Nach dem Tag auf der Yacht haben wir uns am nächsten Tag zu einer Vorlesung gesetzt, die von einem der reichsten 26-jährigen ganz Australiens, der mit uns auf dem Boot war, gehalten wurde.
Interessiert hat mich seine Rede eingentlich nicht und sie war auch eher flach gehalten, aber ich habe die Gunst der Stunde mal genutzt, um ihn nach einem Job zu fragen.
Und wie der Zufall so will, braucht er ab Februar (dann wenn ich anfangen wollte zu arbeiten) eine neue Babysitterin! Und für Extrabezahlung könnte ich noch etwas saubermachen und seiner Frau in deren Geschäft helfen…
Er wohnt in Melbourne in einem Luxusapartment und ich hätte ein eigenes Auto.
So rosig das klingt: glauben werde ich das alles erst, wenn ich tatsächlich dort angefangen habe, denn in Australien wird, gerade bezüglich Jobs, viel versprochen und wenig gehalten.
Aber mal sehen 😉
Marius und ich haben noch das Shopping-Village besucht und sind Abends mit zwei neu bei Peter eingetrudelten deutschen Backpackerinnen nochmal zu Jamie.
Dort war eine kleine, ganz nette aber nicht sehr exzessive Party vorgesehen. Trotzdem, das Haus bleibt der Wahnsinn!
Als wir zurückkamen war allerdings der Sohn von Peter (er heißt Hugo, ist 8 Jahre alt und lebt wochenweise bei Mutter oder Vater) verschwunden.
Die Sorge war natürlich groß und so sind wir von 2 bis 4 Uhr Nachts mit Fahrrädern und Autos um die Blocks gefahren und haben den Jungen gesucht. Marius und ich durften so also einmal unfreiwillig den Sonnenaufgang am 100m vom Haus entfernten Strand „genießen“
Hugo haben wir nicht gefunden, aber wie sich später heraustellte, hatte er seine Mutter angerufen und diese ihn abgeholt ohne bescheidzugeben, weil zwischen ihr und Peter immernoch Rosenkrieg herrscht.
Nunja, in die Kindererziehung anderer Leute mische ich mich nicht ein.
Am nächsten Tag habe ich nach durchwachter Nacht erstmal einen persönlichen neuen Langschlafrekord aufgestellt.
Zur Feier des Tages wurde ich ersteinmal im Schlafanzug in den Pool geworfen. Aber der musste eh gewaschen werden 😉
Anschließend haben wir uns mit unseren Surfbretter in die Wellen gestürzt.
Macht immernoch verdammt viel Spaß und ich hab sogar gestanden! (:
Abends hat Peter super lecker gekocht. Wir haben ausserdem den künstlichen Weihnachtsbaum (echte Tannen gibt es hier ja nicht) aufgebaut und sehr kitschig geschmückt.
Wir Couchsurfer sind nochmal los in einen Club, weil wir uns dort auf die Gästeliste schreiben lassen hatten. Aber so gut war es dort nicht, also sind wir früh wieder heim.
Heute haben wir sowas wie Plätzchen gemacht und Kuchen gebacken, aber richtige Weihnachtsstimmung kommt nicht auf, wenn wir gleich wieder ab an den Strand surfen gehen 😉
Monatsarchiv: Dezember 2012
Couchsurfing.
Verrückt, verrückt…
Peter arbeitet dieses Jahr nicht und feiert eigentlich durchgängig auf irgendwelchen Luxuspartys.
Am Sonntag hat er uns deshalb gleich mal mitgenommen.
Wir sind zu einem Freund gefahren, Jamie Macintyre, der wohl sehr bekannt in Australien ist.
Er ist einfach ein stinkreicher Multimillionär. Mit einem wahnsinnigen Haus (Haus trifft es eigentlich nicht ganz) mit Pool und Whirlpools und Homefittnesstudio und direkt am Wasser, sodass die Yacht im Hinterhof geparkt werden kann.
Eben auf dieser Yacht haben wir dann einer kleinen Party beigewohnt, die aufs Meer verlagert wurde. Alles inklusive.
Wahnsinnig…
Und wir sind Jetski gefahren. Das ist sowas von spaßig! Über Wellen springen, auf dem Wasser herumrasen und klatschnass werden.
Ein bisschen fehl am Platz fühlt man sich trotzdem zwischen all den Superreichen. Die Frauen haben prinzipiell gemachte Oberweite hier.
Die Afterparty im Haus haben wir im beheizten Pool sowie im 40 Grad Whirlpool verbracht.
Surfers Paradise
Diese kleine Stadt an der Küste ist DER Treffpunkt für schoolies, die Jugendlichen, die die Schule beendet haben.
Dementsprechend ist neben dem Strand eine Hochhauskulisse angesagt.
Am ersten Abend war die Innenstadt voll mit betrunkenen, lauten und aufgebrezelten Jugendlichen.
Es gibt jede Menge Shoppingmöglichkeiten und ich könnte mir alles kaufen…
Ohne Unterkunft haben wir am ersten Abend illegal etwas außerhalb der Stadt im Auto geschlafen. Bei jedem vorbeifahrenden Auto habe ich gedacht es sei die Polizei und dementsprechend schlecht habe ich geschlafen.
Am nächsten Tag haben wir uns über eine Website, die sich Couchsurfing nennt, einen Schlafplatz organisiert. Ein Typ namens Peter Sun hat auf der Internetseite ein Räumchen seines Hauses angeboten.
Keine Angst, das ist eine ganz seriöse Geschichte, das kann man auf der ganzen Welt machen! Im Austausch unternimmt man was zusammen oder kocht mal. So trifft man ganz viele Leute aus der ganzen Welt. Und für die jenigen, die couchsurfen ist es natürlich super: umsonst Unterkunft und Leute, die einem helfen und sich am jeweiligen Ort auskennen.
Nach einem Tag am Strand mit weiteren Surfübungen und dem Sonnenbrand des Jahrhunderts (ich schwöre, der letzte meines Lebens) sind wir bei Peter eingetrudelt. Er wohnt einfach in einer Villa und ist als Unternehmensberater Millionär geworden. Seine ‚Couch‘ ist eine eigene kleine Wohnung mit DVD-Auswahl und sein Haus ist eher eine Villa mit Pool und allem drum und dran. Insgesamt also eine Verbesserung unserer Wohnsituation 😉
Brisbane, Take 2
Da sich George beim morgendlichen Spaziergang mit seinen Hunden in der Auseinandersetzung mit einem fremden Hund die Hand verletzt hat fiel der Bootstrip flach. Wie gesagt, George ist etwas seltsam.
Allerdings hat er uns geholfen einen Dachgepäckträger auf unserem Autodach zu installieren. Und den haben wir gratis von ihm für unsere Surfbretter bekommen.
In Brisbane hat es dann auch mal richtig geregnet und da wir mit den Fahrrädern unterwegs waren sind wir richtig nass geworden.
Am nächsten Tag haben unsere Sachen zusammengepackt und den verrückten Alten verlassen.
