
Von den Eltern habe ich, bis auf eine SMS von meiner Gastmama vor zweieinhalb Stunden, dass sie ganz bald nach Hause kommt, nicht gehört.
Familie ist nicht so deren Ding, lieber mit Freundinnen essen gehen, wie mir Facebook verrät…
Wie auch immer!
Etwas anstrengender Tag und morgen geht es ab in den Zoo (:

Waste of time

Mittwochs hatte ich (dachte ich) soetwas wie ein Vorstellungsgespräch für den Job als „Wellnesscoach“ ausgemacht.
Ich habe mich anständig angezogen, sogar mal geschminkt und bin relativ weit gefahren.
Am Health-Center angekommen wurde ich an einen Tisch mit anderen Bewerbern gesetzt und die mir zugteilte Supervisorin hat mit uns gesprochen. Allerdings irgendwie nicht über den Job.
Langsam schwahnte mit Unheil.
Dann wurde eine Präsentation über scheinbare Wunder-Produkte gehalten, alle Mitarbeiter haben erzählt wie toll die wirken und wie viel Geld sie damit verdienen.
Die Leute waren zwar wirklich nett, aber ich habe mich etwas wie in einer Sekte gefühlt.  Außerden ist das ganze im Stil von Tupperware aufgebaut und da ich
A) niemanden kenne, dem ich was verscherbeln könnte und
B) nichts verscherbeln möchte
habe ich mich freundlich verabschiedet und lieber noch ein bisschen die Gegend erkundet.
Ein ziemlicher Reinfall, aber ich schätze, sowas gehört dazu ;D
Wenigstens hatte ich was zu tun…
Ich halte weiterhin Ausschau nach Möglichkeiten „mal rauszukommen“ und mit anderen in Kontakt zu treten, aber häufig kommen meinen Plänen die Putzpläne meiner Gastmutter in die Quere…

And it goes on…

Der morgendlich Ablauf ist allmählich drin und klappt mal abgesehen von gelegentlich aufkommenden Launen sehr gut.
Ich habe mich auch zum ersten Mal an den Strand gewagt, allerdings glaube ich, dass es nicht der Hauptstrand war, denn dazu war er zu klein und zu leer.
Ich muss hier richtig viel machen, da beide Eltern sehr auf ihren Job fokusiert sind, aber zugleich ein perfektes Zuhause haben wollen.
Also heißt es täglich waschen (Wäsche darf nicht rumliegen, auch wenn die Maschine noch nicht voll ist!), etwa 2 Stunden putzen (ALLES! +extra Sachen), ab und zu mal einkaufen und kochen (meine skills werden allmählich echt besser!).
Manchmal fühle ich mich etwas wie der Haussklave, weil ich auch in meiner „freien“ Zeit Arbeitsaufträge ohne Ende bekomme.
Allerdings werde ich ja auch sehr gut bezahlt! Meine erste Bezahlung hab ich auch bekommen (:
Außerdem habe ich einen ganzen Abend mit meiner Gastmama gequatscht und wir haben uns gut verstanden. Ich hab ihr auch die Fotos gezeigt, die ich von allen meinen Lieben mitgenommen hab und sie will mir helfen, einen zweiten Job zu bekommen.

Die erste Woche Melbourne

Am Montag habe ich das erste mal die hauseigene Gym ausprobiert und war schwimmen.
Allerdings ist mir ein öffentliches Fitnesstudio glaub‘ ich lieber, weil es nicht so einsam ist. Beim Schwimmen hat es dafür Vorteile, alleine im Wasser zu sein 😉
Dauerschwimmer wie mein lieber Papa werden das verstehen…
Ich hab mit den Kids einen Spaziergang am Pier gemacht und die Sonne genossen.
Wieder waren sie verhältnismäßig brav (ich sag ja, man muss nur raus mit denen).
Ich habe außerdem einen Anruf wegen eines Jobs bekommen, die erste Reaktion auf meine Job-Recherchen.